Hängepartie für B-Mädchen der HSG Lüdenscheid

Nur noch die weibliche B-Jugend mit Rückraumspielerin Franziska Mühlbauer hat die Chance, die HSG Lüdenscheid in der kommenden Saison überkreislich zu vertreten. - Foto: Krüger

Lüdenscheid - Ein Übertragungsfehler im Internetportal „Sis-Handball“ machte am Wochenende das Dilemma für die Jugendabteilung der HSG Lüdenscheid komplett. „Unsere weibliche B-Jugend ist Dritte geworden, sie hat 12:10 gegen Hombruch gewonnen“, erklärte Abteilungsleiter Michael Mühlbauer. Eine Hintertür ist also noch offen für die Handball-Sport-Gemeinschaft, doch noch in der kommenden Spielzeit eine Mannschaft im überkreislichen Spielbetrieb zu stellen.

Von Axel Krüger

Kein HSG-Jugendteam in Ober-, Landes- oder Bezirksliga – das hatte es noch nie gegeben. „Unsere weibliche B-Jugend wird noch ein Rangfolge-Turnier gegen die anderen Gruppendritten der Aufstiegsrunden vom Wochenende spielen, ist wohl auch Ausrichter am 15. Juni“, richten sich die Hoffnungen Michael Mühlbauers und der HSG-Jugendabteilung darauf, dass möglicherweise noch Nachrückerplätze frei werden. Allerdings, gibt der Abteilungssprecher Jugend hinzu, kommt als weiterer Gruppendritter die SG Kierspe-Meinerzhagen hinzu, gegen die die HSG-Juniorinnen in der Runde auf Kreisebene zweimal verloren haben. „Es wird noch sehr schwierig, ich weiß nicht, wie stark die Gruppendritten aus den anderen Kreisen sind.“ Allerdings habe sich das Team unter der Regie von Barbara Göhr sehr gut entwickelt.

Unterschiedliche Ursachen für Fehlschläge

Für die Fehlschläge in den Aufstiegsrunden sah Michael Mühlbauer verschiedene Ursachen bei den einzelnen Teams. Am unglücklichsten war es bei der von ihm selbst trainierten weiblichen A-Jugend, die zum Aufstiegsrunden-Termin am Himmelfahrts-Wochenende nur sechs Feldspielerinnen und keine Torhüterin zur Verfügung hatte. Die männliche A-Jugend war nach dem Abgang von vier Leistungsträgern zu den SGSH Juniors chancenlos. Für die männlichen C-Junioren, die komplett aus Jungjahrgangs-Spielern besteht, war die Teilnahme an der Aufstiegsrunde in erster Linie ein Lernprozess, urteilt Mühlbauer. Es sei aber viel Talent in der Mannschaft von Holger Linde vorhanden.

Alles in allem ist der Jugend-Abteilungsleiter nicht glücklich mit der Situation, dass nur noch die weibliche B-Jugend eine Chance hat, die Farben Blau und Gelb im überkreislichen Spielbetrieb zu vertreten. Die weibliche A-Jugend wird in der Kreisliga antreten, allerdings ohne die höherklassig erfahrenen Frederike Gramm (freiwilliges soziales Jahr in Berlin) und eventuell Lorena Lange (Studium). Männliche C- und A-Jugend wurden auch für die Kreisliga gemeldet, wobei die Zukunft des ältesten männlichen Nachwuchses unklar ist. „Wir haben den Trainer Aki Schüfeld, wir haben die Trainingszeiten, es wäre schon gut, wenn noch Spieler kommen“, hofft Michael Mühlbauer. Entsprechende Gespräche mit den SGSH Juniors, die zu wenig Spieler für zwei, aber zu viele für eine A-Jugend-Mannschaft haben, laufen.

Zwei komplette Jahrgänge fehlen

Alles in allem leidet die Jugendarbeit der Handball-Sport-Gemeinschaft aber darunter, dass manche Jahrgänge nicht besetzt waren oder sind. So fehlten den Lüdenscheider vor einigen Jahren gleich beide D-Jugend-Jahrgänge. „Dadurch haben wir heute eine große Lücke“, gesteht Mühlbauer – konkret sind das aktuell die Spieler in A-Jugend-Jung- und B-Jugend-Altjahrgang, die fehlen. Im weiblichen Bereich habe die HSG zwar neben der SG Kierspe-Meinerzhagen den besten Zulauf in der Region, doch auch hier fehlen den Kreisstädtern die C-Mädchen – da gibt es nur vier Spielerinnen.

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