Jugendfußball

Begeisterung und Enttäuschung bei Jugendleitertagung

Die Jugendleiter aus dem Kreis Lüdenscheid und der Kreisjugend-Ausschuss in Kaiserau: In der Sportschule fand die Jugend-Arbeitstagung statt, der allerdings elf Vereine fernblieben.

Kreisgebiet – Es war eine Bilanz zwischen Begeisterung und Enttäuschung: Der Versuch, mit einer Jugendarbeitstagung in der Sportschule in Kaiserau einen neuen Akzent zu setzen, kam grundsätzlich bei den Vereinen, die das Angebot annahmen, sehr gut an.

Allerdings blieben elf Vereine der Tagung fern. „Das ist enttäuschend“, stellte der Vorsitzende des Kreisjugend-Ausschusses, Detlev Dräger, fest, „wir haben Monate vorher geplant, es standen wichtige Themen mit kompetenten Referenten auf der Tagesordnung. Und dann ist fast die Hälfte der Vereine, die Jugendarbeit betreiben, nicht anwesend.“

Die Arbeitstagung der Jugend ist eine Pflichtveranstaltung. Die Kosten für die Kaiserau-Tour sind keine Entschuldigung: Mit Ausnahme der Spritkosten wurden die Kosten für Verpflegung und Übernachtung getragen. Und da die fehlenden Vereine nun mit einer 30-Euro-Strafe rechnen müssen, ist selbst das Spritgeld kaum eine Ausrede. Die Liste der fehlenden Vereine liest sich wie das „Who is Who“ des Jugendfußballs im Kreis: RW Lüdenscheid, SC Lüdenscheid, TuS Grünenbaum, FSV Werdohl, TuS Versetal, TuS Stöcken-Dahlerbrück, TSV Oestertal, FC Altena 69, TuRa Brügge, SSV Lüdenscheid, Eyüpspor Werdohl. „Auch von den anderen Vereinsvertretern gab es Unmut, dass so viele Vereine nicht da waren“, stellte Detlev Dräger fest.

Mannschaftszahlen konstant

Tatsächlich unterschied sich die Arbeitstagung doch erheblich von den üblichen vor Ort im märkischen Südkreis. Am Freitagabend referierte zunächst Patrick Lechtermann vom FLVW ausführlich zum Thema Qualifizierung, stellte den Gästen aus dem Kreis Lüdenscheid noch einmal die acht Module in der Lehrarbeit des FLVW vor. Der Gastgeber ermunterte die Vereine, noch stärker vom Angebot des DFB-Mobils vor Ort – eine für die Vereine einmal im Jahr kostenlose Option – Gebrauch zu machen.

Außerdem hielt der Freitagabend den offiziellen Teil der Tagesordnung mit den Berichten der Ausschuss-Mitglieder bereit. Business as usual. Chef-Spieltechniker Rüdiger Dreisbach freute sich, dass zur Saisonhalbzeit trotz einiger Abmeldungen die Mannschaftszahl bei der Jugend im Kreis konstant ist. 167 Teams gibt es, zehn überkreislich aktive und dazu 157 im Spielbetrieb auf Kreisebene. Bei den Minikickern sind über den Winter zwei Teams dazugekommen, sodass hier nun 16 Mannschaften am Start sind. Dreisbach stellte die Planung für die nächsten Turniertage bei den Minikickern vor und präsentierte auch die Gruppeneinteilung für die F- und E-Junioren, die nach den Vorrunden nun in anderen Staffeln die Saison fortsetzen werden.

"Tag der Ehrung" geplant

Die eigentlich spannendste Neuerung ergibt sich indes für den Bereich der A- und B-Junioren: Ab der Spielzeit 2020/21 geht der Kreis Lüdenscheid davon ab, für diese Altersklassen den Sonntag als festen Spieltag zu deklarieren. Ab der nächsten Saison können Vereine nach Belieben die Heimspiele für diese Altersklassen freitags, samstags oder sonntags ansetzen. Neu ist zudem, dass es in dieser Saison einen „Tag der Ehrung“ geben wird. An diesem Tag sollen alle Meister des Nachwuchses zentral – wenn möglich mit Beteiligung von Landrat und Bürgermeister – ausgezeichnet werden. Angedacht war der 26. Juni für diese Ehrung, doch an diesem Tag steht das Nattenberg-Stadion aufgrund der Knax-Party der Sparkasse nicht zur Verfügung. So wird nun geprüft, ob man die Ehrung eine Woche vorziehen kann. Ansonsten muss ein anderer Veranstaltungsort gefunden werden.

Den Freitag rundete in der Sportschule in Kaiserau ein lockerer Austausch bei dem einen oder anderen Kaltgetränk ab. „Dieser Erfahrungsaustausch ist toll angekommen“, stellte Detlev Dräger fest. Bevor es am Samstagmittag auf den Heimweg ins Sauerland ging, beschloss ein Vortrag des FLVW zum Thema Kinderfußball der Zukunft am Samstagmorgen die Arbeitstagung.

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