Jugendfußball: Spielführerschulung in Kaiserau

Ärger im Vorfeld, aber sehr gelungene Veranstaltung

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Zunächst war’s schwierig, überhaupt genügend Teilnehmer aus dem Fußball-Kreis Lüdenscheid für die Schulung zusammenzubekommen, aber die hatten dann viel Freude in Kaiserau.

Kreisgebiet - Mehr als ein Jahr Verlauf, mehr als bescheidene Resonanz – aber schließlich durfte der Jugendausschuss des Fußballkreises Lüdenscheid doch noch ein positives Fazit unter eine vom Verband in Kaiserau angebotene Schulung für Führungsspieler aus dem Juniorenbereich ziehen.

Im Vorfeld allerdings hatte die Veranstaltung dem KJA-Vorsitzenden Wolfgang Kunde und seinen Mitstreitern keine Freude bereitet: Die Funktionäre hatten im Oktober 2017 beschlossen, an der Verbandsmaßnahme teilzunehmen. Ziel war es, Spielern der B- und A-Junioren, die ausgenommen der Auswahlspieler von den Stützpunkten kaum Gelegenheit hatten, Maßnahmen in der Sportschule wahrzunehmen, eine solche Chance zu bieten. Obwohl bei den Kreisarbeitssitzungen im März und im Juli eifrig die Werbetrommel gerührt worden war, „garniert“ mit dem Hinweis aus ihr auch eine Pflichtveranstaltung machen zu können und den Spielbetrieb auf Kreisebene für das vorgesehene Wochenende pflichtspielfrei zu lassen, war die Resonanz ausgesprochen mager. 

Auch Anschreiben Kundes vom 30. September und eine Erinnerung am 13. Oktober weckten kein großes Interesse. Erst aufgrund von Telefonaten mit den Vereinsvertretern konnten einige der Klubs noch bewegt werden, Jugendliche anzumelden. So machten sich schließlich aus dem KJA Kunde, sein Stellvertreter Detlev Dräger, Öffentlichkeitsreferent Hannes Lauterbach und Sichter Klaus Heise mit 25 Nachwuchskickern auf den Weg nach Kaiserau und freuten sich über eine sehr gelungene Veranstaltung, die bei etlichen Kickern den Wunsch nach einer Wiederholung 2019 weckte, sondern auch bei den Funktionären großen Anklang fand. Vor allem waren alle Teilnehmer aus dem Kreis 2 beeindruckt vom Programm und den Ausführungen des Referenten Maik Weßels, u.a. Nachwuchstrainer bei Borussia Dortmund, Koordinator fürs DFB-Mobil und Verbandstrainer in den Schulen.

KSC-Kapitän Meyer: „Die Kunst liegt darin, Konflikte zu antizipieren“

Bei der Verbands-Wochendschulung für Spielführer und Führungsspieler war auch Phil-Jan Meyer, Kapitän der A-Junioren des Kiersper SC, mit von der Partie. Hier in Auszügen sein Erfahrungsbericht: „Mein Co-Kapitän Jerome Gogoll und ich besuchten die Spielführerfortbildung in Kaiserau. Dabei folgten wir der Einladung des Kreises Lüdenscheid. Als unser Verein uns über die Teilnahmemöglichkeit informierte, sagte ich sofort zu. Erfreulich war, dass der Ausflug für uns Spieler kostenlos war. Natürlich folgten auch einige andere Spielführer dieser Einladung. Das bot für uns die Möglichkeit, sich mit den anderen Spielern im Kreis auszutauschen und sie kennenzulernen. Dazu wurden am ersten Abend Vertrauensspiele mit der Gruppe durchgeführt, die ihren Zweck des Kennenlernens bestens erfüllten. 

Darauf folgte ein Futsal-Turnier, das durchweg erfolgreich verlief. Am Tag darauf begann dann der theoretische Teil des Lehrgangs. Zuerst hatten wir eine Unterrichtung zum Thema „angemessener Umgang mit Schiedsrichtern“, dabei ging es vor allem darum, wie man als Kapitän mit gutem Beispiel vorangeht, wenn eine Partie mal intensiver wird. Danach wurden wir in Kleingruppen eingeteilt und sollten verschiedene Aufgaben lösen. Dabei ging es zum Beispiel um den Umgang mit unmotivierten Spielern, aber auch um die Bedeutung des Kapitänsamtes. Durch die Vielfalt der Lösungsansätze und die Ergänzungen durch die Referenten konnte ich viel dazu lernen. Dabei ist mir besonders eines im Kopf geblieben: Nämlich, dass ein Kapitän Probleme schon lösen sollte, bevor sie erst entstehen und dass die Kunst darin liegt, Konflikte zu ,,antizipieren“. Der Ausflug hat mir nicht nur große Freude bereitet, ich glaube wirklich, dass ich mich persönlich und auch als Führungsspieler weiterentwickeln konnte.“

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