Drei Jugendteams mit nur einem Ziel: Dem Aufstieg

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Die C-Junioren des SC Lüdenscheid eilten in dieser Saison von Rekord zu Rekord, übertrafen zum Saisonfinale beim 22. Sieg im 22. Spiel auch noch die 200-Tore-Marke.

LÜDENSCHEID - RW Lüdenscheid bei der A- und B-Jugend, der SC Lüdenscheid bei der C-Jugend – wenn die Kreisliga-Meister beim Nachwuchs in diesen Altersklassen ab dem Wochenende 29./30. Juni in ihre jeweiligen Aufstiegsrunden starten, gehen die drei Mannschaften aus der Bergstadt dieses Unternehmen mit großen Hoffnungen an.

Die A-Junioren von Rot-Weiß Lüdenscheid nehmen unter dem Motto „aller guten Dinge sind drei“ unter Regie von Trainer Robert Krumbholz den dritten Anlauf in Richtung Bezirksliga, an dem sie zuletzt nur hauchdünn gescheitert waren. Diesmal wollen es Trainer und seine „Jungens“ aber mit Macht wissen, bevor sich Krumbholz als Seniorentrainer in die RWL-Bezirksligamannschaft verabschiedet, dabei ein Spielerquartett mitnehmen möchte. Von 22 Saisonpartien verloren die Rot-Weißen nur zwei, die letzte Niederlage datiert vom Karnevalsauftakt am 11. November letzten Jahres beim SC Plettenberg. In diesem Jahr blieben die Rot-Weißen nur einmal sieglos, nämlich am 26. April beim 2:2 beim Stadtnachbarn SC Lüdenscheid. In der Saisonschlussphase sammelte mit Keeper Sebastian Reich, den Abwehrspielern Max Baumann und Emre Erol, den Mittelfeldspielern Niklas Friemann und Ersan Mushmek sowie Stürmer Marcel Schönrath gleich ein Jugendsextett Erfahrungen in der RWL-Seniorenbezirksligamannschaft, wobei die Verantwortlichen allerdings vorsichtig mit dessen Einsatzzeiten umgingen, um die Jugendzielsetzung nicht zu gefährden. In der Aufstiegsrunde treffen die Bergstädter am 30. Juni (11 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) auf den Siegerländer Meister SuS Niederschelden. „Die konnte ich leider noch nicht unter die Lupe nehmen“, ist SuS für RWL-Coach Krumbholz ein Unbekannter. Die SG Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen, mit der RWL eine Woche später auswärts die Klingen kreuzt, genießt Krumbholz’ höchsten Respekt: „Eine starke Mannschaft, die gutes Pressing spielt und deren Spieler sich blind verstehen“, lobt Krumbholz den Gegner.

Ebenfalls den dritten Versuch in die langjährige angestammte Spielklasse auf Bezirksebene zurückzukehren unternimmt das RWL-B-Juniorenteam von Trainer Michael Schrenner. Die eingespielte Truppe vom Nattenberg stand frühzeitig zum dritten Mal in Folge als Kreismeister fest, hatte bis zum letzten Sonntag in 17 Meisterschaftsspielen 17 Siege gefeiert.

Die „weiße Weste“ verdarb ihnen ausgerechnet zum Saisonfinale die FSV Werdohl, die das ersatzgeschwächte Lüdenscheider Team (ohne Schulte, Kilinc und Jaschultowski) mit 3:2 bezwang. Vielleicht vor der Aufstiegsrunde noch einmal der richtige Warnschuss für die Rot-Weißen, der nochmals letzte Konzentration anmahnt. Das erste Spiel bestreiten die Rot-Weißen am 30. Juni um 11 Uhr am Bieberg beim FSV Gerlingen und erwartet dann am Mittwochabend, 3. Juli, die TSG Adler Dielfen (19 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen. Sicher schwere Aufgaben, denen sich RWL aber gewappnet sieht, um endlich den langersehnten Sprung in Richtung Bezirksebene zu verwirklichen.

Eine Ausnahmesituation legen bis dato die C-Junioren des SC hin, denn was es zu gewinnen gab, wurde gewonnen. Hallenkreismeister im Winter, Kreispokalsieger im Endspiel gegen den frisch gebackenen Landesliga-Aufsteiger TuS Plettenberg und schließlich die Meisterschaft in der Kreisliga A. Die stand schon seit geraumer Zeit fest, doch am Samstag wurden auch die beiden vorerst letzten Ziele erreicht: Gegen RWL II gelang im 22. Spiel der 22. Sieg und durch das 16:0 knackte das Team um das Trainerteam Hassan El Mourabit/Bernd Mai auch noch die 200-Tore-Marke. Von daher übt sich El Mourabit vor den Aufstiegsrundenduellen am 2. Juli bei den SF Siegen II (Meister des Kreises Siegen-Wittgenstein mit ebenfalls makellosen 66 Punkten aus 22 Spielen) und am 6. Juli am Wehberg gegen SV Attendorn (Meister des Kreises Olpe) auch gar nicht erst groß in Understatement: „Wir gehen selbstbewusst in die Aufgabe. Wir haben in der Meisterschaft mehr als 200 Tore geschossen. Dieses Jahr wollen wir es schaffen. Bei so einer tollen Mannschaft steht der Zusammenhalt an erster Stelle.“ Als letzten Testlauf bestreitet der SC am Donnerstagnachmittag ab 17 Uhr am Wehberg das Vorspiel zum Senioren-Kreispokalfinale zwischen dem Kiersper SC und FSV Werdohl, trifft dann auf Bezirksligameister TuS Plettenberg. - Ku/jig

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