Harte Konkurrenz für Lüdenscheids Jugendkicker

+
Die B-Juniorinnen des LTV 61, über Pfingsten zur Saisonabschlussfahrt in den Niederlanden, stehen in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde vor schier unüberwindlichen Hürden.

Lüdenscheid -  Die Frage nach dem B-Juniorenvertreter, der die Farben des Fußball-Kreises Lüdenscheid in der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga vertritt, ist seit Mittwoch geklärt: Erwartungsgemäß setzte sich die Jungjahrgangsmannschaft des SC Lüdenscheid im Kreisfinale gegen die FSV Werdohl klar durch.

Von Jörg Hellwig 

Die Truppe des Trainertrios El Mourabit/Mai/Fernandes, im Vorjahr C-Juniorenaufsteiger, darf sich gegen die großen Teils ältere Konkurrenz diesmal aber auf einen dornenreichen Weg in Richtung Aufstieg einstellen: Denn im Gegensatz zu damals stehen wie auch bei A- und C-Junioren sowie B-Juniorinnen nicht mehr nur zwei Gegner, sondern ab 14./15. Juni deren vier den Lüdenscheider Kreismeistern im Weg. Sicher wird die Runde mit je zwei Heim- und zwei Auswärtsspielen kräfte- und nervenzehrender als in den Vorjahren, bietet dafür aber die große Chance, dass ein einmaliger Ausrutscher nicht gleich das Ende der Hoffnungen bedeutet.

Beeindruckende Konkurrenz für SCL

Die SCL-B-Junioren treffen in der Aufstiegsrundengruppe 4 auf die Zweitvertretung des Landesligisten SC Neheim (43 von 48 Punkten), TuS Medebach (57 von 66), FC Lennestadt (69 von 78) sowie TSG Adler Dielfen (48 von 60), die als einziger Konkurrent zwei Saisonniederlagen auf dem Buckel hat. Doch auch angesichts der beeindruckenden Resultate der Konkurrenz heißt’s beim SC: Bange machen gilt nicht, denn auch die Bergstädter haben nur ein einziges von 26 Saisonspielen verloren, sich dazu nur ein Unentschieden geleistet. Gleich zwei der vier Lüdenscheider Vertreter in der Aufstiegsrunde stellt Stadtnachbar Rot-Weiß.

Dritter Anlauf für RWL-A-Junioren

Die A-Junioren von Trainer Martin Rost nehmen dabei ebenfalls mit einer beeindruckenden Saisonbilanz von nur einer Niederlage und weit mehr als 200 Toren den mittlerweile dritten Anlauf in Folge in Richtung Bezirksliga: Nach zwei unglücklich gescheiterten Versuchen unter Regie von Trainer Robert Krumbholz, soll es die „neue A“ vom Nattenberg jetzt packen. Doch auch sie trifft auf ein illustres Konkurrenzfeld, obwohl ein Gegner, nämlich der Meister aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein erst am Wochenende zwischen Favorit TuS Erndtebrück und dem FC Eiserfeld ermittelt wird, die keine besonders beeindruckende Bilanz vorweisen können. Dafür haben es aber die weiteren Gegner in sich: Der Nachwuchs des Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen hat nur eine Saisonniederlage auf dem Konto, der SSV Meschede, der sich in zwei Staffelfinals gegen VfB Marsberg behauptete, hatte einen engen Zweikampf mit dem TV Fredeburg für sich entschieden. Als Olper Vertreter rückt für die nicht zugelassene SG Wenden-Gerlingen Vizemeister RW Lennestadt-Grevenbrück nach.

Als einziger heimischer Jugendvertreter hat der C-Juniorennachwuchs von Rot-Weiß Lüdenscheid II bereits den Spielplan vorliegen. Die Truppe des Trainerduos Stefan Grappendorf/Fatih Yücel, ebenfalls ein Jungjahrgang, eröffnet die Aufstiegsrunde am Samstag, 14. Juni, ab 15 Uhr gegen Germania Salchendorf aus dem Siegerland – bislang beeindruckende 21 Siege aus 21 Spielen – am Nattenberg.

RWL-C-Junioren gegen zwei Vizemeister

Es folgt die Fahrt am Dienstag, 17. Juni (18 Uhr) ins Hochsauerland zum dortigen Vizemeister SC Neheim II, der die nicht aufstiegsberechtigte Jugendspielgemeinschaft JSG Herdringen/Müschede vertritt und von den Bergstädtern als ebenso lösbare Aufgabe gesehen wird, wie der zweite Auswärtsgegner TV Eversberg, ebenfalls Vizemeister hinter JSG Alme/Rösenbeck-Nehden/Thülen (Dienstag, 24. Juni, 18 Uhr.)

Dazwischen liegt das schwere Heimspiel gegen den FC Lennestadt (Samstag, 21. Juni, 15 Uhr), den die Rot-Weißen, die offenbar die Konkurrenz schon unter die Lupe genommen haben, für den zweitstärksten Rundenrivalen halten. Deshalb sehen sie sich nach eigener Einschätzung wohl als Kandidat auf den ersten Nichtaufstiegsplatz.

Weg für LTV-Mädchen ausgesprochen steinig

Mehr als dornenreich dürfte auch der Weg für die B-Juniorinnen des LTV 61 werden, die den heimischen Fußballkreis als vierter Bergstadt-Klub in der Aufstiegsrunde vertreten. Ihre Konkurrenz setzt sich anders zusammen als bei den Jungen: Die Truppe von Trainer Marco Lagoudakis bekommt es mit den „Tormaschinen“ aus den Kreisen Bochum und Dortmund, den Kreismeistern Blau-Weiß Weitmar und DJK SF Nette zu tun, die übermächtig erscheinen. Der FSV Gevelsberg aus dem Kreis Hagen-Ennepetal und Rot-Weiß Ostentrop-Schönholthausen aus dem Kreis Olpe vervollständigen das Feld. Wobei Letztere die vielleicht niedrigste Hürde bilden dürften, waren die Rot-Weißen doch weit vom Kreistitel entfernt. Aber als einziges 11er-Team der Liga auch der einzige Kandidat für die Aufstiegsrunde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare