Höhepunkt der Hallensaison für Esser und Kalb

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Weiter Erfahrung sammeln soll die Lüdenscheiderin Alexandra Esser in Sindelfingen bei ihrer zweiten DM-Teilnahme.

KREISGEBIET -  Es ist für zwei Leichtathleten aus der Bergstadt zweifellos der Höhepunkt der Hallensaison: Sowohl Mittelstreckler Florian Kalb (LG Lüdenscheid) als auch Kugelstoßerin Alexandra Esser (TV Wiblingwerde) haben sich für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert, die am Wochenende im Sindelfinger Glaspalast über die Bühne gehen.

Die Konkurrenz dort ist naturgemäß groß, und so haben neben Kalb über die 800 Meter gleich 26 weitere Läufer die „Quali“ für die Titelkämpfe geschafft. Der 17-Jährige, der in diesem Jahr sein Abitur in Angriff nehmen wird, knackte die Norm vor drei Wochen bei den Jugend-Westfalenmeisterschaften in Bielefeld, als er als Dritter mit 1:56,74 Minuten auf Anhieb eine neue persönliche Bestszeit aufstellte. „Das war ein Klasseeinstand ins neue Jahr“, zeigte sich auch Trainer Hanni Riedel begeistert. Und die Zielsetzung für Samstag, wenn ab 16.25 Uhr die Vorläufe angesetzt sind? „In den Endlauf zu kommen, halte ich für utopisch. Gleich 18 Konkurrenten haben eine besser Vorleistung, davon sind elf schon unter 1:55 Minuten gelaufen. Für Florian kann es nur heißen, sich zu zeigen, falls es zu einem Bummelrennen kommen sollte und Jagd auf eine neue Bestzeit zu machen. Und das ist nach den letzten, sehr guten Trainingseindrücken auch realistisch“, zeigte sich Riedel im Vorfeld sehr zuversichtlich.

Für Alexandra Esser standen gestern Abend beim Abschlusstraining mit dem NRW-Landeskader in Dortmund noch einige Kugelstöße unter geringer Belastung und Gymnastik auf dem Programm – bereits am Freitag bricht sie mit ihrer Trainerin Gertraud Rüsch nach Sindelfingen auf. In einem starken Feld mit 16 Kugelstoßerinnen soll die als Westdeutsche Meisterin anreisende Lüdenscheiderin nach Aussage ihrer Trainerin „wichtige Wettkampferfahrung sammeln und die Meisterschaften genießen“. Das Erreichen des Finals der besten acht Athletinnen hält Rüsch nicht für völlig ausgeschlossen: Allerdings sei ihr Schützling in Anbetracht der hohen Qualität im Feld eher Außenseiter.

Mit einer Weite von 12,59 m (4kg-Kugel) geht Esser in den Wettkampf und liegt damit im unteren Leistungsbereich aller Teilnehmerinnen. Als Favoritinnen gelten Alina Kenzel (VfL Waiblingen), die das Wurfgerät Anfang Februar auf 15,14 m befördert hatte, und Julia Ritter (SuS Oberaden (14,23).

„Alexandra soll locker in ihre zweiten Deutschen Meisterschaften gehen, Leistungsdruck bauen wir nicht auf“, betont Trainerin Rüsch. Im Vorjahr hatte Esser bei ihrer DM-Premiere in Rostock als Neuntplatzierte nur um zehn Zentimeter das Finale verpasst. Vielleicht hat die junge Lüdenscheiderin beim morgigen Wettkampf, der um 15.45 Uhr beginnt, auch das nötige Glück. - Ku/nico

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