Sechs heimische Talente in Jugend-Bundesligen

In ihrer Debütsaison beim WNBL-Team des TSV Hagen 1860 zeigte Jasmina Hujic in der ungewohnten Rolle im Spielaufbau bislang eine starke Leistung. Am Sonntag wartet das Top-Spiel gegen Herne.

Kreisgebiet - Ausgestattet mit ehrgeizigen Zielen und guten Aussichten starten die heimischen Basketballer in die Spielzeit der Nachwuchs-Bundesligen. Mit dabei sind in dieser Saison auch gleich sechs Spieler aus Schalksmühle, Meinerzhagen, Lüdenscheid und Nachrodt, von denen ein Großteil ihr Debüt auf Bundesebene gibt.

Von Wesley Baankreis

Zur Riege der Debütanten zählt Jasmina Hujic, die in dieser Saison in den Kader der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) beim TSV Hagen 1860 aufgerückt ist. Die Volmestädter gelten trotz des Ausfalls von Leistungsträgerin Sarah Lückenotte (Kreuzbandriss) neben dem Herner TC als einer der Top-Favoriten auf die Deutsche Meisterschaft. In den ersten drei Spielen, die der TSV allesamt gewann, wurden die Hagener diesem Status bislang größtenteils auch gerecht und scheinen für das Spitzenspiel am Sonntag gegen Herne gut gerüstet. Durchaus größeren Anteil an diesem bislang guten Saisonverlauf hatte auch Jasmina Hujic. Als eine der jüngsten Spielerinnen im Kader zeigte das Schalksmühler Nachwuchstalent gerade in den vergangenen beiden Spielen auf der ungewohnten Position im Spielaufbau eine starke Leistung, punktete jeweils zweistellig und verdiente sich mehrfach ein Sonderlob in ihrer Debüt-Saison.

Den Saisonstart noch vor sich haben die Phoenix Hagen Juniors in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL). Am Sonntag beginnt für die Hagener, die sich hohe Ziele gesetzt haben, die Hauptrunde in der Division Nordwest mit einem Auswärtsspiel beim Mitfavoriten TSV Bayer Leverkusen. Nach dem schwachen Abschneiden in der abgelaufenen Saison strebt Phoenix in diesem Jahr das „Top 4-Endturnier“ an. Maßgeblich dabei helfen sollen neben Rückkehrer Jonas Grof (Noma Iserlohn) auch der Schalksmühler Haris Hujic und Marcel Keßen aus Nachrodt. Das Duo spielte bereits in der abgelaufenen Saison eine tragende Rolle bei Phoenix. Besonders Keßen, der wie Rückkehrer Grof gleichzeitig zum ProB-Team von Noma Iserlohn und dem Bundesliga-Kader von Phoenix Hagen zählt, avancierte als Spieler aus dem Jungjahrgang zum Topscorer der Mannschaft. Zusammen mit Hujic, der mittlerweile beim 1. Regionalligisten BG Hagen eine größere Rolle spielt, sollen Keßen und Grof die Mannschaft anführen und nach einem enttäuschenden Jahr wieder möglichst weit in die Play-Offs führen.

Ebenfalls zum Hagener NBBL-Kader zählt der Meinerzhagener Tim Tripel von den Baskets Lüdenscheid, der altersbedingt aus der JBBL hochrückt. Ob Tripel direkt auf Anhieb ähnlich viel Spielzeit bekommt wie vergangene Saison als Leistungträger im Phoenix-Team in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL), dürfte zunächst allerdings unwahrscheinlich sein.

Ein Umstand, der dem Nachwuchstalent ähnlich wenig schaden dürfte wie Norman Arvanitakis und Maik Koch von den Baskets Lüdenscheid, die wie Tripel bei den Baskets ohnehin durch Einsätze bei den Seniorenmannschaften und mehreren Jugendteams jedes Wochenende eine hohe Belastung haben.

Das Duo Arvanitakis und Koch startet am Sonntag mit Phoenix Hagen bei den Metropol Baskets Ruhr in ihre erste JBBL-Saison. Nachdem die Hagener im vergangenen Jahr im Viertelfinale am späteren Deutschen Meister aus Artland gescheitert waren, die in der neuen Saison altersbedingt mit Isiah Hartenstein auf eines der größten deutschen Talente verzichten müssen und in der Gruppenphase wieder auf Phoenix treffen, streben die Hagener in dieser Spielzeit erstmals den Halbfinal-Einzug an.

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