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Jona Niemiec gibt am Rhein Vollgas für den Traum vom Fußballprofi

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Wuchtiger Stürmer, Musterathlet: Jona Niemiec, hier im Trikot der RWL-A-Jugend, spielt in der Saison 21/22 für das Regionalliga-Team von Fortuna Düsseldorf. Am Rhein soll sich sein Traum vom Fußballprofi erfüllen.

Aus dem Bezirksliga-A-Jugend-Kicker Jona Niemiec von Rot-Weiß Lüdenscheid wird nun ein Regionalliga-Fußballer, der bei Fortuna Düsseldorf Vollgas gibt, um sich den Traum vom Fußballprofi zu erfüllen.

Lüdenscheid – Es ist ein kleines Fußballmärchen: Als die Corona-Pandemie im März 2020 die Fußballsaison 19/20 abrupt beendete, da kämpfte Jona Niemiec mit der A-Jugend von Rot-Weiß Lüdenscheid noch um den Aufstieg in die Landesliga. Nun steht der junge Stürmer aus der Bergstadt vor dem Sprung in den Profifußball. Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat Niemiec für sein Regionalliga-Team verpflichtet – mit der Aussicht auf mehr. Über die Regionalliga soll es Niemiec irgendwann in den Kader der 1. Mannschaft am Rhein schaffen.

Eigentlich wollte Niemiec, dessen Vater Kajetan und dessen Onkel Wojciech im Lüdenscheider Fußball keine Unbekannten ist und dessen Bruder Luca in der 2. Mannschaft der Rot-Weißen spielt, im Sommer 2020 im Landesliga-Kader von RWL angreifen. Doch dann erhielt der Angreifer ein Angebot vom Oberligisten TSG Sprockhövel – und nahm es an.

„Die Entwicklung dort ist dann eine raketenhafte gewesen“, sagt RWL-Jugendleiter Stefan Grappendorf, der den Weg von Jona Niemiec seit vielen Jahren begleitet, „ein sehr veranlagter Spieler war Jona immer, aber nicht so trainingsfleißig. Da aber hat er sich komplett gewandelt. Er ist jetzt ein absoluter Musterathlet, hat unheimlich an seinem Körper gearbeitet.“

Jona Niemiec gibt am Rhein Vollgas für den Traum vom Fußballprofi

Aus dem Perspektivspieler aus der Jugend-Bezirksliga wurde in Sprockhövel direkt ein Stammspieler: In den sieben Spielen bis zum Lockdown im Herbst 2020 verpasste Jona Niemiec beim Ligarivalen des RSV Meinerzhagen nur drei Spielminuten, trug sich dreimal in die Torschützenliste ein. Als 18-Jähriger eine stolze Bilanz, die ihn auch für andere Vereine interessant machte. Bei Rot-Weiß Essen hätte Niemiec anheuern können. In Freiburg absolvierte er eine Trainingswoche, auch beim FC Schalke 04. Entschieden hat er sich letztlich dann aber für die Düsseldorfer Fortuna.

Jona Niemiec ist ein Spieler mit einer Vielzahl von guten Ansätzen, die wir weiterentwickeln wollen!

Frank Schaefer (Direktor NLZ von Fortuna Düsseldorf)

Die zeigt sich auf ihrer Internetseite zufrieden mit der Verpflichtung des Jungen, dessen Familie im Lüdenscheider Stadtteil Brüninghausen zu Hause ist: „Wir freuen uns sehr über die Verpflichtung von Jona. Er ist nicht den klassischen Weg über ein Nachwuchsleistungszentrum gegangen und verfügt noch über ein sehr großes Entwicklungspotenzial“, wird dort Frank Schaefer, Direktor des Nachwuchs-Leistungszentrums in Düsseldorf, zitiert, „Jona hat einen außergewöhnlich guten Körper, ist sehr wuchtig und besitzt eine große fußballerische Intuition. Auch seine Einstellung und seine Lernbereitschaft werden ihm auf seinem Weg mit Sicherheit helfen. Jona ist ein Spieler mit einer Vielzahl von guten Ansätzen, die wir weiterentwickeln wollen.“

Ein kleines Fußballmärchen ist es auch deshalb, weil Jona Niemiec nach seinem zweiten B-Jugend-Jahr eigentlich mit dem Fußball hatte aufhören wollen. Niemiec hatte als Knirps beim LTV 61 und SC Lüdenscheid mit dem Fußball begonnen, die Jahre in der D- und C-Jugend dann im überkreislichen Bereich bei Rot-Weiß Lüdenscheid absolviert und war dann zum FC Iserlohn gewechselt. Zwei B-Jugend-Jahre hatte er in der Schledde verbracht.

Jona Niemiec (vorne, Zweiter von rechts) im erfolgreichen D-Jugend-Team von Rot-Weiß Lüdenscheid: Ein starker Jahrgang am Nattenberg.

„Dann wollte er aufhören, aber ich habe ihn überredet, bei uns in der A-Jugend weiterzumachen“, sagt Stefan Grappendorf, der Niemiec noch gut aus den frühen Jugendjahren kannte. Niemiec ließ sich überreden und kam zur Mannschaft von Fabiano La Mendola zurück. Der Rest ist bekannt.

Nun hat der 19-jährige Lüdenscheider seinen Job bei der Firma Flühs Drehtechnik in Brügge gekündigt und eine Wohnung am Rhein bezogen, setzt voll auf die Karte Profifußball. Mit ganzer Leidenschaft. „Wenn er nicht gerade bei der Fortuna trainiert, geht er am Rhein laufen“, sagt Stefan Grappendorf und gönnt dem Ex-Rot-Weißen seinen Erfolg. Zumindest bei den Vereinsfarben muss sich der Youngster am Rhein nicht umgewöhnen.

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