Altenaer Kowalke bewältigt Dolomiten-Marathon

+
Jörg Kowalke ist ein „alter Hase“ beim Dolomiten-Marathon, der Nachrodter Janic Hahne (rechts) wagte sich hingegen erstmals auf die kurze Distanz über 55 km.

ALTENA/NACHRODT - Nein, als perfekten Tag wollte der Altenaer Extremsportler Jörg Kowalke seine Teilnahme am 138 km langen Dolomiten-Rad-Marathon am vergangenen Sonntag nicht bezeichnen. Der Burgstädter musste dem hohen Renntempo phasenweise Tribut zollen – fuhr letztlich aber dennoch die für ihn persönlich zweitbeste Zeit von 5:23 Stunden.

Mit dem Nachrodter Janic Hahne trat ein weiterer heimischer Starter über die kurze Distanz von 55 km an.

Bereits zum neunten Mal wagte sich Kowalke auf die anspruchsvolle Strecke, die mit sieben Passüberquerungen gespickt ist. Aufgrund seiner guten Platzierung aus dem Vorjahr durfte der Altenaer mit der ersten Startgruppe ins Rennen gehen. „Von Beginn an wurde richtig Tempo gefahren. Das ist mir schwer gefallen“, so Kowalke, der im Hinblick auf seinen Saisonhöhepunkt, den Ironman in Zürich Ende Juli, zuletzt eher Ausdauer und nicht Tempohärte trainiert hatte. So musste der 35-Jährige im Anstieg zum Passo Campolongo die Top-Leute ziehen lassen.

Doch auch in der Folge tat sich Kowalke schwer. „Es hat sich einfach keine Gruppe gebildet, die gut funktioniert hätte“, schilderte der Burgstädter den Rennverlauf. So quälte er sich auf sich allein gestellt die steilen Rampen zum Passo Sella und Passo Giau hinauf. „Da fehlte es ein bisschen an Motivation, weil es vorher nicht so gut gelaufen ist“, so Kowalke. Erst gegen Ende der 138 km langen Schinderei fing sich der Altenaer Radsportler wieder und schaffte es, einige Platzierungen gut zu machen.

Die Organisatoren hatten sich spontan noch eine weitere Hürde einfallen lassen. In La Villa wurde eine zusätzliche, rund 360 m lange Bergprüfung abgenommen. Einige Abschnitte dieser knackigen Steigung waren 19 Prozent steil.

Immerhin: Das Wetter machte es den Athleten nicht noch zusätzlich schwer. Beim Start um 6.30 Uhr in der Frühe zeigte das Thermometer bereits milde zehn Grad. Regen setzte erst gegen Mittag ein, als Kowalke schon wieder im Ziel war. Mit seiner Fahrzeit von 5:23 Stunden bei durchschnittlich 25,63 km/h stand letztlich Rang 61 zu Buche. „Im Hinblick auf Zürich stimmte alles. Ich bin mir sicher, dass ich dort die nötige Ausdauer haben werde“, fiel Kowalkes Fazit trotz des komplizierten Rennverlaufs positiv aus.

Janic Hahne aus Nachrodt-Wiblingwerde ging erstmals in den Dolomiten an den Start – allerdings über die kurze Strecke von 55 km. Mit einer Fahrzeit von 3:45 schloss er auf Rang 26 ab. - Von Christian Müller

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare