Jens-Christian Brockmann mit Platz 16 zufrieden

Jens-Christian Brockmann (Foto) und sein Teampartner Paul Sicking waren mit ihrem Abschneiden bei der „Tour Transalp“ zufrieden.

WIBLINGWERDE -  „Willkommen daheim. Auf der Piazza Tre Novembre an der Stiftskirche Collegiata di S. Maria Assunta in Arco ist das Werk vollbracht. Wenn sich wildfremde Menschen – sofern man sich nach sieben Tagen Radrennen in den Alpen noch fremd sein kann – in den Armen liegen, wenn sich bei erwachsenen Männern die Schleusen öffnen und Tränen fließen, dann ist Finale bei der Schwalbe-Tour-Transalp.“

So heißt es auf der Internetseite des Veranstalters, der allen 1300 Finishern größten Respekt zollt, denn die 11. Auflage des Jedermannrennens über sieben Tage durch die Alpen war nicht nur aufgrund ihrer 800 Kilometer über zahlreiche Alpenpässe, sondern auch wegen ihrer widrigen Wetterbedingungen eine besondere Herausforderung.

Massenunterkunft und Wetter können nicht begeistern

So sah es auch der Wiblingwerder Jens-Christian Brockmann, der seine Premiere bei der „Tour Transalp“ feierte und mit seinem Teampartner Paul Sicking einen ausgezeichneten 16. Platz unter 663 Teams sowie Rang 10 bei den Herren (von 145) belegte – wir berichteten. „Das Wetter war schon extrem und auch die Massenunterkunft war sehr gewöhnungsbedürftig“, so der 31-Jährige, der mit Schlafsack, Isomatte und rund 200 weiteren Fahrern vornehmlich in Turnhallen übernachten musste. Ich kann mir durchaus vorstellen, nochmal mitzufahren, dann aber nur, wenn wir ein Hotel gesponsert bekommen. Das sind dann ganz andere Voraussetzungen. Unser Team Sonosan hatte ja versucht, Startplätze zu bekommen, aber die waren innerhalb weniger Minuten weg. Deshalb sind wir für das Team Schwalbe gestartet, die uns Plätze zur Verfügung gestellt haben. Aber eben keine Unterkunft“, sagt Brockmann, der mit dem Ergebnis ebenso wie sein Partner Paul Sicking unterm Strich zufrieden ist. „Die Ersten fahren ihr eigenes Rennen, das sind zum Teil Ex-Profis. Der Amateurbereich beginnt eigentlich erst ab Platz fünf“, so der heimische Radsportler, für den es zunächst besser lief als gedacht, ehe ausgerechnet auf der Königsetappe mit dem Stilfserjoch der Einbruch kam. „Das war schon die eindrucksvollste Etappe, bei der ich auch alle Pässe kannte. Schade, dass es mir ausgerechnet dort so schlecht ging“, erinnert sich Brockmann, der sich an diesem Tag wegen einer Unterzuckerung mächtig quälen musste. Ebenfalls in besonderer Erinnerung geblieben ist ihm der Passo Mortirolo (1870 m) mit Steigungen zwischen 10 und 18 Prozent. Brockmann: „Da gab es wirklich keine Erholungsstücke.“

Die letzte Etappe, die von Kaltern nach Arco über die Pässe Fai della Paganella und Passo del Ballino (103,50 Kilometer, 1625 Höhenmeter) führte, und die als einzige ohne Regen und Kälte auskam, legten Brockmann/Sicking in 2:48.39,6 Stunden zurück. Damit belegten sie auf dieser Etappe Platz 12 bei den Herren mit 6:21 Minuten Rückstand auf die Tagessieger Houben/van Damme (Belgien). Am Ende standen eine Gesamtzeit von 24:35.52,5 und ein Rückstand von 1:26.59 Stunde zu Buche.

Britta Kaufmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare