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Jannacks Paraden ebnen den Weg gegen ein Spenger Rumpfteam

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Von: Thomas Machatzke

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SGSH Spenge Innenblock Abwehr
Die neue Innenblock der 6:0-Abwehr: Bogdan Criciotoiu (links) und Tobias Schetters (rechts). © Cornelius Popovici

Die SGSH Dragons feierten im Heimspiel gegen den TuS Spenge einen 29:26-Sieg. Luca Jannack war Vater dieses Sieges gegen ein allerdings extrem gebeuteltes Gästeteam.

Halver – Die Gelegenheit war günstig – und die SGSH nutzte sie. Mit dem 29:26 (11:11)-Sieg gegen den TuS Spenge fuhr das Dmytruszynski-Team im ersten Spiel ohne Kapitän Florian Diehl am Samstagabend zwei ganz wichtige Zähler im Abstiegskampf ein und tankte mit dem Erfolg zudem eine gehörige Portion Mut. Mut, dass es auch ohne Diehl klappen kann. „Gemeinsam sind wir stark!“ – mit diesem Transparent hatte das Team vor der Partie den Anhang begrüßt. Viel Pathos und Symbolik, denen das SGSH-Ensemble indes auch einen starken Auftritt folgen ließ.

Zur Wahrheit des Tages gehörte allerdings auch, dass der Gast weitaus größere Personalprobleme als die SGSH hatte. Im Abschlusstraining hatte sich Zwei-Meter-Hüne Maximilian Schüttemeyer einen Mittelhandbruch zugezogen. Spielmacher Fabian Breuer musste krank passen. Sebastian Reinsch, sonst Torjäger vom Dienst, hatte sich zuletzt gegen LIT 1912 II verletzt. Dazu kamen auf der Verletztenliste Justus Aufderheide, René Wolff und mit Bjarne Schulz der gefährlichste Rückraumspieler. In der Not kam der TuS mit zwei A-Junioren und reaktivierte Christoph Harbert und Teammanager Marcel Ortjohann.

Das Schwergewicht der Liga war so kein Schwergewicht mehr. Die SGSH, bei der sich Schetters, König (beide krank) und Gipperich (im Training umgeknickt) fit gemeldet hatten, wusste das und legte gut los. Dank der Paraden eines über 60 Minuten herausragenden Luca Jannack gelang ein 3:0- und 4:1-Blitzstart. Die neue 6:0-Abwehr der Gastgeber mit Criciotoiu und Schetters im Innenblock stand zunächst gut. Vorne spielte der Gastgeber seine Konzepte geduldig auf den Punkt.

Jannacks Paraden ebnen den Weg gegen ein Spenger Rumpfteam

Es war ein guter Vortrag, auch wenn die SGSH mit zunehmender Spieldauer mehr Probleme mit Nils van Zütphen und Kreisläufer Oliver Tesch bekam. Mit den ersten Wechseln in der Offensive (Molz für Börner, Criciotoiu für Gipperich) lief es offensiv nicht mehr so rund. Beim 11:11 (25., Gräfe) glich der TuS erstmals wieder aus. Danach folgten fünf Minuten, in denen sich Luca Jannack und Bastian Räber ein Torwartduell auf höchstem Niveau lieferten. Mit dem 11:11 ging es so in die Pause – die Spenger hatten es fünfmal versäumt, zum ersten Mal in Führung zu gehen.

SGSH Spenge Jannack Sieg
Bester SGSH-Akteur des Abends: Luca Jannack. © Cornelius Popovici

Das wirkte nach. Der Start in die zweite Hälfte wurde eine Kopie des Starts in den ersten Durchgang: Jannack stark, Abwehr konzentriert, Angriff diszipliniert und zielstrebig. So wurde aus dem 11:11 diesmal sogar ein 17:12 (38.). Die SGSH war auf Kurs und sollte von diesem nun auch nicht mehr abkommen. Auch wenn die Holtmann-Schützlinge eine tolle Moral zeigten und nie aufsteckten, ließ die SGSH den Gast nie mehr näher als beim 23:20 (48.) herankommen. Eine Auszeit und ein 4:0-Lauf zum 27:20 (54.) räumten die letzten Zweifel am Sieg aus. Auch wenn die Spenger am Ende noch Ergebniskosmetik betrieben, war es letztlich ein souveräner und auch hochverdienter Erfolg für die Handballer der Dragons.

Die SGSH ist im Klassement nun sogar auf einen Punkt an die Handballer aus Spenge herangerückt, die mit elf Pluspunkten die zweite Tabellenhälfte anführen. Bei anhaltenden Personalproblemen könnten auch sie in der Form des Samstags womöglich wider Erwarten noch in den breiten Abstiegskampf (drei direkte Absteiger, ein Teilnehmer an der Abstiegsrelegation) geraten.

Die Statistik zum Spiel

SGSH: Luca Jannack, Hendrik Halfmann (bei einem Siebenmeter) – Tobias Schetters (7/1), Brian Gipperich (6), Vladislav Yorgow (4), Bogdan Criciotoiu (4), Christopher Börner (3), Erik Blaauw (3), Oliver Perey (2), Jan König, Finn Schnepper, Kai Lüsebrink, Kevin Plate, Jonas Molz, Denyz Nikulichev, Nico Jannack

TuS: Bastian Räber, Kevin Becker – Nils van Zütphen (7), Oliver Tesch (5), Vincent Hofmann (4), Gordon Gräfe (3), William Schlaeger (2), Christoph Harbert (2), Leon Schulte (1), Marlon Hülf (1), Philipp Holtmann (1), Marcel Ortjohann, Kenneth Krüger

Schiedsrichter: Stefan Ahlgrimm und Christopher Backwinkel (Dortmund)

Zeitstrafen: SGSH 3 – TuS 2

Siebenmeter: SGSH 1/2 (verworfen Schetters – TuS 4/5 (verworfen Schlaeger)

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