Große Vorfreude auf einen ganz besonderen Fußballnachmittag

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Der Großteil der KSC-Traditionsmannschaft: Torwart Dirk Richau, Roland Golombeck, Carsten Gürtler, Andreas Roß, Hans Gerd Schulte, Martin Liedtke, Helmut Kühn, Thorsten Lorenz, Tim Tenhumberg, Ciprian Alexandru (hintere Reihe, von links), Olaf Kewitsch, Uwe Hartmann, Heinz Kraft, Co-Trainer Freddy Zirnsack, Torwart Hans-Peter Kittner, Thomas Brock, Heinz Lembcke, Torsten Weimer (vordere Reihe, von links).

KIERSPE - Bereits seit Wochen herrscht beim Kiersper SC große Vorfreude auf einen wahrlich nicht alltäglichen Fußballnachmittag, den die heimischen Sportfans am amstag, 15. Juni, im Felderhof-Stadion erleben können. Dort findet dann nämlich unter dem Motto „75 Jahre Fußball in Kierspe“ eine Partie zwischen den Traditionsmannschaften des Kiersper SC und des FC Schalke 04 statt, Anstoß ist um 15 Uhr.

Ebenfalls bereits seit Wochen trainiert der KSC-Kader, zu dem zum wesentlichen Teil Spieler zählen, die vor 18 Jahren mit dem Club vom Felderhof den Einzug in die Landesliga bejubelten.

Allerdings haben die Volmestädter derzeit zwei verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen: Uwe Blumenschein und Torsten Weimer, die ebenfalls beide zum Aufstiegsteam von 1995 gehörten, laborieren jeweils an Muskelfaserrissen. Blumenschein muss am Samstag definitiv passen, hinter Weimers Einsatz steht ein dickes Fragezeiches. Beide wollen es sich aber selbstverständlich nicht nehmen lassen, den Kick gegen die Schalker Ex-Profis zumindest vom Spielfeldrand aus zu verfolgen.

Erfolgscoach Germann an der Seitenlinie

Trainiert wird die Kiersper Mannschaft von dem früheren KSC-Erfolgscoach schlechthin: Klaus Germann führte die Blau-Roten zwischen 1979 und 1981 zunächst in die Bezirksliga und dann sogleich in die Landesliga. Hier holte der Verein 1985 unter seiner Regie den Vizemeistertitel – nie war ein KSC-Team besser platziert.

Unterstützt wird Germann von Freddy Zirnsack, einst erfolgreicher Mittelfeldakteur des KSC. Bitter für Zirnsack: Mitte April zog er sich abseits des Fußballfeldes einen Achillessehnenriss zu. Dennoch wird er am Samstag gemeinsam mit Germann an der Seitenlinie stehen. „Das ist für mich eine große Ehre. Klaus Germann ist hier eine Trainerlegende“, betont Freddy Zirnsack, für den die Partie gegen das S04-Traditionsteam noch einen zusätzlichen besonderen Reiz hat – schließlich ist er Fan von Borussia Dortmund.

Gemanagt wird die Schalker Traditionsmannschaft vom auch selbst mitkickenden Ex-Nationalspieler Matthias Herget. Welches Aufgebot Deutschlands einstiger Libero Nummer eins am Samstag aufbieten wird, steht derzeit noch nicht fest. Am Felderhof hofft man natürlich, dass S04-Urgesteine wie Rüdiger Abramczyk, Klaus Fischer, der Kultspieler „Yyyyyves“ Eigenrauch, Günter Schlipper oder auch Peter Sendscheid mit von der Partie sein werden.

Diese Hoffnung hat freilich auch Heinz Kraft, Organisator des Spiels. Der ehemalige Spieler, Trainer und 2. Vorsitzende des KSC hat den Kader gemeinsam Klaus Germann und Helmut Kühn, ebenfalls früherer Spieler und Coach der Blau-Roten, zusammengestellt.

„Hauptsache nicht zweistellig“

Dass die Volmestädter am Samstag die Rolle des klaren Außenseiter innehaben werden, versteht sich von selbst. „Hauptsache, wir verlieren nicht zweistellig“, sagt Heinz Kraft. Mit welcher Defensivtaktik die Kiersper, bei denen der Altersunterschied zwischen dem ältesten und jüngsten Akteur 34 Jahre beträgt (Heinz Lembcke ist 65, Tim Tenhumberg 31 Jahre alt), dieses Vorhaben in die Tat umsetzten wollen, steht jedenfalls bereits fest: Eine Viererkette will sich der Schalker Offensive entgegenstellen.

Der Samstag kann also kommen, nur Petrus sollte möglichst noch mitspielen. „Wir hoffen auf schönes Wetter und viele Zuschauer“, sagt Freddy Zirnsack.

Dominic Rieder

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