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Die Rückrunde als Vorbereitung auf die nächste Saison

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Von: Lars Schäfer

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Ismail Uzunoglu (TSV Werdohl)
Zu Saisonbeginn Spieler, seit Anfang November Trainer beim TSV Werdohl: Ismail Uzunoglu (links). © Carlo Cichowski

Für den TSV Werdohl ist die zweite Saisonhälfte in der Kreisliga A in gewisser Weise schon eine Vorbereitzung auf die nächste Spielzeit.

Werdohl – Mit einem Heimspiel gegen die Zweitvertretung der Lüdenscheider Rot-Weißen beginnt für den TSV Werdohl am Sonntag die Rückrunde in der Kreisliga A. Die große Frage lautet, welches Ziel die ambitioniert in die Saison gestarteten Altenmühle-Kicker in der zweiten Saisonhälfte verfolgen. Mit dem Titelkampf dürfte der Tabellenvierte angesichts von satten elf Zählern Rückstand auf Primus RSV Meinerzhagen II wohl nichts mehr zu tun haben.

Das sieht Ismail Uzunoglu ganz genauso. Der TSV-Trainer hatte sowieso nicht wirklich verstanden, warum vor der Saison die Meisterschaft und der Bezirksliga-Aufstieg als Saisonziel herausposaunt worden waren. „Da hat man sich getäuscht. Klar: Die Euphorie war da, aber wenn man ganz ehrlich ist, hat im letzten Sommer eine richtige Vorbereitung auf die Saison nicht stattgefunden. Da wurde Vieles schöngeredet“, sagt der 36-Jährige, der zu Beginn der Saison Spieler war und nach der 1:7-Pleite am 10. Spieltag bei Türkiyemspor Plettenberg und der darauffolgenden Trennung von Trainer Eddi Fatnassi Anfang November dann den Trainerposten übernommen hatte.

In einigen Spielen habe die individuelle Klasse, über die der TSV ohne Zweifel verfügt, den Unterschied gemacht. In anderen Spielen aber habe man gemerkt, dass das Team nach rund einer Stunde Spielzeit körperlich nachgelassen habe, weil schlichtweg die Fitness gefehlt habe. Uzunoglu bringt es daher auf den Punkt: „Die Trainingsbeteiligung in der Hinrunde war definitiv mangelhaft.“

Und genau an diesem Punkt hat „Isi“ zusammen mit Co-Trainer Necip Civelek den Hebel angesetzt. Mehr Trainingsbeteiligung, mehr Fitness, mehr Spaß. Daher nennt Uzunoglus auf die Frage nach einem Ziel für die Rückrunde auch keinen konkreten Tabellenplatz, sondern ganz andere Dinge. „Natürlich wollen wir so erfolgreich wie möglich sein. Aber ganz wichtig ist, dass wir einen guten Trainingsbetrieb haben, wir Spaß haben und guten Fußball zeigen. Für mich ist die Rückrunde auch eine Art Vorbereitung auf die nächste Saison“, so Uzunoglu, der sich beim TSV grundsätzlich wohl fühlt, noch aber nicht für die Saison 22/23 zugesagt hat. „Ich möchte abwarten, wie sich das Ganze in der Rückrunde entwickelt“, sagt „Isi“, der zudem darauf hofft, dass gestandene Führungsspieler wie Faruk Cakmak oder Ömer Sönmez dem Verein ebenso wie die vielen jungen Akteure erhalten bleiben.

In der Winterpause hat es Veränderungen im Aufgebot des TSV gegeben. Mit Dario Loggia, Emirkaan Yüksel, Koray Ucar und Torhüter Mertcan Erol sind vier Spieler vom Stadtnachbarn FSV gekommen. Außerdem haben die Werdohler, bei denen sich Tufan Kirci und Ufuk Öztürk nach einem halben Jahr wieder in Richtung TuS Neuenrade verabschiedeten, Volkan Öztürk vom TSV Oestertal sowie Torjäger Sahin Cakmak vom SC Plettenberg geholt. Außerdem zog das Duo Uzunoglu/Civelek vier Spieler aus der eigenen Zweit- bzw. Drittvertretung im Winter hoch in den nun breiter aufgestellten A-Liga-Kader.

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