Eishockey

Roosters beklagen Verletzungen

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Mit den Roosters in Wolfsburg: Jake Weidner.

Iserlohn – Pressegespräche am Seilersee haben in diesen Tagen ein wenig den Charakter eines medizinischen Bulletins. Eine Woche vor dem Saisonstart der Iserlohn Roosters ist eine der maßgeblichen Hoffnungen von Christian Hommel nicht mehr realisierbar: gesund in die kommende Saison zu starten.

„Ich bin tatsächlich mit vielen Dingen sehr zufrieden, aber die gesundheitliche Komponente gehört nicht dazu“, sagt Hommel. Er kann in nur einer Personalie Entwarnung geben, bei Dieter Orendorz. „Dank der guten Arbeit unseres medizinischen Stabes und ganz viel Therapie kann er am Freitag im letzten Test mit dabei sein“, bestätigt auch Cheftrainer Jason O´Leary.

Die Roosters treffen im letzten Test um 19.30 Uhr am Seilersee auf die ebenfalls in großen Teilen neu zusammengestellte Mannschaft der Grizzlys aus Wolfsburg. Orendorz klagte am vergangenen Wochenende in Heerenveen über Knieprobleme, deshalb hatte man ihn vorsichtshalber nicht mehr eingesetzt und gleich mit den Behandlungen begonnen. Auch Mike Halmo könnte zum Saisonstart mit dabei sein, bestätigt Hommel. Zwar stand der Stürmer seit seiner Oberkörperverletzung noch nicht wieder auf dem Eis, die Reha scheint aber im Zeitplan zu sein, was man von Daine Todd und Marko Friedrich offensichtlich nicht behaupten kann.

„Wir hoffen, gehen aber eher davon aus, dass beide noch einige Wochen bis zur Rückkehr in den Kader brauchen“, betont Hommel. Todd selbst ist zwar nicht optimistisch, hat aber schon wieder mit dem Krafttraining begonnen, will es bald auf dem Eis versuchen. Unmissverständlich machen die Coaches deutlich, dass der Ausfall von Friedrich keinen Einfluss auf dessen Chancen hat, zum Mannschaftskapitän gewählt zu werden. „Eine Verletzung ist kein Argument, um einen Spieler nicht zum Kapitän zu machen. Das gehört einfach zum Sport. Marko genießt viel Respekt in der Kabine und in dieser Stadt. Nur das ist wichtig“, macht O´Leary deutlich.

Für ihn gilt in dieser Woche auch die Maßgabe, dass nur die Konzentration auf die eigene Mannschaft im Test gegen Wolfsburg echte Priorität genießt. „Wir sind noch immer in einer Experimentierphase. Das ist bei einer komplett neuen Mannschaft und einem komplett neuen Trainerstab nun mal so. Wir werden diesen Status noch ein wenig mit uns herumtragen.“

Selbstverständlich haben die drei Coaches auch Wolfsburg unter die Lupe genommen, aber mehr als ein paar Anpassungen sind aktuell noch nicht gefragt. Im Tor werden sich am Abend Andy Jenike und Anthony Peters die letzte Testpartie teilen. Jeder bekommt 30 Minuten Eiszeit. „Bislang sind wir mit beiden Goalies sehr zufrieden und sehen von ihnen das, was wir vorab erwartet haben“, erklärt Torwarttrainer Anders Palm.

Eine schwere Entscheidung gilt es bei Angreifer Davis Koch zu treffen, denn nach dem heutigen Match werden die Trainer mit Christian Hommel entscheiden, ob der Nachwuchsmann bleiben darf und aus seinem Probevertrag ein festes Engagement wird – vorausgesetzt er würde einen deutschen Pass bekommen. Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist? Jason O´Leary brachte es mit ein paar Worten auf den Punkt: „Wir brauchen gerade Spieler!“

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