Sensation an der Elbe

Lange der gefeierte Roosters-Held in Hamburg

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Brent Raedeke (Mitte) gelang der wichtige vierte Treffer, als er die Scheibe nach Raymonds Schuss abfälschte. Wenig später kassierte er die einzige Zeitstrafe der disziplinierten Roosters.

HAMBURG -  Vorteil Roosters: Dank eines 4:3 (1:0, 2:2, 1:1)-Erfolges bei den favorisierten Hamburg Freezers sicherte sich die Iserlohner in der „best of seven“-Serie des Playoff-Viertelfinales nach Siegen die 2:1-Führung und können am Sonntag (14.30 Uhr, Eishalle Seilersee, ausverkauft) einen Satzball gegen die Hansestädter verwandeln.

Von Mirko Heintz

Tolles Blockspiel und mehr noch der überragende Lange waren die Erfolgsgaranten. Die Roosters starteten traumhaft: Nach 3:58 Minuten zappelte die Scheibe zum ersten Mal im Kasten von Sébastien Caron. Frosch Schuss über die Latte prallte so zielgesteuert von der Bande an den rechten Pfosten zurück, dass Foster den Puck an Caron vorbei über die Linie bringen konnte. Auch im weiteren Verlauf der zwanzig Auftaktminuten waren die Roosters gleichwertig. Noch zweimal Foster und einmal Raedeke prüften Caron. Der Franko-Kanadier ließ allerdings kein Tor mehr zu. Erst ab der 13. Minute entwickelte der Gastgeber Überlegenheit. Vier Wechsel lang schnürten die „Kühlschränke“ den IEC in der Defensivzone ein, agierten die Sauerländer mit dem überragenden Lange zwischen den Pfosten aber souverän und abgeklärt. Vor allem diszipliniert, gerade einmal drei Zeitstrafen (eine für den Gast) fielen in den 60 Minuten an. Einmal mehr funktionierten Defensivtaktik und Konterspiel.

Unaufmerksame Momente zu Beginn des Mitteldrittels aber raubten dem IEC die Führung: Schon 11 Sekunden nach Wiederbeginn jubelten die Gastgeber. Bei David Wolfs Aktion aus kurzer Distanz hatte Lange keine Chance. Anschließend waren die Freezers das bessere Team, verbrachten viel Zeit in der Defensivzone der Roosters. Dass die Blau-Weißen dennoch mit einer erneuten Führung aus dem Mitteldrittel gehen sollten, war insbesondere Brodie Dupont zu verdanken. Den hatte Pasanen in die erste Reihe zu Sertich und M. Wolf beordert und der brachte in der 35. Minute den Puck in den Lauf von Sertich, der Caron keine Chance ließ 2:1. Allerdings: Hamburg bewies Selbstbewusstsein, und glich nur 43 Sekunden später durch Festerling aus. Bestand sollte aber auch das 2:2 nicht haben. Im Gegenteil, 25 Sekunden nach dem Ausgleich schob Dupont im Slot die Scheibe durch die Beine Carons – 3:2 vor dem letzten Drittel.

Und die Roosters legten nach: Brent Raedeke fälschte einen Raymond-Schuss mit der Rückhand ab, 4:2. Zwar war die Stimmung in der O2-Arena zunächst dahin, doch dann weckte David Wolf die Hamburger Fans mit seinem zweiten Treffer in der 50. Minute wieder: 3:4. Hochdramatisch die Schlussphase, in der Lange gegen Oppenheimer und Wolf Tore verhinderte. Die Freezers riskierten alles, holten Goalie Caron für die letzten 100 Sekunden vom Eis. Doch die Sauerländer verteidigten mit Leidenschaft, und als Orendorz einen Wolf-Schuss noch abblockte, war der Gast durch.

Freezers: Caron – Schmidt – Roy; Schubert, Westcott; Ejdepalm, Bettauer: Lavallée – Festerling, Wolf, Flaake; Madsen, Pettinger, Mitchell; Dupuis, Jakobsen, Oppenheimer; Möchel, Krämmer, Cabana

Roosters: Lange – Raymond, Brennan; Danielsmeier, Kopitz; Orendorz, Teubert – Sertich, Wolf, Dupont; Raedeke, Macek, Mulock; Foster, Giuliano, Frosch; Fischhaber, Hommel, Gödtel

Schiedsrichter: Piechaczek (Finning), Schukies (Herne)

Tore: 0:1 (03:58) Foster (Frosch, Giuliano), 1:1 (20:11) Wolf (Flaake, Roy), 1:2 (34:56) Sertich (Dupont), 2:2 (35:43) Festerling (Flaake, Wolf), 2:3 (36:08) Dupont (Sertich, Wolf), 2:4 (46.12) Raedeke (Raymond, Mulock), 3:4 (49.23) D. Wolf (Schmidt, Flaake)

Strafminuten: Freezers: 4 – Roosters: 2

Zuschauer: 12 800

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