Leidenschaftliche Roosters erzwingen sechstes Spiel

+
Jubel am Seilersee: Mit einer leidenschaftlichen Vorstellung bissen sich die Roosters zurück in die Serie, gewannen verdient mit 4:2 gegen die Ice Tigers und erzwangen somit ein sechstes Spiel am Samstag in Nürnberg.

Iserlohn - Der erste „Matchpuck“ ist abgewehrt, die Serie noch längst nicht entschieden: Leidenschaftlich kämpfende Iserlohn Roosters setzten sich am Donnerstagabend im Hexenkessel am Seilersee mit 4:2 (2:1, 0:0, 2:1) gegen die Nürnberg Ice Tigers durch.

Damit verkürzten die Roosters in der Playoff-Viertelfinalserie der Deutschen Eishockey Liga auf 2:3 und erzwangen ein sechstes Spiel bei den Franken am Samstag (17.30 Uhr). Die Hoffnung auf den Ausgleich in der Serie und damit auf ein entscheidendes siebtes Match am Ostermontag in Iserlohn keimt nach diesem packenden Hockeyabend weiter.

Das Auftaktdrittel hatte nur einen Schönheitsfehler. Der passierte 34 Sekunden vor Ende, zwei Sekunden vor Ablauf des ersten Unterzahlspiels von Marko Friedrich. Ehliz stieß schnell an den linken Pfosten vor, nutzte den Pass Segals gnadenlos zum 2:1-Anschlusstreffer, da alle Iserlohner die Blicke auf die Scheibe gerichtet hatten, den Gegenspieler abseits aber nicht verfolgten. Die restlichen 19:26 Sekunden aber waren das Iserlohner Playoff-Hockey, das sich die Fans am Seilersee nach zuletzt drei deutlichen Pleiten so sehr gewünscht hatten. Anders als angekündigt hatte Pasanen alle Sturmformationen umgestellt und Macek zu York und Blank, Dupont zu Caporusso und Jaspers beordert. Damit hatte er es nicht nur geschafft, Aufbruchsstimmung mit Intensität und Geschwindigkeit zu generieren, sondern auch die Produktionsquote aller Formationen deutlich zu erhöhen.

Die Roosters sorgten mit guten Checks für Stimmung auf den Rängen und tankten so auch Selbstvertrauen, kamen immer besser ins Spiel, standen hinten gut und brachten viele Schüsse auf den Kasten von Beskorowany. Aus Schüssen resultierten auch die beiden Treffer des IEC binnen 66 Sekunden (11./12.). Erst hämmerte Dupont die Scheibe nach tollem Pass von Teubert über die Linie, anschließend nutzte York den Abpraller nach einem Schuss von Sylvester zum 2:0 im Powerplay. Es war ein perfektes Drittel, ein starkes Comeback, wenn da eben nicht die letzte Minute gewesen wäre.

Weitere Treffer fielen im Mittelabschnitt nicht, allerdings erarbeiteten sich die Ice Tigers etwas größere Spielanteile in der Iserlohner Defensivzone. Anbrennen wollte nichts, auch wenn Reinprecht vier Minuten vor Drittelende den Außenpfosten des Iserlohner Kastens und damit nach einem Lattenkracher im ersten Abschnitt zum zweiten Mal Metall traf. In dieser und zwei, drei weiteren Situationen agierte die „Box“ rund um das Iserlohner Tor vielleicht einen Hauch zu passiv, stand zu tief in der eigenen Zone. Offensiv vergaben die Sauerländer trotz Chancen zwei Überzahlmöglichkeiten, erarbeiteten sich aber weiter gute Gelegenheiten. Beskorowany im Tor der Gäste aber ließ nichts anbrennen, agierte genauso ruhig und abgeklärt wie Lange auf der anderen Seite.

Die Iserlohner Intensität blieb genauso hoch wie zu Beginn, gleichzeitig erarbeiteten sie sich das Scheibenglück, das alle in den letzten drei Partien so vermisst hatten. Spannende zwanzig Minuten aber lagen noch vor dem ausverkauften Tollhaus am Seilersee, in dem die blau-weiße Anhängerschaft alles gab, um das Team zu unterstützen.

Die Fans arbeiteten für die Mannschaft, im Team jeder für seinen Mitspieler. Dieser Elan sprang über. Auch deshalb, weil Boris Blank schon nach 161 Sekunden im Schlussdrittel zum 3:1 traf. Seine harte Arbeit und erneut die geniale Vorarbeit des fleißigen Mike York sorgte für die Vorentscheidung. Obwohl Nürnberg 4:32 Minuten vor Ende noch zum Anschlusstreffer kam, dominierten die Iserlohner Gegner und Spiel und trafen in der Schlusssekunde durch Caporusso ins leere Tor – 4:2. Und die Roosters sind wieder dick im Geschäft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare