Serie vorerst gedreht: Roosters unterliegen mit 1:4

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Harte Bauchlandung für die Roosters: Die Iserlohner verloren Spiel drei des Playoff-Viertelfinals gegen die Ice Tigers und laufen in der Serie nun einem 1:2-Rückstand hinterher.

Iserlohn - Die Serie ist vorerst gedreht, der Heimvorteil dahin: Mit 1:4 (0:1, 1:1, 0:2) unterlagen die Iserlohn Roosters trotz einer ordentlichen Leistung in Spiel drei des Playoff-Viertelfinals der deutschen Eishockey Liga auf eigenem Eis den Thomas Sabo Ice Tigers und laufen in der Best-of-seven-Serie nun einem 1:2-Rückstand hinterher.

Hauptgrund für die zweite Niederlage in Folge war die Fehlerquote, die am Sonntag einfach zu groß war. Schon am Dienstagabend geht es in Nürnberg weiter.

So intensiv wie der Auftaktabschnitt in Spiel drei war noch kein Drittel in der Playoff-Serie zwischen beiden Teams. Körperlich intensiv geführt, wogte das Match hin und her, suchten die Roosters zu oft den spielerischen Abschluss, Nürnberg agierte direkter, führte allerdings nicht deshalb nach 20 Minuten mit 1:0. 

Nach einem Angriff der Sauerländer starteten die Gäste einen Konter, an dessen Ende Segal einen Reinprecht-Schuss unhaltbar für Chet Pickard zwischen den Iserlohner Pfosten abfälschte. Mehr als zwei weitere gefährliche Offensivmomente waren den Franken nicht vergönnt. 

Highlights der Partie im Video bei laola1.tv

Dafür standen sie in der Defensive bärenstark, machten die „Box“ rund um das Tor ihres Goalies Tyler Beskorowany unglaublich eng und durchkreuzten so immer wieder das Kombinationsspiel der Blau-Weißen. Auch in ihren beiden Powerplay-Gelegenheiten fand das Pasanen-Team solide den Weg ins gegnerische Drittel, vor dem Kasten aber waren die Räume so eng, dass ein Passspiel unmöglich war.

Unfair war Oblingers Crosscheck gegen Ross. Oblinger blieb ungestraft, Ross musste ins Krankenhaus. Eine Diagnose gibt es noch nicht.

Der Start ins Mitteldrittel hätte für die Sauerländer bitterer kaum sein können. Nach 22 Sekunden stellten die Nürnberger nach einem Reinprecht-Treffer zum Abschluss einer 3:2-Kontersituation auf 0:2. 

Gleich nach diesem Tor checkte Dupont Pfleger hinter dem Nürnberger Tor, kassierte dafür eine Spieldauer. Fünf Minuten mussten die Blau-Weißen überstehen, schafften das genauso bravourös wie in den zwei Unterzahlsituationen anschließend, als Sylvester und Macek wegen Stockfouls auf die Strafbank gingen. 

Nachdem dann der Anschlusstreffer im einzigen IEC-Powerplay ausblieb, hatten sich die Fans eigentlich schon mit der „Null“ abgefunden. Eine gute Pass-Stafette von Friedrich auf Lavallée setzte dann aber noch Sylvester in Szene, der die Scheibe unter die Latte knallte – 1:2 kurz vor Drittelende. Und der Seilersee bebte.

Das Engagement, das das Pasanen-Team in der Schlussphase des Mittelabschnitts auszeichnete, brachte es auch nach Wiederbeginn aufs Eis. Angriff auf Angriff fuhren die Roosters in Richtung des Nürnberger Tores, Sylvester und Bassen hatten den Ausgleich auf den Schlägern, scheiterten aber an Beskorowany. Dann überstand das Team eine weitere Unterzahl, Jaspers bekam mit Rückkehr die Konterchance, aber auch die konnte der Nürnberger Goalie vereiteln.

Die 50. Minute: Noch einmal standen die Sauerländer mit einem Mann mehr auf dem Eis, versuchten den 2:2-Ausgleich zu erzielen, als Möchel nach einem Turnover durchstartete und die Scheibe durch die Schoner von Pickard im Tor unterbrachte. Das 3:1 für die Ice Tigers war die Vorentscheidung. Zwar versuchten York und Co. alles, spätestens Steckels nächster Konter aber erstickte die Hoffnung endgültig.

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