Roosters scheitern an sich und Keeper Pätzold

Richard Jares traf für die Roosters zum 1:1-Ausgleich.

ISERLOHN - Auch wenn es langweilig wird, auch am Freitag galt: Obwohl die Iserlohn Roosters über weite Strecken des Matches gegen Schwenningen die bessere Mannschaft waren, gingen sie mit 3:5 Treffern als Verlierer vom Eis. Grund dafür waren

Schwächen in der Defensive und Goalie Dimitri Pätzold, der die Sauerländer mit seiner guten Leistung zur Verzweiflung brachte. Es war keine gute Visitenkarte für das Sonntags-Gastspiel beim Spitzenreiter Kölner Haie (14.30 Uhr/Lanxess-Arena).

Schon nach 178 Sekunden und einem unnötigen Deckungsfehler lagen die Roosters 0:1 hinten. Petersen, Top-Torschütze des Liga-Neulings, hatte die Lücke gefunden. Diesen knappen Vorsprung aber sollten die Schwarzwälder nur 53 Sekunden verteidigen können, dann traf Verteidiger Jares nach einem schönen Zuspiel von Mike York zum 1:1 (4.). War es bis zur 10. Minute ein ausgeglichenes Spiel, veränderten sich anschließend die Kräfteverhältnisse grundlegend. Der IEC spielte Powerplay bei Fünf gegen Fünf, verpasste es aber, eine der zahlreichen guten Gelegenheiten, die Wolf, York, Raedeke oder Mulock hatten, in eine Führung umzumünzen. Anders Schwenningen: Aus dem Nichts machte Beechey das 1:2 (16.), auch weil Langes Stellungsspiel nicht optimal war.

So hütete ab dem zweiten Drittel auch der Schwede Erik Ersberg den Kasten. Auf Unterstützung seiner Vorderleute konnte er in den ersten Minuten allerdings nicht zählen. Als die Schwenninger die dritte Chance im Mittelabschnitt nach nur 112 Sekunden durch Granath zum 1:3 nutzen, kehrte die Nervosität der Roosters zurück. Umso bemerkenswerter war es, dass es das Pasanen-Team schaffte, sich an der eigenen Arbeit und den kleinen Erfolgen wieder aufzubauen. Wie schon in den ersten 20 Minuten war es ein überstandenes Unterzahlspiel, das den Blau-Weißen die Tür zum Tor öffnete. Nach unzähligen Gelegenheiten hatte York das Glück, dass ein Puck nahe des Schwenninger Torraums unbeachtet von der Verteidigung liegenblieb – 2:3 (35.).

Nach Yorks Ausgleich zum 3:3 nach 78 Sekunden im Schlussdrittel schien ein Heimsieg wieder drin. Weil sich Schwenningen aber mit aller Kraft gegen die Iserlohner Angriffe stemmte, ließ die Vorentscheidung auf sich warten. Frosch, York und Macek per Pfostenschuss verpassten die besten Gelegenheiten zum Siegtreffer. Stattdessen folgte der Konter zum vorentscheidenden 3:4 (52.). Dann wurde es unschön. Kurz vor Schluss eskalierte die Partie, und die Fans warfen unzählige Gegenstände auf das Eis, um ihrem Unmut gegenüber den Schiedsrichtern Schukies und Fischer Luft zu machten. Dann traf Schwenningen durch Ramsey noch ins leere Iserlohner Tor zum 3:5-Endstand.

Roosters: Lange, Ersberg (ab 20:01) – Brennan, Jares; Orendorz, Danielsmeier; Teubert, Raymond; Kopitz – Sertich, Macek, Mulock; Foster, Frosch, Giuliano; York, Wolf, Raedeke; Fischhaber, Kahle, Hommel

Wild Wings: Pätzold – Goc, Wilhelm; Wishart, Dück; Granath, Borzecki; Dronia – Green, Petersen, Ramsay; Beechey, Johnson, Hacker; Rodman, Sulkovsky; Pielmeier, Sacher, Gelke

Schiedsrichter: Fischer (Osterode), Schukies (Herne)

Tore: 0:1 (02:58) Petersen (Ramsay), 1:1 (03:51) Jares (Raedeke, York), 1:2 (15:42) Beechey (Hacker, Johnson), 1:3 (21:52) Granath, 2:3 (34:18) York (Raedeke), 3:3 (41:18) York (Raedeke, Raymond), 3:4 (51:42) Ramsey (Petersen, Green), 3:5 (59:43) Ramsay

Strafminuten: Roosters 8; Wild Wings 13 + Spieldauer (Beechey) – Zuschauer: 3604

von Mirko Heintz

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