Becherwerfer erhalten Hallenverbot am Seilersee

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Begeisterung auf den Rängen wie am Dienstagabend wünschen sich die Iserlohn Roosters, Becherwerfer aber sollen aus der Halle verbannt werden.

Iserlohn -  Spiel vier der Viertelfinalserie zwischen den Iserlohn Roosters und dem ERC Ingolstadt ist seit Dienstagabend Geschichte, Spiel zwei vom vergangenen Freitagabend aber hat ein Nachspiel.

Denn in dem ersten Duell war im „Gasthaus“ am Seilersee nicht nur der Schweiß geflossen, sondern auch reichlich Bier. Und zwar auf die Bank und die Cracks der Panther aus Ingolstadt. Zu sehen war der Aussetzer einiger Iserlohner Becherwerfer auch live und in Farbe im deutschen Fernsehen, weil DEL-Partner ServusTV das Spiel bekanntlich in die Wohnzimmer übermittelte.

Die Deutsche Eishockey Liga hat nach diesen unschönen Vorkommnissen noch keine Strafmaßnahmen veröffentlicht, stellte allerdings das zweite Heimspiel der Roosters am Dienstagabend bereits unter Aufsicht der Ligagesellschaft. Konsequenzen haben auch die Verantwortlichen der Roosters gezogen. Die Becherwerfer, die eindeutig identifiziert werden konnten, erlebten Spiel vier am Dienstag schon nicht mehr live in der Eissporthalle am Seilersee, mussten ihr Bier also anderswo verschütten. Gegen alle entlarvten Sünder verhängte der Klub ein Stadionverbot, das bis zum 31. Dezember Gültigkeit hat. Zudem werden die Iserlohn Roosters alle Becherwerfer auch in Regress nehmen. „Wir sind nicht bereit, eine eventuelle Strafe aus unserer Kasse zu zahlen. Ein Urteil des Verwaltungsgerichts Münster gibt uns die Möglichkeit zu reagieren – und das werden wir auch tun“, so IEC-Prokurist Bernd Schutzeigel.

Man habe Verständnis für den Konfettiregen zum Spielbeginn, werde aber jetzt und in Zukunft das Werfen von vollen oder halbleeren Bierbechern nicht akzeptieren. „Trifft so ein Becher einen anderen Menschen am Kopf, so ist das Körperverletzung und kann noch ganz andere Konsequenzen nach sich ziehen“, betonte Schutzeigel. Becherwerfer, die eindeutig identifiziert werden können, müssen zukünftig mit einem einjährigen Stadionverbot für die Eissporthalle am Seilersee sowie mit einer Geldstrafe in Höhe von mindestens 500 Euro rechnen.

„Diese Strafen haben nichts mit dem Ermittlungsverfahren der DEL zu tun, sondern werden unmittelbar von uns verhängt. Wir wollen unseren Ruf nicht durch solche Dinge ruinieren lassen. Wir haben viel Verständnis für Emotionen, aber nicht für gefährliche Aktionen, die die Gesundheit anderer Zuschauer oder von Mitarbeitern und Sportlern gefährden“, sagte Schutzeigel.

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