Schock in den Schlusssekunden

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Alexandre Grenier gelangen zwei Tore in den ersten fünf Minuten, am Ende aber unterlagen die Roosters mit 2:3. 

Iserlohn – Mit Rückkehrer Ryan O´Connor starteten die Roosters ins Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg – und standen am Ende als Verlierer da, machten freilich zwei Schiedsrichter-Fehlentscheidungen für das 2:3 (2:0, 0:1, 0:2) gegen die Wolfsburg Grizzlys verantwortlich.

Der Auftakt hätte nicht besser sein können. 24 Sekunden waren gespielt, als der Seilersee bebte: Grenier traf zum achten Mal in dieser Saison. Anschließend folgten ein Pfostenschuss und eine O´Connor-Möglichkeit – das alles bei unglaublich hohem Tempo der Roosters, die versuchten, die Verunsicherung des Gegners zu nutzen. Raymond hatte in der vierten Minute die nächste „Hundertprozentige“, bevor Aubin Orendorz foulte und die Roosters sechs Sekunden brauchten, um im Powerplay auf 2:0 zu erhöhen. Erneut versenkte Grenier die Scheibe im Kasten der Niedersachsen.

9:1-Schüsse standen nach acht Minuten für die Sauerländer zu Buche, als Höhenleitner die erste wirklich gefährliche Scheibe auf den Iserlohner Kasten brachte, die an den rechten Außenpfosten krachte. Anschließend wurde das Match Minute um Minute ausgeglichener, am Ergebnis aber änderte sich erst zu Beginn des Mittelabschnitts etwas.

86 Sekunden waren gespielt, als Pfohl die erste Chance zum Anschlusstor nutzte. Der Rückkehrer aus Köln stand im Slot frei, Petan gelang es nicht, ihn zu stören. Jenike hatte keine Chance die Scheibe noch zu erreichen. Im weiteren Verlauf bleib es ein erneut ausgeglichenes Match, in dem jede der beiden Mannschaften ihre Möglichkeiten hatte, die Torhüter aber Sieger blieben.

Das Schlussdrittel

Beide Mannschaften mühten sich in den letzten zwanzig Minuten, das Tempo hoch zu halten. Beide Defensivformationen machten einen sehr soliden Job, ließen ganz wenig zu. Problematisch für die Blau-Weißen waren eigentlich nur ihre Unterzahlmomente, aber es ging mit der knappen Führung in die Schlussminuten. In denen erhöhten die Grizzlys das Tempo, präsentierte sich aber gerade auch Andy Jenike als Turm in der Schlacht – bis 3:36 Minuten vor dem Ende. Dann schoss Bittner von der blauen Line und schlug verdeckt für Jenike im Tor ein. 78 Sekunden vor dem Ende dann die nächste Hinausstellung gegen die Sauerländer – quittiert von dutzenden Bierbechern, die aufs Eis flogen. Was war passiert? Ein Wolfsburger hatte Weiß im Grizzly-Drittel gefoult, die Strafe der Unparteiischen blieb aus. Im weiteren Verlauf geben Schrader/Hinterdobler eine höchst umstrittener Strafe gegen Jenike, Fernsehaufzeichnungen belegten die neue Fehlentscheidung. So hatte Wolfsburg Überzahl und machte den entscheidenden Siegtreffer durch Topscorer Rech in der vorletzten Sekunde.

Roosters: Jenike – Rumble, O´Connor; Raymond, Buschmann; Baxmann, Orendorz; Schmitz – Grenier, Halmo, Lautenschlager; Sutter, Petan, MacQueen; Weidner, Clarke, Fleischer; Weiß, Samanski, Dmitriev

Grizzlys: Brückmann – Bittner, Casto; Höhenleitner, Likens; Bergman, Jones; Nijenhuis – Festerling, Johannsson, Machacek; Pfohl, Fauser, Rech; Olimb, Lessio, Aubin; Möchel, Busch, Furchner

Schiedsrichter: Hinterdobler, Schrader

Tore: 1:0 (00:26) Grenier (Lautenschlager, Halmo), 2:0 (04:36) Grenier (O´Connor, MacQueen/5:4), 2:1 (21:26) Pfohl (Rech, Fauser), 2:3 (59:59) Rech

Strafminuten:  Roosters 8 – Grizzlys 6

Zuschauer: 3875

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