"Mannschaft soll sich ab jetzt ausschließlich auf den Sport konzentrieren!"

Roosters-Chef Brück: Bartman und Hommel haben Know-how und Standing

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Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters.

Iserlohn - Nach der Freistellung von Cheftrainer Rob Daum am Mittwoch geht der Blick bei den Iserlohn Roosters nach vorne. "Die Mannschaft soll sich ab jetzt ausschließlich auf den Sport konzentrieren", fordert Wolfgang Brück, der geschäftsführende Gesellschafter, in einem Interview, das der Verein auf seiner Homepage veröffentlicht hat. Wir fassen die wichtigsen Aussagen des Clubchefs hier zusammen.

Der elfte Tabellenplatz, den die Mannschaft aktuell mit sechs Punkten Rückstand auf Rang zehn einnehme, sei zwar kein Alarmzeichen, "aber ein Indiz, dass irgendwas nicht rund läuft", so Brück, der in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die eklatante Auswärtsschwäche - neun Niederlagen in neun Spielen (19:43 Tore/nur 2 Punkte) - hinwies.

"Ziel der Pause war es deshalb, uns in der Defensive zu verbessern, um dann andere Ergebnisse zu erzielen. Ich selbst war in Straubing, habe gesehen, dass das Spiel zwar nicht schlecht war, wir mit ein bisschen Glück sogar hätten gewinnen können, aber die Leistung am Sonntag gegen Wolfsburg war, so haben es mir viele gesagt, gefühlt eine Niederlage. Das hat mich zur Beurteilung geführt, dass sich daran wahrscheinlich nicht mehr viel ändern wird. Der Manager und ich sind in die weitere Analyse gegangen und haben die Entscheidung getroffen", so Brück.

Wolfgang Brück zusammen mit Manager Karsten Mende in der Roosters-Kabine

Der Rechtsanwalt aus Iserlohn dankt Daum für seine Verdienste um die Roosters. Konkret sagt er: "Was mir wichtig ist, ist zu differenzieren. Man muss zuerst den Menschen sehen und der Mensch Rob Daum ist aller Ehren wert, auch, wenn er ein Typ mit Ecken und Kanten ist und er vielleicht nicht immer ideal kommuniziert hat. Die andere Frage ist, wie sieht es mit dem sportlichen Erfolg aus? In diesem Punkt müssen sich alle bewerten lassen und da war die Bewertung eben nicht mehr so, wie wir uns das gewünscht hätten."

"Unterstützung der Fans hat auch nachgelassen"

Er habe sich positiv verdient gemacht um den Club, in seiner ersten Saison am Seilersee einen Punkteschnitt von rund 1,5 Zählern verbucht, was bemerkenswert sei. Außerdem habe er die Mannschaft in die Pre-Playoffs geführt, worauf man zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung nach der Trennung von Trainer Jari Pasanen nicht unbedingt habe wetten können. De facto aber müsse man nach jetzt nach vorne schauen. 

Brück redet Klartext: "Da wurde über die Torhütersituation geredet, über den Trainer. Aber man hat vergessen, dass zum Beispiel ein junger Spieler wie Lean Bergmann hervorragendes Eishockey gespielt hat. Das gilt auch für das Umfeld. Da wurde viel lamentiert, viel diskutiert, die Unterstützung der Fans hat auch ein bisschen, nachvollziehbar, nachgelassen. Also haben wir gesagt, die Mannschaft soll sich ab jetzt ausschließlich auf den Sport konzentrieren, die Torhüter sollen sich fokussieren, nicht jammern."

"Wer das nicht will, der soll sich bei mir melden"

Für ihn sei das Torwart-Thema durch. "Alle haben die Chancen ihren Anteil zu leisten, dass wir Erfolg haben. Das erwarten wir allerdings auch von allen Feldspielern. Es gab die klare Ansage, dass alle sich auf das einzulassen haben, was die Trainer sagen – und wer das nicht will, der soll sich bei mir melden."

Dabei hätten die jetzt zum Trainerduo "beförderten" Jamie Bartman und Christian Hommel das Vertrauen der Führungsriege: "Wir haben zwei gute Co-Trainer. Jamie ist schon lange im Verein, kennt die Organisation, die Strukturen. Beide wissen um die Vorstellung wie wir uns unser System erhoffen, um gut zu spielen. Es gilt allerdings die defensiven Strukturen besser hin zu bekommen. Das traut Karsten den beiden zu. Wir glauben, dass beide das Know-how und das Standing haben, die Mannschaft dahin zu führen, wo wir es gern hätten."

Hier gibt es das Interview in voller Länge

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