Eishockey

Mann für die Drecksarbeit verstärkt die Roosters

Trainer Iserlohn Roosters Jim Midgley und Jason O‘Leary
+
Jim Midgley (links) wird in der Saison 20/21 nicht mehr an der Seite von Jason O‘Leary stehen.

Iserlohn - Einen weiteren Neuzugang melden die Iserlohn Roosters. Es ist bereits der dritte mit einer Vergangenheit bei den Grizzyls Wolfsburg. Es gibt aber auch einen Spieler, der nicht mehr für die Sauerländer auflaufen wird. Und auch im Trainerstab gibt es eine Veränderung.

Assistenz-Trainer Jim Midgley gehört nicht länger zum Trainerstab der Iserlohn Roosters. Im LinkedIn-Profil des 42-jährigen Kanadiers aus Halifax ist zu lesen, dass die Zusammenarbeit mit den Roosters zu Ende gegangen ist. Midgley selbst gibt aktuell an, als Hockey Coach selbstständig zu sein. Auf Rückfrage wollten die Iserlohn Roosters diese Information nicht kommentieren.

Nicht alle bereit zum Gehaltsverzicht

Damit dürfte klar sein, dass Midgley zu denen gehört, die aufgrund des geforderten Gehaltsverzichtes der Sauerländer nicht an den Seilersee zurückkehren werden. Insgesamt sollen nach Informationen unserer Zeitung zwei bis drei Mitglieder des Kaders bzw. des Trainerstabs nicht bereit gewesen sein, auf mehr als 25 Prozent des vereinbarten Gehaltes zu verzichten. Die Sauerländer hatten sich nach Bekanntgabe ihrer Teilnahme an der neuen Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ausdrücklich auch bei ihren Spielern bedankt, dass sie mit einem erneuten Gehaltsverzicht die Teilnahme des Clubs erst möglich gemacht hätten. Midgley gehörte auch deshalb zum Trainerstab der Roosters, weil er gut mit Cheftrainer Jason O’Leary befreundet ist.

Daine Todd kehrt nicht zurück

Nicht mehr nach Iserlohn zurückkehren wird auch Daine Todd, dessen Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wird. „Daine Todd hatte in der vergangenen Saison mit Verletzungen zu kämpfen. Wir akzeptieren seine Entscheidung, auch wenn wir bedauern, dass sie so ausgefallen ist. Wir wünschen ihm und seiner jungen Familie alles Gute“, bedankt sich Christian Hommel, sportlicher Leiter der Sauerländer, bei Todd, kann aber gleichzeitig den nächsten Neuzugang bekannt geben.

Ein Verteidiger mit reichlich Erfahrung

Verteidiger Torsten Ankert (32) wechselt von den Krefeld Pinguinen, für die er jüngst noch viermal beim Magenta Sport-Cup auflief, zum 1. Dezember an den Seilersee. Ankert stand zwei Spielzeiten lang für die Pinguine auf dem Eis, zuletzt sogar als Kapitän. Zuvor spielte er für die Grizzlys Wolfsburg. Damit ist er neben Brent Aubin und Philip Riefers der dritte Neuzugang, der mit den Autostädtern 2017 die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft erreichte. Davor lief Ankert insgesamt 594-mal für die Kölner Haie auf, bringt die Erfahrung von 716 DEL-Spielen und 48 Einsätzen in der Nationalmannschaft mit ins Sauerland.

„Ich habe immer gern gegen und in Iserlohn gespielt und freue mich, hoffentlich bald diese tollen Fans im Rücken zu haben. Der Kontakt mit Christian kam kurzfristig zustande und dann ging es ganz schnell. Wir hatten tolle Gespräche und ich kann mich mit dem, was man in Iserlohn vorhat, voll identifizieren“, sagt Ankert. Christian Hommel, sportlicher Leiter der Sauerländer, weiß um den guten Ruf, der dem Roosters-Neuzugang vorauseilt: „Er war eigentlich in jedem Team immer einer der fittesten Spieler und ist eine absolute Führungspersönlichkeit. Auf dem Eis ist er äußerst stabil und zuverlässig und, im absolut positiven Sinne, Einer für die ‚Drecksarbeit‘ auf dem Eis.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare