Hauptrunden-Finale in Straubing

Roosters warten auf den Playoff-Gegner

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Alex Foster und die Iserlohn Roosters treten am Freitag zum abschließenden Spiel der DEL-Hauptrunde in Straubing an. Danach wissen die Iserlohner, auf welches Team sie in den Playoffs treffen.

ISERLOHN - Playoff-Träume – Playoff-Genuss. 52 Vorrundenspiele werden sich die Iserlohn Roosters am Freitagabend gegen 22 Uhr dafür abgestrampelt haben. Dass die Playoffs erreicht sind, steht zwar schon fest, zum Zelebrieren und Genießen aber bleibt zu wenig Zeit.

Wahrscheinlich nur 40 Stunden bleiben, um sich an das neue Gefühl zu gewöhnen, bis die Strapaze in München oder Ingolstadt weitergeht. Würden die Sauerländer auf die Eisbären Berlin treffen, wären es 29 Stunden mehr, denn dann würde die erste Partie nicht am Sonntag, sondern erst am Montagabend stattfinden. „So bleiben wir wenigstens im Rhythmus“, grinst Christian Hommel, der sich schon seit Wochen im Playoff-Modus befindet.

Sein Bart, das obligatorische äußere Zeichen der Endrundenteilnahme, sprießt aus Tradition seit Mitte Dezember. Natürlich ist es schade, dass man nicht ein wenig länger Zeit hat, diese Tage auch zu genießen.

Insbesondere in der Saison 2007/08, als die Sauerländer sich direkt für das Viertelfinale qualifizierten, hatte die Stimmung Zeit, sich zu entwickeln. Auf das Ende der Hauptrunde und den außergewöhnlichen fünften Platz von Maracle, Tapper, Wren und Cheftrainer Adduono folgte eine lange Pre-Playoff-Pause.

Die Medien überschlugen sich. Zum ersten Mal waren die Sauerländer auch für FAZ, Welt und die großen deutschen Nachrichtenagenturen von Interesse, mussten insbesondere ‘Hand & Handschuh’ – DEL-Topscorer Robert Hock und Torschützenkönig Michael Wolf – Interviews im Dutzend geben. Die Frankfurt Lions waren damals der Gegner: „Man liebte und man hasste sich, das waren besondere Tage“, erinnert sich Wolf bis heute.

Er war es damals, der im bis dato längsten Spiel der DEL-Geschichte, nachts um kurz vor Mitternacht in der dritten Verlängerung seine Mannschaft und tausende Fans erlöste. Nach 117:45 Minuten erzielte der Füssener den entscheidenden Treffer, glich zum 1:1 aus.

3:1 insgesamt führten die Sauerländer in der Best-of-seven-Serie, bevor Frankfurt, gegen die Rumpftruppe der Sauerländer kontinuierlich mit vier Reihen agierend, die Wende schaffte. 4:1 führten die Hessen im siebten und entscheidenden Spiel an einem Sonntagnachmittag in Frankfurt, bevor die Roosters sich auf 3:4 herankämpften, ein Überzahlspiel in den Schlussminuten aber nicht zum Ausgleich nutzen konnten. Damals flossen die Tränen bei der Rückkehr an den Seilersee in Strömen, Fans und Mannschaft ließen ihren Emotionen freien Lauf.

Vier Jahre später, beim ersten Pre-Playoff-Einzug 2012, war der Spaß gegen die ehemaligen DEG Metro Stars schon nach zwei Spielen beendet. Düsseldorf gewann verdient. Die Roosters mussten in Spiel eins auf den Magen-Darm-erkrankten Michael Wolf verzichten, der zwar im zweiten Match alles versuchte, aufgrund mangelnder Kräfte aber nie zur Hilfe wurde.

Sébastien Caron im Tor reiste unmittelbar nach dem Spiel in die NHL, wo er bei den Tampa Bay Lightning einige Spiele bestritt. Schon damals galt: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – Doug Mason konnte sich eines schlechten Eindrucks nur schwer erwehren.

Am Sonntag beginnt die dritte Iserlohner Playoff-Serie in der DEL. Wo, ist aktuell noch vollkommen offen. zuvor aber gastiert der IEC am Freitagabend im abschließenden Hauptrunden-Spiel bei den Straubing Tigers. - von Mirko Heintz

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