IEC-Niederlage gegen Kölner Haie

Unterzahl kostet Roosters den Sieg

Hier setzt Haie-Verteidiger Pacal Zerressen gegen Eric Cornel nach.
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Spannung bis zum Schluss: Hier setzt Haie-Verteidiger Pacal Zerressen gegen Eric Cornel nach.

Zu viele Strafzeiten kosteten die Iserlohn Roosters zwei Punkte und den Derbysieg. Vier Gegentreffer bei eigener Unterzahl sorgten dafür, dass die Sauerländer zum zweiten Mal in Serie als Verlierer die Eisfläche verließen.

Iserlohn - In der von Sicherheit und vielen Icings geprägten Anfangsphase dauerte es bis zur 5. Minute, bis Foucualt den ersten Torschuss der Partie verzeichnete. Für ihren gestiegenen Offensivdrang wurden die Gastgeber schließlich belohnt: Im ersten Powerplay des Nachmittags spielte Foucault einen scharfen Pass auf Schilkey, welcher am rechten Pfosten die Kelle von Jentzsch sah und fand – 1:0 für die Roosters (13.). Köln hatte bis dato erst einen Torschuss auf das Gehäuse der Sauerländer abgegeben. Nichtsdestotrotz gelang den Gästen der Ausgleich – auch, weil die Iserlohner ihnen eine 4:3-Überzahl gewährten. Gegen Thuressons platzierten Schlenzer war Jenike machtlos (15.).

Gänzlich anders als das Eröffnungsdrittel begann der zweite Abschnitt mit einem Offensivfeuerwerk, vor allem aber stärkeren Kölnern. Vergab Dumont noch nach 15 Sekunden, markierte der ebenfalls alleine gelassene Howden kurz darauf die erste Kölner Führung (22.). Zwar steckten die Iserlohner diesen Rückschlag gut weg, erzielten abermals in Überzahl den Ausgleich (Foucault, 25.) und besaßen durch Whitney eine weitere formidable Einschussgelegenheit.

Jener Whitney ließ sich sodann allerdings unnötigerweise die Scheibe in der neutralen Zone stehlen und musste zusehen, wie Marcel Müller das Breakaway zur abermaligen Gästeführung abschloss (27.). Spätestens ab diesem Zeitpunkt entglitt den Sauerländern das Spielgeschehen, nicht zuletzt wegen der nunmehr langsamen Scheibenverarbeitung sowie Entscheidungsfindung. Beinahe aus dem Nichts konnten die Roosters dennoch ausgleichen; O’Connor bekam zu viel Platz auf der linken Seite und seinen eigenen Rebound (37.). Und doch gelang es den Gastgebern nicht, wenigstens den Ausgleich mit in die Kabine zu nehmen: 14 Sekunden vor der Sirene rutschte Thuressons Direktschuss durch die Schoner von Jenike.

Mit der Führung im Rücken begannen die Kölner den Schlussabschnitt zwar etwas agiler, fingen sich jedoch durch die mit Abstand gefälligste Sturmformation der Roosters den erneuten Ausgleich – Adam staubte ab (42.). O’Connor legte dann sogar die Führung durch Foucault vor, dessen Direktabnahme einschlug (51.). Und obschon die Gäste das Plus an Spielanteilen besaßen, kämpften die Sauerländer angetrieben von einem lautstarken Publikum für den Heimsieg. Diesen Plan machten die Kölner schließlich, auch weil die Gastgeber ihrerseits ein kurzzeitiges 5:3-Powerplay ungenutzt ließen, zunichte. Bei dreifacher Überzahl der Haie markierte Thuresson 49 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit das 5:5, ehe Moritz Müller mit seinem Schlagschuss die Verlängerung sowie ein rassiges Westderby zugunsten der Domstädter entschied (64.).

VON LENNART FLANZ

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