Westderby im Eishockey

Iserlohn Roosters verlieren bei den Kölner Haien mit 0:2

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Vergeblich mühten sich die Roosters am Dienstagabend bei den Kölner Haien um einen Treffer, um dann im Schlussabschnitt zwei späte Gegentore zur 0:2-Niederlage zu bekommen.

Köln - Zum wiederholten Mal bot sich den Roosters die Möglichkeit, die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga zu übernehmen, doch einmal mehr wurde daraus nichts: Im Westderby bei den Kölner Haien unterlagen die Sauerländer am Dienstagabend mit 0:2.

Aufgrund eines Scheibenbruchs während des Aufwärmens fing die Partie mit knapp 15 Minuten Verspätung an, kam dann aber recht flott auf Touren. Auch das Ergebnis, ein 0:0, stimmte aus Gästesicht nach den ersten 20 Minuten. Auch mit den herausgearbeiteten Chancen konnten die Roosters zufrieden sein: Bassen und Macek gleich zu Beginn, nach zwölf Minuten Connolly, sowie York fünf Sekunden vor der Pausensirene hätten durchaus treffen können. Kölns Torgelegenheiten waren zahlreicher, Chet Pickard aber rettete ein ums andere Mal. Allein in den ersten drei Minuten hatten die Domstädterdrei hochkarätige Möglichkeiten. Grund dafür war das enorme Tempo, mit dem der Tabellenzwölfte gestartet war. Das Pasanen-Team hatte damit seine Schwierigkeiten, bekam zu oft die Scheibe nicht aus der eigenen Zone und machte sich das Leben damit selbst schwer.

Positiv, die Abwehr hielt stand. Das tat sie auch im Mittelabschnitt, in dem die Kölner erneut ein Chancenplus verbuchten, die Roosters aber weiterhin dagegen hielten, keinen Treffer kassierten. Gogulla, Falk und Aslund prüften Pickard, Iserlohns Keeper aber hatte, frisch und ausgeruht ins Match gegangen, die vollkommene Kontrolle, rettete, wenn seine Vorderleute mal nachlässig waren. Hochkarätig Offensives der Sauerländer suchte man dagegen vergeblich. Auch in Überzahl generierten die Waldstädter wenig, wirkten unkonzentriert, was in Anbetracht des dritten schweren Spiels innerhalb von nur fünf Tagen auch kein Wunder war.

Der Schlussabschnitt, der mit erfolgloser 94 Sekunden dauernder Überzahl des IEC begann, musste die Entscheidung bringen. Und obwohl, oder gerade weil die Müdigkeit bei beiden Teams spürbar war, häuften sich Fehler.

Das galt auch für das erste Haie-Powerplay – und zwar auf beiden Seiten. Erst Caporuso in der 46. Minute, dann Jaspers/Macek nur Sekunden später scheiterten nach Kölner „Aussetzern“ in Unterzahl an Wesslau. Es waren letztlich aber schon die gefährlichsten Roosters-Momente.

Auch eine zweite Unterzahl überstanden die Iserlohner dann ohne Gegentor, und jetzt war klar, dass ein Moment dieses Match entscheiden würde. Und den hatten die Haie: Bully im Drittel der Roosters, Schuss Moritz Müller, Weiß fälscht unhaltbar unter die Latte ab – 1:0 (56.). Trotz aller Bemühungen holten die Sauerländer diesen kleinen Rückstand nicht mehr auf – im Gegenteil: Salmonsson traf 34 Sekunden vor Schluss ins leere Roosters-Tor. - MiHei

Haie: Wesslau – Zerressen, Faber; Müller, Lalonde; Lüdemann, Ankert – Falk, Salmonsson, Aslund; Hager, Gogulla, Jones; Latta, Ohmann, Boucher; Williams, Weiß, Umicevic

Roosters: Pickard – Button, Raymond; Côté, Lavallée; Périard, Teubert; Orendorz – York, Blank, Petersen; Jaspers, Caporusso; Macek; Bassen, Shevyrin, Sylvester; Hamill, Connolly, Friedrich

Schiedsrichter: Krawinkel (Moers), Schukies (Herne)

Tore: 1:0 (55:54) Weiß (Müller, Williams), 2:0 (59:26) Salmonsson (EN)

Strafminuten: Haie: 6; Roosters: 6

Zuschauer: 8073

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