Eishockey

Roosters mit Heimpleite gegen eiskalte Nordlichter

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Bobby Raymond (rechts) und die Iserlohn Roosters mussten sich am Dienstagabend auf eigenem Eis den Pinguins um Jan Urbas geschlagen geben.

Deutliche Heimniederlage für die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga: Gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven unterlagen die Sauerländer am Dienstagabend mit 1:5 (1:2, 0:0, 0:3).

Iserlohn - Im Vergleich zum Punktgewinn in Wolfsburg präsentierten sich die Hausherren zu Beginn deutlich verändert. Yannik Schwendener rückte für Andi Jenike ins Tor. In der Verteidigung kehrte Ryan O‘Connor nach langer Verletzung zurück ins Team, Erik Buschmann stand als siebter Verteidiger ebenfalls wieder im Kader. Dafür blieb der punktbeste Defender Ryan Johnston überraschend als überzähliger Ausländer auf der Tribüne. Da Brent Raedeke kurzfristig aus privaten Gründen fehlte und Jake Weidner noch verletzt ist, rückte Verteidiger Philip Riefers in die vierte Sturmreihe.

Roosters verschlafen die ersten Minuten

Die Sauerländer verschliefen auf eigenem Eis die ersten vier Minuten komplett. Jan Urbas erzielte in Überzahl aus spitzem Winkel die frühe Führung (3.) für die Bremerhavener, die Alber nur kurz darauf nach einem Konter ausbaute – 0:2 (4.). Doch die Iserlohner fanden nach diesem katastrophalen Start schnell die passende Antwort. Taro Jentzsch nahm sich ein Herz und schlenzte den Puck in die lange Ecke zum 1:2-Anschlusstreffer (5.). Die Roosters kassierten in der Folgezeit jedoch zu viele Strafen im ersten Drittel und gerieten so immer wieder gegen das beste Überzahlspiel der Liga unter Druck. Allerdings stellten die Gastgeber gut Pass- und Schusswege der Pinguins zu, sodass sie auch eine doppelte Unterzahl schadlos überstanden. In der letzten Minute des ersten Abschnitts hatte Joe Whitney sogar noch die Möglichkeit zum Ausgleich, aus spitzem Winkel traf er aber nur den Außenpfosten.

Torloses Mitteldrittel

Weniger aufregend verlief das zweite Drittel. Beide Teams zeigten sich in der Defensive höchst konzentriert, gefährliche Situationen vor dem Tor waren dadurch hüben wie drüben eher Mangelware. Insbesondere das Unterzahlspiel der Sauerländer wusste nun zu gefallen. Mit einem guten Stellungsspiel und der nötigen Aggressivität in den Zweikämpfen hielten sie das gefährliche Powerplay der Norddeutschen in Schach. In eigener Überzahl wirkten die Hausherren hingegen zu ideenlos und fehlerhaft. Somit verstrich das Mitteldrittel torlos.

Zu Beginn des Schlussabschnitts ließen die Roosters zunächst eine eigene Überzahl ungenutzt verstreichen, ehe McGinn einen schnellen Konter mit einem Schlenzer in den Winkel abschloss (43.). Beim 1:3 war Schwendener im Kasten der Gastgeber machtlos. Bremerhaven hatte weiterhin mehr Spielanteile, schoss wesentlich häufiger auf den Iserlohner Kasten und verdiente sich so mit jeder Minute mehr und mehr die Punkte. In Überzahl sorgte Miha Verlic dann für die Entscheidung (54.). Vor dem Tor hatte der gallige Stürmer keine Probleme, den Puck aus kurzer Distanz im Iserlohner Gehäuse unterzubringen.

Jetzt lösten sich die Sauerländer allmählich auf. Somit kassierten die Hausherren auch noch das 1:5 durch Friesen in der wenig spannenden Schlussphase (59.). Es war letztendlich auch der Schlusspunkt in einer Partie, in der die Iserlohner nie in der Lage waren, die Begegnung für sich zu entscheiden. Zu groß war an diesem Abend die Überlegenheit der eiskalten und überzeugenden Nordlichter aus Bremerhaven.

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