Eishockey

Große Strafen eine schwere Hypothek: Nächste Roosters-Pleite in Krefeld

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Die Roosters kassierten in Krefeld im Schlussdrittel zu viele große Strafen.

Krefeld - Auch im zehnten Anlauf gelang den Iserlohn Roosters auf fremdem Eis kein Sieg. Bei den Krefeld Pinguinen unterlag das Team von Jamie Bartman am Ende verdient mit 1:4 (1:1, 0:1, 0:2) und kassierte darüber hinaus noch einige große Strafen, die sich mit Blick auf die Dienstag-Partie in Ingolstadt negativ auswirken können.

Nervös und mit unnötigen Scheibenverlusten starteten die Sauerländer. Schon nach wenigen Minuten fing sich Todd wegen Beinstellens eine Zeitstrafe ein. Saponari nutzte die Überzahl zur frühen Führung der Gastgeber (6.), die spielbestimmend blieben. Auch, weil Iserlohn weitere Fehler in der Defensive unterliefen und Trupp eine unnötige Strafe kassierte. 

Erneut klingelte es, doch Lefebvres Treffer wurde nach Videobeweis wegen hohen Stocks aberkannt. Glück für die Roosters, die in der Folge ein wenig besser ins Spiel kamen und auch Akzente in der Offensive setzten. Eine der ersten Möglichkeiten nutzte dann Friedrich zum Ausgleich. Der Ausgleich schien die Sauerländer zu befreien, denn Caporusso und Camara besaßen weitere Chancen für die Gäste, doch zur ersten Pause blieb’s beim Remis.

Beide Teams waren zu Beginn des Mittelabschnitts darauf bedacht, offensive Akzente zu setzten, es gab Chancen hüben wie drüben. Aber es fehlte vielfach die nötige Präzision im Abschluss, sodass das Spielgeschehen zwar stetig wechselte, die Torhüter aber nur selten ihre Klasse unter Beweis stellen mussten. 

Ganz langsam schlichen sich dann wieder Unzulänglichkeiten ins Spiel der Sauerländer ein, die postwendend bestraft wurden. Martinovic begünstigte Bettauers Führungstor im Nachstochern. Kurz vor der Drittelpause dann aber die Ausgleichschance für die Roosters, doch der Puck sprang von Caporussos Schläger nur an die Latte.

Eine wahre Strafzeitenflut sorgte im Schlussabschnitt dann dafür, dass der Spielfluss immer wieder unterbrochen wurde und die Roosters Mühe hatten, sich Chancen zu erarbeiten. Gleich zu Beginn in Überzahl hatten Smotherman und Caporusso den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterten aber jeweils an Pätzold. 

Auf der anderen Seite war es dann der Ex-Iserlohner Chad Costello, der in Überzahl goldrichtig stand und zum vorentscheidenden 3:1 einschob (53.). Kurz vor dem Ende wurde Sebastian Dahm aus dem Tor genommen, doch die Maßnahme brachte keinen Erfolg mehr, vielmehr traf Noonen ins leere Roosters-Gehäuse zum 4:1- Endstand zum 4:1 (59.).

Das Match in der Statistik

Pinguine:  Pätzold – Ankert, Lefebvre; Bruggisser, Trivellato; Bettauer, Noonan – Pietta, Schymainski, Saponari; Berglund, Costello, Kabanov; Miller, Kuhnekath, Hanson; Trettenes, Grygiel, Riefers; Ewanyk

Roosters:  Dahm – Schmidt, Ellerby; Fischer, Martinovic; Todd, Yeo; Orendorz – Weidner, Caporusso, Florek; Matsumoto, Friedrich, Camara; Trupp, Smotherman, Dmitriev; Clarke, Turnbull, Bergmann

Schiedsrichter:  Klein (Stuttgart)/Rantala (FIN)

Tore:  1:0 (05: 39) Saponari (5-4/ Pietta, Bettauer), 1:1 (13:33) Friedrich (Caporusso, Clarke), 2:1 (35:24) Bettauer, 3:1 (52:39) Costello (5-4/ Bruggisser, Lefebvre), 4:1 (58:32) Noonen (EN)

Strafminuten: Pinguine 16 + 5 + Spieldauer (Riefers) + 10 (Miller) + 5 + Spieldauer (Ewanyk) – Roosters 16 + 10 (Trupp) + 10 (Yeo) + 10 (Yeo) + 5 + Matchstrafe (Camara) + 5 + Spieldauer (Turnbull)

Zuschauer: 4636

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