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Pinguine und Shilin als Spielverderber

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Von: André Günther

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Oleg Shilin
Pinguine-Goalie Oleg Shilin (rechts) ließ die Iserlohner zeitweise schier verzweifeln. © Patrick Rüberg

Im Westderby der DEL erleiden die Iserlohn Roosters eine Niederlage.

Iserlohn – Im ersten Spiel nach dem Deutschland-Cup wollten die Iserlohn Roosters in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Krefeld Pinguine hatten jedoch etwas dagegen und entführten als 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)-Sieger die Punkte vom Seilersee.

Die Sauerländer starteten mit zwei Neuen: Brent Aubin, frischgebackener deutscher Staatsbürger, stand zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Eis, und Martin Schymainski debütierte ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein. Zu sehen gab’s von Beginn an Hochgeschwindigkeits-Eishockey. Doch nach druckvoller Anfangsphase folgte nach nur 43 Sekunden schon ein Stimmungskiller für die Gastgeber: Bracco schlenzte den Puck hoch vor das Iserlohner Tor, und Lucas Lessio fälschte die Scheibe aus der Luft ins Netz ab.

Doch es blieb auch danach bei einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Schymainski hätte beinahe zum Ausgleich getroffen (3.), und auch Whitney scheiterte aus kurzer Distanz freistehend an Oleg Shilin (4.). Aber auch Krefeld besaß Kontermöglichkeiten. Nach schönem Zusammenspiel von Sabolic und Olsen musste Jenike sein Können unter Beweis stellen (6.). Im Gegenzug scheiterten Foucault und Adam wieder am Krefelder Schlussmann. Da erneut Adam mit seiner Direktabnahme den Kasten der Pinguine knapp verfehlte (13.), gingen die Iserlohner mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt dominierten zunächst die Gäste. Bergström umkurvte Iserlohns Schlussmann, behielt die Übersicht und bediente den freistehenden Lucenius – 0:2 (22.). Die Krefelder fanden so langsam Gefallen an der Partie; während die Roosters ein wenig orientierungslos in der Verteidigung wirkten, nutzten die Pinguine ihre Freiräume eiskalt aus. Erneut sah Bergström seinen ungedeckten Mitspieler, und Weiß erhöhte auf 0:3 (25.).

Erst jetzt setzten auch die Roosters in der Offensive Akzente. Brent Aubin scheiterte aus guter Position am nun heiß laufenden Shilin (27.). Die größte Chance besaß Adam in Überzahl, doch der Stürmer traf unter Bedrängnis das leere Tor nicht (29.). So langsam verzweifelten die Iserlohner auch am Goalie der Pinguine – spätestens als Martin Schymainski erneut den Puck nicht an Shilin vorbeibekam (37.).

Nach dem zweiten Drittel schien das Spiel schon gelaufen zu sein, doch die Iserlohner schienen sich für den Schlussabschnitt noch etwas vorgenommen zu haben. Adam setzte die Scheibe nach einer schönen Einzelleistung neben das Tor (43.). Als Nächster nahm Nick Schlikey Anlauf, doch auch er zielte zu ungenau und am langen Pfosten vorbei (47.). Kurz darauf brach allerdings Hubert Labrie endlich den Bann: Nach maßgerechter Vorarbeit von Verteidigerkollege O’Connor versenkte er mit seinem Direktschuss den Puck im Tor der Pinguine (49.). Es war Labries erster Treffer für die Sauerländer.

Die nächste Chance zum Anschlusstreffer besaß Jentzsch, doch der Stürmer verzog aus spitzem Winkel (51.). Danach produzierten die Gastgeber vorwiegend nur noch Stückwerk, und als sie ihren Goalie vom Eis nahmen, machten die Krefelder alles klar. Alexander Blank traf zum 1:4-Endstand ins leere Tor (57.).

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