Eishockey, DEL

Iserlohn Roosters unterliegen dem Spitzenreiter nach Verlängerung

Schlägerei beim Eishockey
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Zur Sache ging es zwischen den Iserlohn Roosters und Spitzenreiter Bremerhaven – letztlich mit dem besseren Ende für die Gäste.

Es war ein großer Kampf, doch am Ende stand trotzdem die vierte Niederlage in Serie: Die Iserlohn Roosters mussten sich am Sonntagabend dem Tabellenführer aus Bremerhaven 2:3 nach Verlängerung beugen.

Iserlohn – Christian Hommel verlangte gegen den Tabellenführer ein Playoff-Spiel sieben und bekam, was er verlangt hatte. Die Iserlohn Roosters zeigten gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven eine deutlich verbesserte Leistung und verloren am Ende unglücklich 2:3 nach Verlängerung.

Ohne den angeschlagenen Grenier und Erik Buschmann, dafür überraschend mit Nils Elten starteten die Sauerländer ins Spiel gegen den Tabellenführer der DEL-Nordgruppe und brauchten einige Minuten, ehe sie im Match ankamen. Weil Raymond auch noch früh eine Strafe kassierte und Dietz von der blauen Linie traf, lagen die Sauerländer nach sieben Minuten 0:1 hinten. Ärgerlich: Der Schuss des Bremerhavener Verteidigers war haltbar, rutschte durch die Schoner des sichtlich nervösen Jannick Schwendener.

Nach dem Gegentor aber waren die Blau-Weißen deutlich besser unterwegs, ließen Bremerhaven selten zur Entfaltung kommen. Chancen von Johnston, Bailey und Aubin fanden zwar noch nicht den Weg ins Tor, zeigten aber, dass die Iserlohner im Spiel waren. Jubeln durften die Gastgeber dann in der elften Spielminute, als Bailey Maxwell im Tor der Pinguins die Sicht nahm und Orendorz einen Schlagschuss unter die Latte hämmerte, Nils Elten sicherte sich bei diesem Treffer seinen ersten DEL-Assist.

Iserlohn Roosters unterliegen dem Spitzenreiter nach Verlängerung

Dank eines Whitney-Steals, in der eigenen Zone, der Dietz die Scheibe wegschnappte, einem noch schnelleren Umschalten des flinken Stürmers und einem noch besseren Schuss ins lange Eck sicherten sich die Blau-Weißen ganz früh im Mitteldrittel die erste Führung. Zwar war ihnen mehr als dieser eine Treffer nicht vergönnt, insgesamt aber spielte das Team das beste Drittel seit über zwei Wochen. Defensiv gut organisiert, durchkreuzten die Sauerländer die Angriffszüge des Gegners, dessen slowenische Topformation an diesem Abend kaum stattfand.

Auch die Iserlohner Special-Teams machten einen richtig guten Job, ließen in Unterzahl wenig Möglichkeiten zu, ließen mit einem Mann mehr die Scheibe gut laufen. In diesen, aber auch in anderen Situationen blieb zwar der dritte Torjubel aus, Brandon Maxwell im Tor der Bremerhavener machte allerdings ebenfalls ein gutes Spiel, genauso wie mittlerweile Iserlohns Schwendener, der nun die Ruhe ausstrahlte, die man sich wünschen sollte.

Trafen im Mitteldrittel früh die Roosters, waren es im Schlussabschnitt die Fischtown Pinguins, die mit der vierten Reihen auf dem Eis die Scheibe per Schuss vor das Iserlohner Tor brachten. Der Puck war frei spielbar und wurde von der Defensive nicht aus der Gefahrenzone gebracht. Hilbrich behielt den Überblick und traf zum 2:2. Zu recht sorgte der Videobeweis nicht für die Aberkennung des Treffers (43.). Auch im weiteren Verlauf blieb das Match gutklassig und temporeich, hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten, wenn auch wenig Hundertprozentiges dabei war.

Bremerhaven am Ende im Glück

Siebeneinhalb Minuten vor dem Ende kassieren die Pinguins eine weitere Hinausstellung wegen Spielens mit sechs Feldspielern, auch diesmal blieb das Powerplay der Sauerländer aber zu ungefährlich. 4:21 Minuten vor dem Ende kam auch Bremerhaven noch einmal in Überzahl aufs Eis, Ankerts Spielverzögerung war der Grund. Doch auch diese Hinausstellung blieb ohne Gegentreffer. So hatten die Iserlohner nach dem 2:2 bei Spielende einen Punkt sicher.

Weil sie 73 Sekunden Überzahl hatten, war in der Overtime die Chance zum Sieg da, verstrich aber erneut ungenutzt. Bremerhaven dagegen war einmal mehr im Glück: Nach 2:40 Minuten verstolperte Urbas eigentlich eine Scheibe im Iserlohner Drittel, die Wahl aber vor die Füße fiel. Der zog ab und traf über die linke Schulter von Schwendener ins Tor der Sauerländer. Die Entscheidung in einem engen Match, das die Roosters nicht hätten verlieren müssen.

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