Michael Wolf ist der neue Roosters-Kapitän

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Am Freitag durften die neuen Roosters zum ersten Mal am Seilersee auf das Eis, um ohne Trainer zu „zocken“. Samstag beginnt dann die Schweiß treibende Vorbereitung.

Iserlohn -  Angekommen ist Michael Wolf im neuen Job noch nicht. Unwohl und noch zurückhaltender als sonst fuhr der Nationalspieler übers Eis und platzierte sich genau in der Mitte der unteren Reihe des Roosters-Mannschaftsbildes. Der Platz, der in den vergangenen Jahren stets Robert Hock gehörte, wird in der kommenden Saison von ihm eingenommen.

Noch ist das kleine Kapitäns-„C“ nur auf der rechten Brustseite aufgenäht, die Sauerländer gehen aber auch in der Vorbereitung nur in Fantrikots aufs Eis, warten noch auf die originalen Spieljerseys. „Doug und ich haben kurz miteinander gesprochen. Ich freue mich, dass er mich für diese Aufgabe ausgesucht hat und versuche Robert so gut wie möglich zu ersetzen“, sagt Wolf bescheiden. Für den Trainer selbst sei es nie eine Frage gewesen: „Michael hätte diese Rolle schon viel länger verdient gehabt, aber es war für uns immer selbstverständlich, dass Robert den Job macht, solange er bei uns spielt. Ich weiß, dass wir den besten Spieler unseres Teams und einen der besten Spieler der Liga für das Kapitänsamt ausgesucht haben“, ergänzt Mason. Wer die Assistenten sein werden, ist offen. Mike York und Rekordspieler Collin Danielsmeier haben sicherlich die besten Chancen und stehen auf Masons Liste ganz oben, Verantwortung haben für andere Teams noch viel mehr Spieler getragen.

Keine Rücksicht beim Thema Status nimmt ab sofort die erste Trainingswoche. Nachdem die Mannschaft am Freitag beim ersten Betreten des Eises ohne Coach ein bisschen untereinander „zocken“ durfte, geht am Samstag die Arbeit los. „Die erste Woche ist die erste Woche“, betont Collin Danielsmeier, der mit einer tiefen Schnittwunde an der Unterlippe das erste Trainingsunfall-Verletzungsopfer der neuen Saison geworden ist. Niemand liebt die harte Arbeit dieser Tage in denen Mason und seine Assistent Jari Pasanen die Grundlagen legen wollen. „Wir werden die Jungs schon ordentlich ins Schwitzen bringen, bitten zwei Mal täglich aufs Eis, außerdem gibt es noch täglich mindestens eine Einheit im Kraftraum“, verspricht Pasanen. Erstmal bis zum kommenden Donnerstag wird die Schinderei dauern, dann reist das Team zum ersten Testspielwochenende nach Straubing. Bei den Niederbayern geht es beim Turnier um den Gäuboden-Volksfestcup am kommenden Freitag gegen den Gastgeber und Ex-Rooster Tobias Wörle, bevor man sonntags im Finale oder dem Spiel um Platz drei auf Klagenfurt oder Augsburg auflaufen wird. „Das ist eine große Herausforderung für unsere Mannschaft und die kommt so früh genau zu richtigen Zeit“, so Mason. Für ihn steht aber nicht nur der Sport im Vordergrund, sondern auch das Teambuilding, dem man nach dem ersten Straubinger Turnierspiel entsprechend Zeit widmen wird.

Bleibt die Frage nach den ersten Eindrücken: „Die sind zwar nichts wert, aber stimmen“, so Michael Wolf. Sein neues Team sei auf jeden Fall topfit nach Iserlohn gekommen. „Ich spüre viel Enthusiasmus“, ergänzt Cheftrainer Mason, die Jungs wollten endlich aufs Eis – diese Freunde wird in den kommenden Tagen sicherlich schwinden...  - MiHei

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