Defensivsystem der Roosters kaum zu knacken

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Da geht’s lang in Richtung Play-Offs: Brooks Macek und die Iserlohn Roosters schwimmen aktuell auf der Erfolgswelle.

ISERLOHN - Ungläubig schüttelt Cheftrainer Jari Pasanen seit Wochen den Kopf, wenn er nach Siegen seiner Roosters Abschluss-Statements gibt. Dazu dieses Grinsen, dieses Lächeln, das sagt: „Dafür habe auch ich keine Erklärung mehr.“ Damit lügt er nicht, der Finne findet wenig erklärende Worte für die herausragenden Leistungen dieser Mannschaft, die noch weit entfernt vom eigentlichen Ziel (Platz sechs) ist.

Dennoch animiert sie die Fans zu Begeisterungsstürmen. Fragt man nach dem Warum, wird das Wort Selbstbewusstsein in den Ring geworfen, muss man schlicht begeistert sein, wie sich jeder Einzelne aufopfert.

Beispiele zu geben, fällt leicht. Sie heißen Marty Sertich, Brooks Macek und Tyson Mulock. Alle stiegen mit Schmerzen in den Bus nach Ingolstadt, alle gingen mit Schmerzen aufs Eis, alle kamen mit drei Punkten aus der Partie. Mit Vergleichen muss man vorsichtig sein und dennoch darf man diese Mannschaft vom Zusammenhalt und Engagement mit der der Saison 2007/2008 vergleichen. „So harmonieren Teams, die Erfolge feiern können“, sagt Lasse Kopitz.

Er hat recht, wenn er den spielerischen Aspekt außer acht lässt, denn Roostershockey 2014 ist nicht mit dem vergleichbar, dass Tapper, Hock, Wolf und Wren damals zelebrierten. Roostershockey 2014 ist ein Defensivsystem, an dem sich seit elf Spieltagen die Konkurrenz die Zähne ausbeißt. „Wir setzen es nahezu perfekt um, haben die Ruhe und sind offensiv effektiv“, so Pasanen.

Einen großen Anteil am Erfolg haben auch die Torhüter. Ob Ersberg oder Lange, egal, wer derzeit zwischen die Pfosten rückt, er zeigt eine echte Topleistung. Dass Lange so gut hielt und hält, mag auch mit der Nachricht zu tun zu haben, die gestern auch ganz offiziell verkündet wurde.

Lange reist als zweiter Spieler der Geschichte der Iserlohn Roosters – nach Michael Wolf – zu Olympischen Spielen. In Sotschi wird der gebürtige Klagenfurter für die österreichische Mannschaft aufs Eis gehen. „Es ist eine unglaubliche Ehre für mich, nominiert worden zu sein. Es war immer mein Traum, jetzt ist er tatsächlich wahr geworden“, so Lange.

Für die Roosters bedeutet Langes Nominierung, dass er bis zu vier Ligaspiele verpassen könnte. Denn während der Spiele läuft die DEL weiter – für die Roosters geht es mit einem Heimspiel am 16. Februar gegen Mannheim weiter.

Die Iserlohn Roosters 2014

Vor der Olympia-Pause bzw. dem olympischen Turnier stehen noch zwei Heimspiele an: Am Freitag gegen den direkten Konkurrenten und amtierenden Meister aus Berlin, Sonntag gegen Hamburg. Bemerkenswert, dass das letzte Spiel vor der Pause ausgerechnet gegen den Gegner stattfinden wird, der die Sauerländer als letzter Ligakonkurrent besiegte. - MiHei

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