Eishockey

Jenike startet, Friedrich vor Rückkehr

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Michael Clarke legte in den ersten beiden Partien einen Assist auf.

Iserlohn – Wolfgang Brück ist kein Mensch, der oft wettet. Manchmal lässt er sich darauf ein und hat am vergangenen Wochenende prompt verloren. „Ehrlicherweise hat mich der Auftritt des Teams am letzten Wochenende schon sehr beeindruckt. Wie wir gearbeitet haben, wie wir Checks zu Ende gefahren haben, wie wir insgesamt aufgetreten sind, das hatte ich schon länger von einer Iserlohner Mannschaft nicht mehr gesehen – und dachte dafür ist es vielleicht noch ein wenig früh“, so der Clubchef.

Gekostet hat ihn die gesunde Skepsis ein Abendessen, das er gern bezahlen wird. „Es ist ja auch nicht falsch, bescheiden zu sein. Wenn man 16 Neue zu integrieren hat, dann geht das ja nicht von jetzt auf gleich.“ Das sieht auch Jason O´Leary, der Cheftrainer, so und ist dennoch mit den ersten beiden Auftritten seiner Mannschaft nicht vollkommen zufrieden. „Wir haben letztlich in allen Bereichen Verbesserungspotential. Aber wir haben das schon ganz gut gemacht. Jetzt bricht die Phase an, in der die Spieler vertrauen zu sich, dem System und dem Trainer gewinnen müssen. Sie müssen merken, dass das, was wir hier machen, erfolgreich sein kann.“

 O’Leary kennt das Geschäft zu gut, als dass er sich Illusionen hingeben würde. „Ich kann jeden Tag ganz viel erzählen, die Spieler aber müssen selbst erfahren, dass sie dem, was ich sage und dem, was wir hier gemeinsam machen, vertrauen können. Vertrauen schafft Sicherheit und dann wohl auch Erfolg – so hoffen wir.“

Baxmann fordert Weiterentwicklung

Deshalb wiederholt der Coach auch: „Wir sollten uns weniger auf den Gegner, als auf uns konzentrieren. Wir müssen unsere Leistung bringen.“ Heute empfangen die Sauerländer die Schwenninger Wild Wings (19.30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) am Sonntag geht es ab 16.30 Uhr zum Westrivalen nach Krefeld. „Schwere Gegner, es gibt keine leichten Aufgaben in dieser Liga.“ Das unterstreicht auch Assistenzkapitän Jens Baxmann. Er hat einige gute Ansätze am ersten Wochenende gesehen, weiß aber ebenso, dass der Prozess noch läuft. „Wenn sich jeder ehrlich mit dem beschäftigt hat, was am ersten Wochenende gelungen oder nicht gelungen ist, dann werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten Schritt machen können.“

Steigerung ist insbesondere bei den Special-Teams dringend nötig. Unter- und Überzahl haben für den Chefcoach noch nicht so funktioniert wie erhofft: „Ich mache mir da aber keine Sorgen. Die Ansätze waren da. Mit zehn neuen Überzahlspielern in eine Saison zu gehen, ist eben nicht einfach.“

Personell wird sich insbesondere im Tor etwas tun. Andy Jenike geht am Freitag als Starting Goalie in die Partie. „Wir haben sehr lange überlegt, ob wir wieder mit Anthony Peters ins Match gehen, der gut gespielt hat. Wir haben uns das allerdings anders überlegt. Wir müssen Andy jetzt Eiszeit geben, damit er Timing und Selbstbewusstsein findet“, so O´Leary. Möglicherweise kehrt zudem Marko Friedrich in den Kader zurück, Daine Todd hingegen braucht noch ein bisschen Zeit, um als letzter angeschlagener Spieler zurückzukehren. 

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