Jubel am Seilersee

Roosters-Team und -Fans feiern Playoff-Einzug

Ein Trio mit drei Toren und drei Assists: Die Roosters-Spieler (von links) Chris Connolly, Brent Raedeke und Brooks Macek leisteten einen großen Beitrag zum 5:0-Erfolg gegen Schwenningen und freuten sich mit dem Team über den Playoff-Einzug.

ISERLOHN -  Wie unterschiedlich sich Euphorie doch ihren Bann brechen kann. Nach dem 5:0-Erfolg gegen die Schwenningen Wild Wings feierten Spieler, Veranwortliche und Fans den einzug der Iserlohn Roosters in die DEL-Playoffs jeweils auf ihre Weise.

Auf den Rängen am Seilersee lagen sich die Fans in den Armen, dauerte der Jubel minutenlang. Die Fans der Iserlohn Roosters waren nach dem Sieg gegen Schwenningen im siebten Himmel. „Playoffs nur mit Iserlohn!“

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Unten auf dem Eis tanzten die Einen und beobachteten die Anderen. Insbesondere Christian Hommel stand fast abseits, genoss jeden einzelnen Moment. „Ich habe leider damals die Momente dieser unglaublichen Viertelfinal-Serie gegen Frankfurt verpasst, aber dieser Moment ist mein Moment. Ich bin so stolz auf diese Mannschaft, die den eigenen Karren so tief in den Dreck gefahren hat und so wie ich es in meiner langen Karriere noch nie erlebt habe, aus dem Sumpf herausgeholt hat.“

Der Club vom Seilersee ist zum ersten Mal seit 2012 wieder in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und nach einer schweren Saison der Größte unter den Kleinen. Mit dem Erfolg gegen Schwenningen sicherte sich das Team am Seilersee die noch benötigten Punkte und zieht als einziges ‘Small-Market-Team’ in die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein.

Augsburg, Schwenningen, Straubing und Düsseldorf, teils finanziell besser aufgestellt als die Roosters, verpassten den Sprung, die Iserlohner, trotz ihrer verkorksten Saison, schafften den Sprung. Ein Indiz für die Qualität, die Karsten Mende verpflichtete. „Dieser Tag ist auch ein Erfolg für ihn. Es ist auch ein Beweis für seine besondere Arbeitsmoral und Intensität“, sagt Clubchef Wolfgang Brück.

Seit dem Start der Siegeserie seiner Mannschaft war Mende nur noch unterwegs auf Scoutingtour. Doch je öfter er fehlte, desto öfter gewann der IEC. Weil der ehemalige Nationalspieler schon immer abergläubisch war, hielt er an diesem Prinzip auch am Sonntag fest. „Ganz ehrlich – diesmal war ich nicht scouten, ich habe daheim vor dem Fernseher gesessen und habe gezittert“, so Mende, der erst mit dem Schlusspfiff die Halle erreichte.

„Ich bin unglaublich stolz auf dieses Team. Natürlich ist es jetzt einfach zu sagen, wir hätten immer gewusst, was in dieser Mannschaft steckt, aber wir wussten es wirklich. Wir haben in jedem einzelnen Training gesehen, wie hart diese Jungs gearbeitet haben, das hat uns in unserer Meinung bestärkt“, so Mende, der nicht glaubt, dass die Reise schon beendet ist.

Erstmal wird sie über den kommenden Freitag, das letzte Auswärtsspiel in Straubing, weitergehen. Wer der Gegner in den Pre-Playoffs sein wird, ist noch offen. „München, Ingolstadt und Berlin hätten vermutlich nicht damit gerechnet, sich in dieser Runde wieder zu finden. Viele hätten uns dort sicherlich ebenfalls nicht erwartet – aber aus anderen Gründen. Wir haben jetzt keinen Druck mehr, denn wir haben nichts zu verlieren“, so Cheftrainer Jari Pasanen.

Die Pre-Playoffs beginnen bereits am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr, dann geht es mittwochs und freitags mit den Spielen zwei und möglicherweise drei weiter. Ob die Roosters zuerst daheim oder auswärts antreten, entscheidet sich erst am Freitagabend.

Der Vorverkauf für das erste Heimspiel hat begonnen. Bis heute, 16 Uhr, haben alle Vereinsmitglieder und Dauerkartenbesitzer ein Vorkaufsrecht, ab 18 Uhr gehen alle nicht abgeholten Tickets in den freien Verkauf. - Von Mirko Heintz

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