6:5 gegen Nürnberg

Die Roosters stoppen ihre Negativserie

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Nach der freitäglichen 4:5-Niederlage gegen München (Spielszene) stoppten die Roosters am Sonntag ihren Negativlauf und setzten sich gegen den Spitzenreiter aus Nürnberg mit 6:5 nach Verlängerung durch.

ISERLOHN - Kurios wie so oft, mit allem was ein Eishockeyherz begehrt und manchem mehr. Die Roosters gewannen am Sonntag trotz eines mentalen Einbruchs im zweiten Drittel mit 6:5 nach Verlängerung gegen den DEL-Spitzenreiter, die Nürnberg Ice Tigers, beenden ihre kleine Niederlagenserie, müssen aber ihre Nerven den Griff bekommen.

Von Mirko Heintz

Ohne den gesperrten Teubert (Sperre nach dritter Disziplinarstrafe) und die verletzten Danielsmeier (Oberkörper) und Orendorz (Gesichtsverletzung) starteten die Sauerländer mit nur drei Reihen und Jeff Giuliano in der Defensive in die Partie. Weil die Gäste aus Franken ebenfalls auf zahlreiche Topspieler wie Stastny, Caldwell oder Kaufmann verzichten mussten, war es von der Quantität auf dem Eis ein Match auf Augenhöhe und das sollte es auch spielerisch werden. Beide Mannschaften hatten im Auftaktdrittel ihre Gelegenheiten, die Roosters dank Wolfs Pfostenschuss nach acht Minuten aber die erste tolle Gelegenheit, sechs Minuten später war Foster nach einem Konter erfolgreich.

Trotz bärenstarken Nürnberger Powerhockeys zu Beginn des Mitteldrittels hielt die Sauerländer Defensive stand. Immer wieder erarbeiteten sich die Ice Tigers hervorragende Chancen vor Lange, der gemeinsam mit seinen Vorderleuten den Kasten sauber hielt. Vier, fünf Minuten brauchen die Blau-Weißen, dann setzen sie die ersten Akzente und waren wieder im Match. Äußeres Zeichen Maceks schönes Tor zum 2:0 (30.). Im Powerplay gelang den Roosters durch Jares auch noch das 3:0. Doch als das vierte Tor nicht fiel, die Iserlohner plötzlich in Unterzahl auf dem Eis standen und durch Reinprecht das Anschlusstreffer kassierten (36.), brachen die Sauerländer ein. Binnen 256 Sekunden drehten die Franken das Match, trafen Reinprecht und Jaspers drei weitere Male. Der Einbruch der Roosters, die sich kaum noch aus dem eigenen Drittel befreien konnten, bestätigte die totale Verunsicherung am Seilersee.

Wie die Trainer es in der Kabine schafften, das Team wieder auf Kurs zu bringen, wird ein Geheimnis bleiben, dass sie es schafften, war gut für die Partie. Raedeke schaffte den schnellen Ausgleich (44.), dann kassierten die Gastgeber in Anbetracht einer viel zu freien rechten Abwehrseite aber auch den erneuten Führungstreffer der Tigers durch Kapitän Reimer. Diesmal aber brach das Mason-Team nicht noch einmal ein, kämpfte weiter, verzeichnete acht Minuten vor dem Ende einen weiteren Pfostenschuss – Pech. Macek scheiterte drei Minuten vor dem Ende allein vor dem Tor, schoss am Kasten der Nürnberger vorbei. Doch der Ausgleich sollte noch gelingen. Raedeke per Bauerntrick schoss die Roosters in die Verlängerung und Wolf sein Team zum Sieg.

Roosters: Lange – Raymond, Giuliano; Gödtel, Jares; Brennan, Kopitz – Foster, Frosch, Hommel; Sertich, Mulock, Wolf; York, Macek, Raedeke; Fischhaber

Ice Tigers: Weiman – Weber, Pollock, Festerling, Schüle: Eriksson, Lindlbauer – Reinprecht, James, Reimer; Jaspers, Regier, Pfleger; Rupprich, Ehliz, Pflöderl

Schiedsrichter: Fischer (Osterode), Schimm (Waldkraiburg)

Tore: 1:0 (13:45) Foster (Giuliano, Frosch), 2:0 (29:39) Macek (Foster), 3:0 (31:43) Jares (Macek/5:4), 3:1 (35:19) Reinprecht (James, Pfleger/5:4), 3:2 (37:33) Reinprecht (Schüle, Reimer), 3:3 (39:06) Jaspers (Pollock), 3:4 (39:35) Reinprecht (Reimer), 4:4 (43:26) Raedeke (York, Macek), 4:5 (46:12) Reimer (Reinprecht, James), 5:5 (58:14) Raedeke (Kopitz), 6:5 (63:49) Wolf (Sertich)

Strafen: Roosters: 16; Ice Tigers: 15 + Spieldauer (Festerling)

Zuschauer: 2790

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