Eishockey

Furioses erstes Roosters-Drittel: Vier Tore binnen knapp fünf Minuten

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Und wieder bejubeln die Iserlohn Roosters einen Treffer: Gerade hat Daniel Weiß die Sauerländer mit 4:0 in Führung gebracht. Am Ende setzten sich die Gastgeber gegen die Eisbären aus Berlin mit 5:2 durch.

Iserlohn - Einen deutlichen Erfolg gegen die Eisbären Berlin konnten die Iserlohn Roosters in der DEL feiern. Wie dieser Sieg zustande kam, erfahren Sie hier:

Nach drei Heimniederlagen in Serie haben die Iserlohn Roosters wieder gewonnen. Am Sonntagnachmittag bejubelten die gut 4300 Zuschauer in der Eissporthalle am Seilersee einen 5:2-Erfolg gegen die Eisbären Berlin. Auch deshalb, weil die Sauerländer dieses Mal keinem frühen Rückstand hinterherlaufen mussten – im Gegenteil.

Beide Teams mussten auf sieben bzw. sechs Leistungsträger verzichten, die Gastgeber fanden sich hiermit offensichtlich besser zurecht. Keine acht Minuten waren absolviert, da führten die Waldstädter bereits mit 4:0 gegen zuletzt formstarke Eisbären. Den Auftakt machte der Ex-Berliner MacQueen mit einem trockenen Handgelenkschuss in den linken Torwinkel (2.). Ganze fünf Sekunden später fiel bereits Treffer Nummer zwei auf kuriose Art und Weise. Die Roosters entschieden das Mittelbully für sich, Bobby Raymond zog aus der eigenen Hälfte ab – drin! Gästecoach Serge Aubin reagierte prompt und nahm den erst kürzlich verpflichteten Keeper Pogge vom Eis. Allerdings erwischte es auch den eingewechselten Sebastian Dahm eiskalt: Zweites Überzahlspiel Iserlohn, zweites Tor durch Mannschaftskapitan Raymond (5.). Weil das Toreschießen so viel Spaß bereitete, setzte Daniel Weiß per Nachschuss noch einen drauf zum 4:0, nachdem er die Situation durch einen unnachgiebigen Forecheck selbst ermöglicht hatte. Zurecht verabschiedeten die heimischen Fans ihr Team mit Applaus in die Kabine.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hieß es zunächst, eine doppelte Unterzahl zu überstehen. Dies gelang den drei Iserlohner Akteuren leider nicht, denn Hördler zielte genau unter die Torlatte – 4:1 (22.). Der Angriffsdruck der Berliner sollte etwas zunehmen. Noebels besaß die große Tormöglichkeit zum Anschluss, als er Jenike bereits umkurvt hatte; doch O’Connor spitzelte ihm in höchster Not die Scheibe von der Kelle (30.). Im Gegenzug hielt Sutter fast erfolgreich seine Kelle in den punktgenauen Rückhandpass von Dmitriev, hier segelte der abgefälschte Puck über das Berliner Gehäuse. Richtig knifflig wurde es für die Roosters eine Viertelstunde vor Ende. Jenike ließ einen harmlos dreinschauenden Schlenzer von Berlins Müller abklatschen, in dem darauffolgenden Gewühl vor dem Tor behielt Noebels die Übersicht und drückte den Puck über die Linie (45.).

Sollten die Mannschaft von Jason O’Leary erneut eine komfortable Führung aus der Hand geben und Berlin wie schon gegen Bremerhaven ein 0:4 egalisieren? Die Antwort: nein! Endlich ein Powerplay-Tor zum richtigen Zeitpunkt dürften sich viele gedacht haben, als MacQueen drei Minuten später per Direktschuss durch die Hosenträger von Dahm den alten Abstand wiederherstellte (48.). Die restlichen zwölf Spielminuten brachten die Sauerländer mit viel Herz, etwas Glück und einem wachsamen Jenike (42 Saves) über die Zeit.

Lennart Flanz

Die Spielstatistik:

Roosters: Jenike – O’Connor, Orendorz; Buschmann, Raymond; Schmitz – Lautenschlager, Grenier, Halmo; Petan, Sutter, MacQueen; Samanski, Weiß, Dmitriev; Weidner, Fleischer; Lautenschlager.
Berlin: Pogge, Dahm (ab 2:33) – McKiernan, Kettemer; Wissmann, Hördler; Müller, Braun – Pföderl, Sheppard, Noebels; Ortega, Lapierre, Rankel; Dietz, Streu, Labrie
Schiedsrichter: Schukies (Herne), Köttsdorfer (Rosenheim)
Tore: 1:0 (2:28) MacQueen (Petan, Grenier/PP1), 2:0 (2:33) Raymond (Weidner, Orendorz), 3:0 (4:48) Raymond (Clarke, Weiß/PP1), 4:0 (7:23) Weiß (Dmitriev, Samanski), 4:1 (21:06) Hördler (Ortega, Noebels/PP2), 4:2 (44:59) Noebels (Pföderl, Müller), 5:2 (47:57) MacQueen (O’Connor, Petan/PP2)
Strafminuten: Roosters 12; Berlin 14
Zuschauer:
4329

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