Eishockey

Fans feiern Roosters trotz Niederlage

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Lean Bergmann (rechts) und Travis Turnbull attackieren das Gehäuse von Münchens Schlussmann Danny aus den Birken.

Iserlohn - Am Ende fehlte es an Scheibenglück und ein wenig Feintuning. Trotz eines herausragenden Kampfes, viel Leidenschaft und Einsatzbereitschaft mussten sich die Iserlohn Roosters Meister Red Bull München mit 3:5 (1:0, 1:2, 1:3) geschlagen geben.

Dennoch war es ein weiteres gutes Spiel – es fehlte einzig die Belohnung. Die Partie war in den ersten zwanzig Minuten defensivorientiert. Das galt auch für den Meister, der nach der Erfahrungen des 3:8 vor einigen Wochen nicht in einen Konter der Iserlohner Stürmer laufen wollte. München hatte mehr Spielanteile, mehr Chancen, die entweder von der Iserlohner Defensive oder von Hovinen zunichte gemacht wurden. Der finnische Keeper der Roosters war nur einmal machtlos, aber Mitchell scheiterte an der Latte. Da führten die Iserlohn Roosters allerdings schon durch Caporusso mit 1:0. Das Überzahltor resultierte eigentlich aus einem Scheibenverlust Yeos. Camara aber brachte die Scheibe in Richtung Tor, die von Caporusso entscheidend abgefälscht wurde. Zwei Minuten später hätte Friedrich, der von der Strafbank kam, mit Yeo einen 2:0-Konter zur Doppelführung nutzen können, ein Stockschlag vereitelte aber die Chance und brachte die Gäste zum Drittelende noch einmal auf die Strafbank, allerdings nicht mehr in Gefahr.

Im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts wurde das Match offensiver, beide Teams hatten mehr Chancen, die München im Doppelpack zu nutzen verstand. Erst brachte Stajan die Scheibe über die Linie (24.), dann der nächste Jubel der Roten Bullen: Diesmal nutzte Mauer einen Zuordnungsfehler der zu hoch im eigenen Drittel stehenden Rooster-Defensive. Damit war das Match erst einmal gedreht, aber die Gastgeber blieben cool. Weidner, Camara und Dmitriev prüften den starken Ex-Iserlohner Danny aus den Birken. Das änderte sich in der 31. Minute. Da bauten Ellerby und Caporusso einen schönen Angriff auf, bedienten Matsumoto, der über die halblinke Seite zum 2:2 ausglich, das Hovinen mit drei tollen Paraden in die Kabinen rettet.

95 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts war der Finne aber gegen Mitchell ohne Chance und München schafft eine Art Vorentscheidung: Der völlig allein gelassene Bodnarchuk wurde von Voakes super angespielt– 2:4. Die Roosters aber gaben nicht auf, kämpften, rackerten und schafften durch Yeo via Todds Pass ins Slot den Anschluss. In Überzahl hatte Caporusso noch die Ausgleichschance, doch er vergab. Und als Hovinen seinen Platz geräumt hatte, entschied der Meister die Partie per Empty-Net-Treffer durch Mitchell. Dennoch feierten die Roosters-Fans ihre Mannschaft.

Roosters:  Hovinen – Todd, Yeo; Fischer, Florek; Ellerby, Orendorz – Weidner, Smotherman, Camara; Matsumoto, Caporusso, Friedrich; Turnbull, Dmitriev, Bergmann; Bappert, Lautenschlager

Red Bull: aus den Birken – Aulie, Boyle; Seidenberg, Abeltshauser; Bodnarchuk, Joslin; ButtonHager, Mayenschein, Wolf; Voakes, Kastner, Mauer; Mitchell, Ehliz, Parkes; Stajan, Shugg, Eder

Schiedsrichter: Bauer/Iwert

Tore:  1:0 (15:08) Caporusso (Yeo, Camara/5:4), 1:1 (23:33) Stajan (Button, Shugg), 1:2 (28:16) Mauer (Kastner, Boyle), 2:2 (30:30) Matsumoto (Ellerby, Caporusso), 2:3 (41:35) Mitchell (Parkes, Seidenberg), 2:4 (53:40) Bodnarchuk (Voakes, Kastner/4:5), 3:4 (56:43) Yeo (Todd, Turnbull), 3:5(59:41) Mitchell (Joslin/EN)

Strafminuten: Roosters 8 – Redbull 12

Zuschauer:  4154

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