Eishockey, DEL

Iserlohn Roosters mit zwei Heimspielen binnen drei Tagen

Eishockeytorwart in Aktion
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Andreas Jenike machte in Bremerhaven kein gutes Spiel – ob er gegen Berlin Platz machen muss für Neuzugang Yannick Schwendener, ist allerdings noch offen.

Am Dienstagabend kommen die Eisbären Berlin, am Donnerstagabend kommt die Düsseldorfer EG zum Seilersee: Zwei Heimspiele in den drei Tagen für die Iserlohn Roosters...

Iserlohn – Spielplanentwicklung ist faktisch eine echte Kunst. Je mehr Arenen involviert sind, umso mehr muss man mit den Terminen jonglieren. Wenn die Corona-Saison also einen vermeintlichen Vorteil hat, dann doch den, dass Terminvergaben in Monaten, in denen so gut wie nichts stattfindet, einfacher sein sollten.

Warum aber haben die Roosters nach der Niederlage von Bremerhaven sechs freie Tage und spielen dann daheim zwei Mal in drei Tagen? Erklärung offen. Am Seilersee aber leidet man nicht unter dem kuriosen Ablauf einer noch außergewöhnlicheren Saison, man nutzt sie sinnvoll.

Drei freie Tage rund um den Jahreswechsel hat Cheftrainer Jason O’Leary seiner Mannschaft verordnet, anschließend drei harte Trainingstage angesetzt. „Ich denke, dass war genau richtig. Wir haben alle ein bisschen ausspannen und abschalten können. Zwar waren meine Beine noch nicht schwer, aber den Kopf frei zu kriegen, war schon hilfreich“, sagt Nachwuchsstürmer Tim Fleischer.

Iserlohn Roosters mit zwei Heimspielen binnen drei Tagen

Fleischer war einer der wenigen, die an der Nordsee eine Topleistung abgerufen hatten. Das ist in seinem Fall und nach der vergangenen Saison zwar keine große Überraschung, trotzdem erwähnenswert. Auch Fleischer macht übrigens Spaß, was er generell in puncto junge Spieler so erlebt. „Ich kenne viele von den Jungs, gegen die wir aktuell spielen. Sie bekommen die Gelegenheit, ihr Können viel früher zu zeigen, als das in der Vergangenheit der Fall gewesen wäre. Letztlich glaube ich auch, dass die vielen Jungen auch die Liga verändern, weil sie viel Schlittschuhlaufen und vielleicht dazu beitragen, dass das ganze Spiel einen Hauch schneller wird.“

Wenn die Roosters am Dienstagabend auf die Eisbären aus Berlin treffen (Eissporthalle am Seilersee/19.30 Uhr), dann werden mit Nino Kinder, Eric Mik, Lukas Reichel oder Sebastian Streu erneut vier sehr talentierte Nachwuchsspieler auflaufen, von denen Fleischer den größten Teil bestens kennen dürfte. Abgesehen davon muss man sich auf eine auf vielen Positionen neu zusammengestellte Hauptstadt-Mannschaft einstellen.

Insbesondere im Tor ist den Eisbären, die bereits seit dem Spätsommer auf dem Eis stehen, der vielleicht wichtigste Transfer des Sommers gelungen. Mit Matthias Niederberger, dem ehemaligen Düsseldorfer, dürfte der Rekordmeister den besten deutschen Keeper unter Vertrag haben. Verabschiedet hat sich das Team dagegen von ehemaligen Helden wie dem langjährigen Kapitän André Rankel, Louis-Marc Aubrie oder Constantin Braun. Mit einem Punktequotienten von 2,33 nach drei Spielen sind die Gäste ohnehin das Maß der Dinge im Eishockey-Norden der DEL.

In puncto Special Teams sind die Berliner aktuell erfolgreich, deshalb müssen wir vor allem auch vermeiden, zu viel Zeit auf der Strafbank zu verbringen!

Marko Friedrich (Iserlohn Roosters)

Dessen sind sich auch die Sauerländer bewusst. „Berlin hat insbesondere mit den Nachverpflichtungen noch einmal an Qualität gewonnen“, so Cheftrainer O’Leary. Sportlich überzeugten die Eisbären auch defensiv. „Wir müssen sehr konzentriert ins Match gehen. In puncto Special Teams sind die Berliner aktuell erfolgreich, deshalb müssen wir vor allem auch vermeiden, zu viel Zeit auf der Strafbank zu verbringen“, sagt Stürmer Marko Friedrich, der nach überstandenen Oberkörperproblemen zurückkehren wird.

Neuzugang Schwendener soll seine Chance bekommen

Fehlen werden dagegen Mike Hoeffel, der noch immer nicht mit dem Team trainiert, Ryan O’Connor, dessen Operation gut verlaufen ist, und der wegen eines angeblichen Stockstichs gesperrte Brodie Sutter. „Das bedeutet, dass wir die Mannschaft auf einigen Positionen umbauen müssen, Details aber will ich noch nicht verraten“, so O’Leary.

Gleiches gilt für die Torhüterposition. Allerdings wissen alle, dass spätestens in dieser Woche die Zeit von Neuzugang Yannick Schwendener gekommen sein dürfte. Bekommt gegen Berlin Jenike die Chance, nach seinem durchwachsenen Bremerhaven-Spiel Selbstvertrauen zu sammeln, könnte der Neuzugang spätestens am Donnerstag gegen die DEG auflaufen.

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