Seilerseehalle wird zur echten Festung

+
Verpasste im Duell mit den Krefelder Pinguinen am Freitagabend am Seilersee die Möglichkeit, noch im ersten Drittel auf 2:0 zu erhöhen: Roosters-Angreifer Greg Rallo (rechts).

Iserlohn - Es ist geschafft. Die Iserlohn Roosters besiegten am Freitagabend die Krefeld Pinguine mit 4:1 und feierten damit den erst zweiten Dreier nach der Länderspielpause. Im Westderby konnten sich die Sauerländer dabei erneut auf ihre Heimstärke verlassen.

 Die Gastgeber benötigten 90 Sekunden, um ins Spiel zu kommen, doch nach der druckvollen Anfangsphase der Pinguine erzielte Blaine Down wie aus dem Nichts die Führung für die Sauerländer. Die blieben am Drücker und besaßen durch Jaspers und Rallo weitere Möglichkeiten.

 Erst in der 9. Spielminute musste Iserlohns Schlussmann Pickard gegen Pieta klären. In Überzahl verpasste es dann Bassen, die Führung auszubauen. Sein Rückhandschlenzer strich knapp vorbei. Aufregung vor dem Roosters-Gehäuse gab es nur kurz vor Drittelende, als Müller gleich bei zwei Versuchen an Goalie Pickard scheiterte.

 Krefeld schien aber unbeeindruckt und erwischte den besseren Start nach der ersten Pause. Gleich zweimal – gegen Pieta aus Nahdistanz und gegen den völlig unbedrängten Rosa – musste Pickard in höchster Not retten. Wiederum mit der ersten Möglichkeit im Mittelabschnitt schlugen aber die Sauerländer eiskalt zu. Friedrich schnappte sich an der Mittellinie den Puck und vollendete seine Einzelaktion ins linke obere Eck. Jetzt legten die Roosters nach. Erst scheiterte Wruck an Treutle, doch nur wenig später klingelte es erneut im Krefelder Kasten. Hallischuk klickte die Scheibe in Überzahl am Innenpfosten ein.

 Gästecoach Fritzmeier nahm eine Auszeit und wechselte den Torhüter. Mit mit Erfolg – zunächst rettete der eingewechselte Galbraith gegen Caporusso und nur kurz darauf vollendete der starke Pieta zum 1:3. Doch wer jetzt gedacht hattee, dass Iserlohn anfängt zu wackeln, der sah sich getäuscht. Der bislang schwächste Sturm der Liga blieb erbarmungslos. Zehn Sekunden vor der Pausensirene stocherte Caporusso einen abgewehrten Schuss von Bassen über die Linie – 4:1.

In den letzten 20 Minuten ging es den Roosters nur darum, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Deshalb konzentrierten sich die Sauerländer hauptsächlich auf das Verteidigen und blockten zahlreiche Schüsse der Gäste. Nur zweimal wurde es noch gefährlich: Im Getümmel behielt aber Pickard die Übersicht. Dank seiner starken Vorstellung durften sich die Roosters am Ende über drei wichtige Punkte freuen.

Roosters: Pickard – Button, Fischer; Larsson, Pikkarainen; Milam, Périard; Orendorz; – Jones, Dziurzynski, Caporusso; Rallo, Down, Wruck; Halischuk, Jaspers, Friedrich; Blank, Bassen, Ross

Krefeld: Treutle (ab 31.59 Galbraith) – Klubertanz, St. Pierre; Faber, Hambly; Little, Vainonen; – Ma. Müller, Pieta, Shymainski; Collins, Rosa, Mancari; Mieszkowski, Koziol, Vasiljevs; Sonnenburg, K. Orendorz

 Schiedsrichter:  Iwert (Adendorf), Stricker (Schweiz)

 Tore:  1:0 (01:44) Down (Wruck), 2:0 (26:24) Friedrich (Button, Jaspers), 3:0 (31:59) Halischuk (5-4/ Jones, Button), 3:1 (33:53) Pieta (Vainonen), 4:1 (39:50) Caporusso (Bassen, Dziurzynski)

 Strafmin.: Iserlohn 2 + 10 (Fischer); Krefeld 6

 Zuschauer: 4967 (ausverkauft)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare