Niederlage gegen den Angstgegner

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Seine Premiere am Freitag im Tor der Roosters lässt noch Luft nach oben: Neu-Goalie Erik Ersberg.

ISERLOHN -  Ohne Danielsmeier, Frosch, Lange und Mulock kassierten die Iserlohn Roosters am Freitagabend eine weitere Niederlage gegen Angstgegner Krefeld Pinguine. Beim 2:6 (1:3, 0:1, 1:2) machten die Sauerländer in der Rückwärtsbewegung eines ihrer schlechteren Saisonspiele und schafften es in der Offensive nicht, ihre Chancen zu nutzen. Neuzugang Ersberg im Tor, der sich einen Fehler leistete, war anzusehen, dass er noch Zeit braucht, um sein Timing zu finden.

Dass sich die Krefelder am Seilersee wohlfühlen, sagt nicht nur die Statistik mit 15 Siegen in 25 Ligaspielen, sondern bewies auch das Auftaktdrittel. Schon nach 193 Sekunden zappelte der Puck erstmals im Iserlohner Netz. Nach Sonnenburgs Schuss von der blauen Linie landete die Scheibe zwischen den Schonern von Ersberg und staubte Klöpper am rechten Pfosten ab. Nur knapp zwei Minuten waren nach dem Führungstreffer gespielt, als Teubert per Eigentor unglücklich für das 0:2 sorgte. Bei den Roosters stimmte die Grundordnung im eigenen Drittel in zu vielen Fällen nicht, doch obwohl sie den Gästen zu viel Platz ließen, verkürzten die Iserlohner mit einem ihrer hervorragenden Powerplays auf 1:2, als Raedeke nach einem Foster-Schuss abstaubte (15.). Aber dann traf Krefeld im ersten Abschnitt noch ein drittes Mal: 151 Sekunden vor Drittelende gestattete Brennan Voakes das 1:3.

In der Pause dürfte Roosters-Cheftrainer Mason insbesondere die schwächelnde Defensivleistung angesprochen haben; seine Worte veränderten das Spiel seines Teams zum Positiven, das Ergebnis aber nicht nachhaltig. Die Sauerländer produzierten Chancen am Fließband, verwandelten diese aber nicht in Tore. Die Pinguine machte das bei einer ihrer wenigen Möglichkeiten im Mitteldrittel deutlich besser: Courchaines besorgte nach unglücklichem Iserlohner Pass aus der eigenen Deckung heraus das 1:4 (37.).

Obwohl die Roosters nach nur 47 Sekunden im Schlussdrittel ihren Kapitän Michael Wolf durch eine Spieldauerdisziplinarstrafe verloren, kamen sie durch Verteidiger-Neuzugang Raymond zum ersten Treffer in den letzten 20 Minuten. Aber spätestens nach Krefelds fünftem Streich durch Pietta (50.) war die Partie entschieden. St-Pierre stellte 91 Sekunden vor Schluss dann den 2:6-Endstand her. - MiHei

Roosters: Ersberg – Teubert, Raymond; Brennan, Orendorz; Gödtel, Jares; Kopitz – York, Macek, Raedeke; Sertich, Wolf, Giuliano; Foster; Foster; Fischhaber

Pinguine: Duba – Meyers, Sonnenburg; Akdag, Mebus; Fischer, St-Pierre – Pietta, Courchaine, Clark; Driendl, Verwey, Schymainski; Voakes, Sofron, Blank; Kretschmann, Klöpper, Orendorz

Schiedsrichter: Schukies (Herne), Zehentleitner (Kempten)

Tore: 0:1 (03:13) Klöpper (Sonnenburg, Kretschmann), 0:2 (05:10) Blank (Voakes, Sofron), 1:2 (14:34) Raedeke (Foster, Jares/5:4), 1:3 (17:28) Voakes (Blank, St-Pierre), 1:4 (36:30) Courchaine, 2:4 (48:34) Raymond (Foster), 2:5 (49:54) Pietta, 2:6 (58:29) St-Pierre (Kretschmann)

Strafen: Roosters 11 + Spieldauer (Wolf); Pinguine 4 + 10 (Clark)

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