Eishockey, DEL

Gastgeber erwarten keinen Selbstläufer

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Mike Hoeffel und seine Roosters-Teamkollegen wollen Schlusslicht Krefeld nicht unterschätzen.

Iserlohn – „Es gibt keine Ausreden, wir müssen gewinnen.“ Marko Friedrich ist zu ehrlich, um über Favoriten, Entschuldigungen oder Rahmenbedingungen zu reden. „Ich sage das bei allem Respekt den Krefeld Pinguinen gegenüber. Ich betrachte auch ihre momentan dramatische Lage nicht als vermeintlichen Vorteil für uns“, so Friedrich weiter.

Der Stürmer der Sauerländer hat vor dem Duell mit den Krefeldern (Mittwoch, 19.30 Uhr, Eishalle am Seilersee) ausschließlich die sportliche Situation vor Augen: Die engen Spiele, in denen das Team vom Niederrhein hart gefightet und doch verloren hat. Auch Cheftrainer Jason O´Leary sieht in der aktuellen Krefelder Situation keinen Vorteil. „Wir müssen uns doch auf uns konzentrieren. In dieser engen Liga macht man einen Fehler, wenn man sich mit Problemen abseits des Sports beschäftigt, statt mit den Qualitäten der einzelnen Mannschaften!“

Roosters mit starker Heimbilanz gegen Pinguine

Natürlich werden, die meisten Blau-Weiß-Fans gegen das Tabellenschlusslicht einen „automatischen“ Sieg erwarten – genau die aber haben in der Deutschen Eishockey Liga Seltenheitswert. Trotzdem sind Westderbys gegen Krefeld zuletzt eher Selbstläufer gewesen. Nur eines der letzten elf Aufeinandertreffen in eigener Halle haben die Roosters verloren. Das sieht auswärts anders aus. Spiel eins hatten die Sauerländer in Krefeld mit 1:3 verloren.

Hauptgrund: zwei Gegentreffer in Unterzahl und kein selbst erzieltes Powerplay-Tor. Genau das ist auch anhaltend eines der maßgeblichen Probleme der Waldstädter, die Special Teams.

O´Leary fordert Disziplin ein

In zwölf Partien hat das Team gerade mal fünf Überzahltore erzielt, mit 9,3 Prozent Erfolgsquote die schlechteste Bilanz der Liga. 13,5 Strafminuten kassiert der IEC im Schnitt, ist deshalb oft in Unterzahl. „Wir reden mit der Mannschaft immer wieder über die Disziplin“, betont O´Leary deshalb. „Weniger Strafen, mehr Tore, bessere Disziplin, öfter schießen!“ Mit dieser Forderung schickt O´Leary seine Mannschaft in die Partie, die aufgrund einer TV-Übertragung auf den Donnerstag vorgezogen worden ist. Der Coach hat, ohne Details zu nennen, die Überzahlformationen umgestellt.

Hintergrund wird ohne Zweifel der Einbau von Alex Grenier sein, der seine erste Trainingswoche hinter sich hat und schon am vergangenen Wochenende aufblitzen ließ, warum er zu einem der besten Roosters-Spieler werden könnte. Wer pausieren wird, ist offen. Weidner und Weiß sind mit Verletzungen raus, wahrscheinlich wird auch Todd erst seinen Trainingsrückstand aufholen müssen

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