Krefeld zu Gast

Ein neuer Stürmer befindet sich im Anflug

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Ob Mathias Lange, hier gegen die DEG, oder zuletzt in Wolfsburg auch Erik Ersberg – die Keeper der Roosters zeigten sich in prächtiger Verfassung. Auch an diesem Wochenende sollen wieder beide ihren Einsatz bekommen.

ISERLOHN - Mit einem Heimspiel gegen den Westrivalen aus Krefeld geht am Freitagabend der Play-off-Kampf der Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in die nächste spannende Runde. Und vielleicht steht dann bereits ein neuer Stürmer für die Iserlohner auf dem Eis, der am Freitagmorgen aus Übersee eintrifft.

Die Roosters sind nämlich auf der Suche nach einem Ersatz für den verletzten Mike York fündig geworden. Der Flieger mit der Verstärkung aus Nordamerika landet am Vormittag in Düsseldorf, wo er von den Roosters abgeholt wird. Ob der Stürmer, der zuletzt in der AHL gespielt hat, bereits am Abend am Seilersee ab 19.30 Uhr gegen Krefeld auf dem Eis stehen wird, liegt allerdings in seinem eigenen Ermessen. Die Spielberechtigung werde jedenfalls vorliegen, allenfalls der mögliche Jetlag könnte ein Hindernis sein.

Nach dem vergangenen bärenstarken Wochenende mit erneut sechs Punkten empfangen die Sauerländer den aktuellen Tabellendritten vom Niederrhein in der Eissporthalle am Seilersee.

„Krefeld ist und bleibt ein unangenehmer Gegner, gegen den wir fast schon traditionell unsere Probleme haben. Insbesondere das letzte Aufeinandertreffen in Krefeld war sicherlich eines unserer schwächsten Saisonspiele und hat insbesondere unsere Defensivprobleme klar aufgezeigt“, so Cheftrainer Jari Pasanen. Mut macht dem Finnen, dass sein neues, von der Mannschaft auch gelebtes Defensivsystem mittlerweile eingeschlagen hat und man in der Tabelle auf zwei Punkte an den direkten Konkurrenten aus Augsburg herangerückt ist.

„Am Dienstagabend hat sich gezeigt, wie wertvoll und schwer einzufahren auch der Erfolg gegen Düsseldorf war und wie wichtig zugleich“, verwies Pasanen auf die letztlich doch überraschende 1:5-Pleite Augsburgs beim Tabellenletzten DEG. Nur zu gut weiß der Roosters-Chefcoach aber auch, dass eine Konzentration auf Vergangenes keinen Sinn macht. „Wenn wir in die Play-offs wollen, müssen wir Akzente setzen, auch in den folgenden schweren Spielen.“ Dass die heutige Aufgabe eine Herausforderung wird, ist kein Geheimnis. Krefeld steht für viele sehr kreative und manchmal unkonventionell agierende Spielertypen, die von einem sehr lockeren taktischen Konzept zusammengehalten werden. Dazu kommt mit Clark, Courchaine und Pietta eine Sturmreihe, die das Beste ist, was die DEL in dieser Saison bis dato zu bieten hat. Sein 700. DEL-Spiel bestreitet heute zudem Roland Verwey, der auch in Iserlohn schon seine Schlittschuhe schnürte. Dennoch: Gemäß dem Motto „Bange machen gilt nicht“ gibt sich Christian Hommel zuversichtlich: „Wir wollen die Lawine aber im Rollen halten, mit unserem vollen Engagement sollte das Gelingen.“

Nach zwei freien Tagen scheint der Kader mit Ausnahme einiger erkälteter Spieler fast auskuriert und fit in die anstehenden Aufgaben gehen zu können. Umstellungen in den Reihenkombinationen sind zunächst nicht geplant, im Tor steht Erik Ersberg. Der Schwede hat nach seinem Topspiel am vergangenen Sonntag in Wolfsburg auch im Training einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und bekommt seine Einsatzzeit gegen Krefeld. Am Sonntag in München (16.30 Uhr) plant Cheftrainer Pasanen mit Mathias Lange. Ein ebenfalls sehr unangenehmer Gegner, denn in allen bisherigen drei Vergleichen zogen die Sauerländer in dieser Spielzeit den Kürzeren. Zunächst aber gilt die volle Konzentration dem Heimspiel gegen Krefeld. Im Siegfall winkt erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit der Sprung auf Pre-Play-off-Platz zehn. - MiHei

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