Eishockey

Siegen oder fliegen?

Iserlohn Roosters, Eisbären Berlin
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Hähne gegen Eisbären: Am Samstagabend geht‘s in Berlin um den Halbfinaleinzug.

Siegen oder fliegen - heute Abend ab 17.30 Uhr steht für die Iserlohn Roosters bei den Eisbären Berlin das dritte und entscheidende Playoff-Viertelfinalspiel an.

Iserlohn – Es sind die altbekannten Wahrheiten. In den Playoffs ist es egal, wie hoch man verliert. Eine Niederlage ist eben nur eine Niederlage – zumindest wenn sie nicht im dritten und entscheidenden Spiel passiert.

„Berlin hat sicherlich alles reingelegt. Sie wussten, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen, und sie können aufgrund ihrer außergewöhnlichen Qualität auch für ein solches Ergebnis sorgen“, sagt Roosters-Torhüter Andy Jenike. „Wir sind sicherlich gut in die Partie gestartet, hatten aber auch nicht das Glück, in einer frühen Phase unsere Akzente zu setzen.“

Ja, die Eisbären haben aufgrund ihres starken Spiels Fehler der Roosters erzwungen, die nach 20 Minuten zu einem 0:2-Rückstand geführt haben. Doch das von Jenike angesprochene nicht vorhandene Glück hat letztlich auch eine zentrale Rolle in der Geschichte des zweiten Playoff-Viertelfinalabends eingenommen: Es machte einen weiten Bogen um die Roosters.

„Wir hatten vor allem kein Scheibenglück. Hinzu kam der Ausfall von Torsten Ankert, der natürlich der Anker in unserer Defensive ist“, meint Angreifer Marko Friedrich. Er mag das nicht als Entschuldigung anführen, merkt aber genau die Punkte an, die in einem solchen Spiel ausschlaggebend sind. Will man gegen einen solchen Gegner den Sack zumachen, braucht man neben dem eigenen guten Spiel auch glückliche Momente. Gelingen sie nicht, verbucht man keinen frühen Anschlusstreffer. Fällt eine zentrale Führungspersönlichkeit aus, spielt die mentale Frage eine immer größere Rolle.

Und gerade mit den eigenen Gedanken, die nicht mehr frei für das Spielgeschehen zu sein schienen, war die Mannschaft der Roosters beschäftigt. Cheftrainer Brad Tapper beschäftigte sich nach Spielende mit der Frage, ob seine Mannschaft den Sieg zu sehr gewollt haben könnte. „Wir sind es nicht Wechsel für Wechsel angegangen, nicht so wie in den letzten Spielen. Herausfordernd ist, dass wir jetzt mit einem kurzen Line-Up ins nächste Match gehen müssen, sowohl offensiv als auch defensiv begrenzt. Aber wir reisen nach Berlin und tun unser Bestes.“

In welcher Aufstellung die Roosters am Samstag ab 17.30 Uhr in der Hauptstadt im Detail ins Match gehen werden, ist offen. Ankert wirkte nach einem fairen Check der Eisbären deutlich angeschlagen, ist aber hart genug, die Zähne zusammenzubeißen und auf dem Eis zu stehen. Offizielle Antwort: Fehlanzeige.

Fakt ist, dass das gesamte Team in die Hauptstadt mitgereist ist. Auch die anderen angeschlagenen Spieler wie Jentzsch, Orendorz und Steve Whitney sind an Bord gewesen, um da zu sein, wenn es nötig ist. Im Fall von Joel Lowry gab es bis Redaktionsschluss keine Information der Deutschen Eishockey Liga, ob er für das dritte Spiel gesperrt sein könnte. Sein Check gegen den Berliner Erik Mik war hart, hatte glücklicherweise wohl aber keine Verletzungsfolgen.

So wird er wohl mit dabei sein können, wenn die Sauerländer jetzt in das entscheidende dritte Viertelfinale starten. „Wir müssen unsere Effizienz steigern und insbesondere im Powerplay unsere Akzente setzen“, unterstreicht Manager Christian Hommel als Aufgabe für den Fight.

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