Roosters benötigen Kraftreserven in Spiel zwei

Auch das Roosters-Maskottchen freut sich auf den Mittwoch.

Iserlohn - Wer in Hamburg gewinnen will, der muss sein bestes Eishockey spielen. Eigentlich führt ein solcher Satz zu fünf Euro ins Phrasenschwein. Dennoch hat sich die Weisheit im ersten DEL-Spiel der „best-of-seven“-Serie zwischen den Hamburg Freezers und den Iserlohn Roosters bewahrheitet. Am Mittwoch kann es nur besser laufen. Dann gehen die Roosters zumindest ausgeruhter ins Spiel.

Während die Roosters, abgekämpft nach drei Partien gegen München, nicht in der Lage waren, bestes Eishockey abzuliefern, verdiente sich der Hauptrunden-Erste aus der Hansestadt den 4:1-Sieg im ersten Duell der Viertelfinalserie. „Hamburg war die bessere Mannschaft“, hält Jari Pasanen fest. „Wir haben vor allem vor unserem eigenen Tor zu viele schlechte Momente gehabt“, analysiert Christian Hommel.

Nahezu immer wenn die Freezers die Scheibe ins Slot vor das Tor brachten, sicherten sie sich auch einen Torerfolg. Der Grund dafür: Viele Hamburger überragen die Roosters in punkto Körpergröße. „Drei Mal sind wir auf diese Art und Weise bestraft worden. Die Größe des Gegners können wir auch am Mittwoch nicht verändern, aber wir müssen versuchen, ihre Schläger zu kontrollieren“, analysierte Pasanen.

Die Offensive blieb in Spiel eins ungefährlich – in Überzahl als auch im Spiel ‘Fünf-gegen-Fünf´. Zu selten schafften es die Roosters, Sébastien Caron im Freezers-Tor unter Druck zu setzen. Erst kurz vor Schluss hämmerte Thomas Gödtel seinem Ex-Kollegen einen Schuss unter die Latte. „So ein Treffer wirkt wie ein Nadelstich. Wir haben den Freezers gezeigt, dass wir wissen, wo sie anfällig sind“, sagte der Schütze schmunzelnd.

Trainerstab und Management erwarten in der zweiten Partie (Mittwoch, 19.30 Uhr) am Seilersee eine Leistungssteigerung. „Wir können und werden diesen Gegner noch ärgern“, ist Manager Karsten Mende voller Zuversicht.

Bleibt die Frage: Haben die Freezers ihr Potenzial bereits ausgeschöpft? Wahrscheinlich nicht. Dennoch haben die Hanseaten in der „Best-Of-Seven“-Serie einen großen Vorteil: Kraft. Die Freezers waren neun Tage spielfrei, während die Roosters am späten Freitagabend und drei Pre-Playoff-Spielen in den Knochen aus München abreisten, um sonntags ab 14.30 Uhr in Hamburg aufzuschlagen.

Physisch und mental war das Wochenende für die Blau-Weißen ein hartes. Freitagnachts fuhren die Roosters von München zum Seilersee, um sechs Uhr am Samstagmorgen erreichte der Bus Iserlohn. Nach drei Stunden Schlaf standen bereits Eistraining, Videoanalyse und die Abfahrt in die Hansestadt auf dem Programm, auf Wunsch des Teams: Keine 24 Stunden seit dem größten Erfolg der Iserlohner DEL-Geschichte fielen die Roosters nahe Tötensen in die Betten.

Der Spielplan sah zwischen dem dritten Spiel der „Pre-Playoffs“ und dem ersten „Playoff“-Duell keine Ruhephase für die Roosters vor, die den Coup von München nur kurz nach der Schlusssirene genießen konnten. „Wir haben etwas Historisches realisiert, und ich bin unglaublich stolz, zu diesem Team zu gehören“, hatte sich sich Brent Raedeke am späten Freitagabend gefreut.

Am Mittwoch kann es nur besser laufen. Dann gehen die Roosters zumindest ausgeruhter ins Spiel. - Von Mirko Heintz

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