Eishockey

Roosters enttäuschen erneut

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Roosters-Goalie Anthony Peters am Boden: Ein Bild mit Symbolcharakter für einen neuerlichen verkorksten Eishockey-Abend.

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters haben aus den Fehlern des Köln-Spiels nichts gelernt: Vor 4 100 Zuschauern am heimischen Seilersee spielten in den ersten beiden Abschnitten gegen die Grizzlys Wolfsburg ganz schwach, liefen erneut einem 0:4-Rückstand hinterher und verloren mit 1:5 (0:2, 0:2, 1:1).

Trainer Jason O’Leary hatte vor der Partie ein Geduldsspiel prophezeit, doch die Anfangsphase war alles andere als langweilig. Schon nach 77 Sekunden klingelte es zum ersten Mal – und zwar im Iserlohner Kasten. Nach Scheibenverlust von Bobby Raymond traf Spencer Machacek aus kurzer Distanz zum 0:1.

Erst in der sechsten Minute keimte erstmals Torgefahr vor dem Wolfsburger Gehäuse auf, doch Halmo scheiterte aus spitzem Winkel an den Schonern von Felix Brückmann. Und auch bei einem schnellen Konter der Sauerländer parierte der Wolfsburger Schlussmann gegen Rumble glänzend.

Dennoch: Das Spiel der Roosters in den ersten 20 Minuten war erneut zu umständlich, zu ideenlos, zu uneffektiv und vor allem zu fehlerhaft. So auch vor dem 0:2, als sich Grenier an der blauen Linie einen dicken Patzer leistete und Rech letztlich traf (19.).

Wie groß die Verunsicherung am Seilersee ist, zeigte die Anfangsphase des Mittelabschnitts. Nach 30 Sekunden unterlief Petan ein haarsträubender Fehlpass – Johansson fuhr alleine auf den Iserlohner Schlussmann zu, doch Peters fing den Schuss mit der Fanghand. Aber die Gäste drückten weiter, blieben klar spielbestimmend und zeigten den Roosters dann, wie man Überzahl spielt. Lautenschlager saß gerade acht Sekunden draußen, als Johansson zum 0:3 erfolgreich war (33.).

Iserlohn war läuferisch, spielerisch und auch in den Zweikämpfen deutlich unterlegen und kassierte noch vor dem Drittelende die Höchststrafe: ein Gegentor in eigener Überzahl. Machacek enteilte der Roosters-Verteidigung und schlenzte den Puck unter die Latte ins Tor – 0:4 (39.). Jetzt hatten auch die Fans genug, und die Iserlohner mussten sich bis zur Pausensirene ein gellendes Pfeifkonzert anhören.

Im letzten Drittel machten die Sauerländer zumindest zu Beginn ein wenig mehr Druck, allerdings brachte Brody Sutter nach nicht mal 50 Sekunden das Kunststück fertig, aus einem Meter den Puck am leeren Tor vorbeiszuschießen. Besser machte es kurz darauf Ryan O’Connor: In Überzahl schlenzte er die Scheibe zum 1:4 in den Winkel (42.).

Ansonsten hatten die Gäste aber wenig Probleme, ihre Führung über die Zeit zu bringen – ganz im Gegenteil. Kurz vor Schluss erzielte Spencer Machacek seinen dritten Treffer, und wieder leisteten die Roosters so gut wie keine Gegenwehr (57.). Andreas Jenike, nach dem 0:4 für Anthony Peters ins Spiel gekommen, hatte bei dem Schuss aus kurzer Distanz keine Chance.

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