5:2-Erfolg in Mannheim

Drei-Tore-Vorsprung reicht endlich mal zum Sieg

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MANNHEIM – Hochverdient haben sich die Iserlohn Roosters am Samstagabend in Mannheim drei Punkte gesichert. Sie gewannen bei den Kurpfälzern mit 5:2 (0:0, 5:2, 0:0) und nutzten dabei die Fehler des Gegners aus.

Von Mirko Heintz

So muss man als Auswärtsmannschaft beim Team der Stunde in ein erstes Drittel gehen. Die Adler, zuletzt mit vier DEL-Erfolgen in Serie gegen die Sauerländer aufs Eis gegangen, mühten sich Druck auszuüben, eine wirklich gute Defensivleistung des IEC und eigene Unzulänglichkeiten im Aufbau und Passspiel sorgten für ein leistungsgerechtes Unentschieden nach 20 Minuten.

Tatsächlich konzentrierten sich die Blau-Weißen insbesondere auf ihre Rückwärtsbewegung, waren immer mit drei Mann hinten und im Backchecking solide. Hervorragend lief auch das Unterzahlspiel. Obwohl die Adler von den ersten knapp zehn Minuten sechs in Überzahl verbrachten, kreierten sie wenig Geniales vor dem Tor des souveränen Mathias Lange.

Die Sauerländer hatten trotz weniger Offensivdrangs und weniger Scheibenbesitzes schon bessere Gelegenheiten. Raymond, Wolf im Zusammenspiel mit Kopitz und Raedeke scheiterten aber an Dennis Endras.

War der Auftaktabschnitt arm an hochkarätigen Chancen, galt das für das Mitteldrittel keinesfalls. Sieben Treffer verbuchten beide Teams, die Roosters allein fünf (!). Der Grund für die verdiente 5:2-Führung des IEC waren Adler, die sich über- oder die Sauerländer unterschätzten, waren Fehler in der Adler-Deckung, die die Roosters gnadenlos bestraften und war eine noch immer sehr stabil stehende Deckung der Gäste, die die zahlreichen Konter auf den Kasten von Dennis Endras erst möglich machten.

Schon den ersten, nach 20 Sekunden, schloss York nach genialer Vorarbeit von Raedeke und Wolf ab. Zwischendurch gelang den Adlern zwar durch Höfflin der Ausgleich, die Roosters aber kämpften trotzdem verbissen weiter und kombinierten sich mit Sertich und dem Torschützen Mulock zum 2:1 (31.). Nur 103 Sekunden später nutzte Connolly nach einem schönen Steal in Unterzahl (!) per Konter die Möglichkeit zum 3:1.

Dass Mannheim sich nicht aufgeben würde, war klar. Ex-NHL-Topmann Jochen Hecht bediente den zu frei stehenden Mauer zum 3:2 (35). Nur für einen Augenblick stand jetzt das Spiel ein bisschen auf der Kippe. In welche Richtung würde es gehen? Würden die Adler den Ausgleich versuchen und ins Match finden oder würden die Gäste ihre hervorragende Chancenverwertung durchsetzen können?

Die Antwort gaben Teubert mit einem verdeckten Schuss nach Bullygewinn von York und dann Connolly nach einem Scheibengewinn von Sertich, die zum 5:2-Zwischenstand trafen (37./40.). Wieder einmal hatten die Roosters in einem Match drei Tore Vorsprung, normalerweise ausreichend, in dieser Saison aber schon oft eine zu hohe Bürde für das Pasanen-Team.

Weil man wirklich gutes, defensives Auswärtshockey spielte, brachte man die ersten zehn Minuten des Schlussabschnitts locker über die Zeit. Nur zwei Schönheitsfehler hatte das Spiel der Sauerländer – zwei Unterzahlsituationen. Brennan ging zu ungestüm zu Werke, dann erlaubten die Iserlohner einen Konter, den Giuliano nur mit einem Foul sicher stoppen konnte.

Dank ihres überzeugenden Penaltykillings und eines souveränen Mathias Lange im Tor hatte der Vorsprung bis zum Schlusspfiff Bestand. Zwar hatten die Adler nach einem Lupfer, der zur Überraschung Langes die Latte traf, einmal wahnsinniges Glück, der Rest aber war überzeugendes Auswärtshockey und die Feststellung, dass der IEC auch einen drei Tore-Vorsprung über die Zeit bringen kann.

Roosters: Lange – Kopitz, Jares; Teubert, Giuliano; Brennan, Raymond, Gödtel – York, Raedeke, Wolf; Sertich, Mulock, Connolly; Fischhaber, Macek, Orendorz; Foster, Frosch, Hommel

Tore: 0:1 (20:20) York (Raedeke, Wolf), 1:1 (22:16) Höfflin (Sifers), 1:2 (30:01) Mulock (Sertich), 1:3 (31:44) Connolly (4:5), 2:3 (34:37) Mauer (Hecht), 2:4 (36:36) Teubert (York), 2:5 (39:27) Connolly (Sertich)

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