Eishockey

Torhüterfrage im Blickpunkt

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Am Heimspieltag hoffen die Iserlohn Roosters gegen die DEG am Freitag auf den nächsten Sieg. 

Iserlohn - „Ich selbst habe vielleicht den Fehler gemacht, dass ich aus Rücksicht auf unsere Spieler darauf verzichtet habe, meine konstruktive Kritik öffentlich zu machen, sodass unsere Entscheidung für alle klarer nachzuvollziehen gewesen wäre“, sagt Karsten Mende, der Manager der Iserlohn Roosters.

Gemeint ist die Entscheidung vom vergangenen Freitag mit Niko Hovinen einen dritten Torhüter unter Vertrag zu nehmen. Hinter den Kulissen hatte man intensiv diskutiert, ob Stürmer ausreichend nach hinten arbeiten, eine Verteidigung besser stehen muss oder die Leistung der Torhüter verbesserungswürdig ist. Die Antwort hat man mit der Hovinen-Verpflichtung gegeben, die in der Öffentlichkeit durchaus auf Unverständnis stößt.

„Aktuell gilt, was ich schon am Freitag gesagt habe. Wir haben drei Torhüter, die zu dieser Mannschaft gehören. Wir haben nach der Verpflichtung von Niko Hovinen mehr Optionen und sind auf dieser Position tiefer besetzt. Das ist ein Vorteil. Das werden wir auch in den kommenden Spielen auch zum Ausdruck bringen“, ergänzt der Manager. Wenn die Iserlohn Roosters am Freitagabend ab 19.30 Uhr in der Eissporthalle am Seilersee zum Westderby gegen die Düsseldorfer EG auflaufen werden, dann wird Sebastian Dahm zwischen den Pfosten stehen, Mathias Lange ist sein Back-up.

„Ich glaube, dass die Situation alle drei Spieler in ihrer Leistungsentwicklung vorangebracht hat – das haben wir auch im Training auf dem Eis gesehen“, so Rob Daum. „Wir haben drei Torhüter und versuchen von dieser Situation zu profitieren!“ Allen anderen Beteiligten merkt man an, dass sie nicht über die Situation sprechen wollen. Was könnten die Keeper auch sagen. Niemand ist mit der Reduzierung von Eiszeit zufrieden. Aber war es nun die richtige Entscheidung oder war sie es nicht? Fakt ist: Die Roosters warten auswärts noch immer auf den ersten Saisonsieg. Der ist meist abhängig von einer starken Defensivleitung – und vom Torhüter. Auch Hovinen hat sein erstes Spiel in der Fremde verloren, ob sein Einsatz ohne intensives Mannschaftstraining sinnvoll war, sei dahingestellt.

In Anbetracht der schweren nächsten Wochen mit Spielen gegen die Topteams aber sollte man nicht vergessen, sich mehr mit der Zukunft, als mit der Vergangenheit zu beschäftigten. Und nichts würde besser sein, als mit einem Sieg am heutigen Abend den Lauf der Düsseldorfer EG – in dieser Saison und gegen die Sauerländer selbst zu durchkreuzen. Zwischen 2012 und 2015 hatten die Roosters eine Serie, zuletzt siegt in Spielen gegeneinander meist die DEG.

Das soll sich ändern. „Genug ist genug. Natürlich muss man vor der neuen Mannschaft der DEG großen Respekt haben, sie stehen immerhin auf dem zweiten Tabellenplatz, aber wir können mit unserem besten Spiel diese Mannschaft schlagen und das haben allein unsere Fans verdient“, meint Torhüter Sebastian Dahm. Es fehlt lediglich Dieter Orendorz aufgrund seiner dritten großen Strafe. Am Sonntagnachmittag um 14:00 Uhr stehen die Iserlohner bei RedBull München auf dem Eis

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