Gastspiel in Ingolstadt

Iserlohner Erinnerungen an den 25. März

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Auch die Fans der Iserlohn Roosters dürften den 25. März noch nicht vergessen haben.

Iserlohn - Es gibt Tage, die vergisst man in einem Sportlerleben nicht. Sie sind außergewöhnlich – manchmal überaus erfolgreich, manchmal schlicht eine bittere Erfahrung. Die letzte Erfahrung, an die sich die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga in der Ingolstädter Saturn-Arena erinnern, war eine schlechte.

Es war der 25. März: Spiel sieben des Playoff-Viertelfinals. In der Serie stand es 3:3, ein Auswärtserfolg für den IEC fehlte zum größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Nach einer Verletzung kehrte Mathias Lange wieder ins Tor der Sauerländer zurück, war am Ende eine der tragischen Figuren nach der 1:6-Niederlage und dem damit verbundenen Ausscheiden der Blau-Weißen.

„Ich habe diesen Tag vergessen, denn er hat nichts mit der Mannschaft zu tun, die ich gerade trainiere und auch nichts mit der Mannschaft zu tun, auf die wir am Freitag treffen“, sagt Iserlohns Cheftrainer Jari Pasanen. Für seine Spieler gilt das nicht, denn die denken schon einmal an den Abend der schmerzvollen Niederlage zurück. Allerdings überwiegen mittlerweile die schönen Erinnerungen an die Gesamtsaison, die dieses eine Spiel längst in Vergessenheit geraten lassen.

„Natürlich war es ein bitterer Abend, der uns in der gesamten Sommerzeit nicht in Ruhe gelassen hat. Aber diese Momente muss man als Spieler einfach verdrängen“, sagt Keeper Lange, der am Freitag ab 19.30 Uhr in Ingolstadt zwischen den Pfosten stehen wird. Mit nur 17 Punkten steht der deutsche Vizemeister aus Oberbayern übrigens noch immer auf dem letzten Tabellenplatz, holt allerdings auf und hat sich noch vor der Länderspielpause mit dem ehemaligen NHL-Spieler Brandon McMillan verstärkt.

Seit Sonntag trainiert die Mannschaft der Roosters wieder gemeinsam am Seilersee, „Alle Jungs sind gut erholt zurückgekommen – auch wenn nicht alle Blessuren auskuriert sind“, so Pasanen. Details will er nicht verraten. Insbesondere taktisch hat er mit seinem Team in dieser Woche Veränderungen vorgenommen – als Reaktion auf die beiden unnötigen Niederlagen in Augsburg und gegen die DEG kurz vor der Länderspielpause. „Man beobachtet uns intensiver, bereitet sich intensiver auf uns als Gegner vor. Darauf mussten wir reagieren“, betont der Finne. Deshalb will er insbesondere den Scheibenbesitz im eigenen Drittel und der neutralen Zone deutlich erhöhen.

Die Reihenaufstellungen bleiben im Match gegen die Panther unverändert. Mit besonderer Aufmerksamkeit werden Fans und Cheftrainer vor allem den ersten Auftritt von Brooks Macek nach seinem Nationalmannschaftsdebüt verfolgen. Macek hat nicht nur hervorragende Kritiken bekommen, weil er einen wichtigen Treffer zum Turniersieg des DEB-Teams beisteuerte, sondern auch, weil er menschlich ins Team passt. „Es war ein Moment, den man nicht vergessen wird“, so der 23-jährige.

Teil zwei des Wochenendes beschert den Sauerländern am Sonntag (18.30 Uhr) ein Heimspiel gegen die Grizzlys aus Wolfsburg. Auch die blieben bislang in der Tabelle hinter den Erwartungen zurück. Mitte Oktober gewannen die Roosters den ersten Vergleich in Wolfsburg mit 4:2.

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