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Respekt vor einem gänzlich unbekannten Gegner

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Von: André Günther

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Die Roosters sind am Freitagabend zu Gast in Bietigheim, am Sonntag steigt das Westderby gegen die DEG. © Rüberg

Die Trainingswoche der Iserlohn Roosters war diesmal für die Spieler etwas anders als normal, denn zu Beginn wusste keiner von ihnen so recht, worauf sie sich bis Freitag vorbereiten müssen. Fest stand nur, dass die Mannschaft ab 19.30 Uhr beim Neuling Bietigheim Steelers antreten wird.

Iserlohn - „Wir kennen den Gegner, die Fans und das Stadion nicht. Auch gegen die meisten Spieler haben wir noch nicht gespielt. Von daher müssen wir höllisch aufpassen, dass wir nicht eine Überraschung erleben“, mahnt Kapitän Torsten Ankert.

Aus diesem Grund hat auch Trainer Brad Tapper ein wenig mehr Zeit mit Videoanalysen verbracht als üblich, um sein Team auf die Steelers einzustellen, die mit 13 Punkten aus zehn Spielen bis dato auf einem respektablen zehnten Platz stehen: „Das ist eine gute Mannschaft. Bietigheim hat gerade im Sturm Qualität. Zudem arbeiten sie hart und machen es so jedem Gegner schwer. Nicht durch Zufall haben sie zuletzt Düsseldorf geschlagen.“

Allerdings wurde der 5:2-Erfolg teuer erkauft, denn mit Constantin Braun und Max Prommersberger verlor der Aufsteiger gleich zwei Verteidiger mit Unterkörperverletzungen. Auch deshalb wurde am Donnerstag mit dem 24 jährigen US-Amerikaner Jalen Smereck ein neuer Verteidiger verpflichtet.

Unter dem Motto „Never change a winning team“ wird Tapper seinen Kader nicht verändern. Verteidiger Simon Sezemsky bleibt ein letztes Mal daheim bei seiner Frau und dem neugeborenen Sohn, Stürmer Brent Aubin wartet weiter auf die fehlenden Unterlagen zur Einbürgerung. Somit wird es nur im Tor den erneuten Wechsel geben, dass Andy Jenike zwischen die Pfosten rückt.

Am Sonntag empfangen die Sauerländer dann die Düsseldorfer EG am Seilersee (19 Uhr). Gleich dreimal haben sich die Wege der Westclubs in der Vorbereitung gekreuzt, einmal siegten die Roosters, zweimal behielt die DEG die Oberhand. Auch in der Tabelle stehen die Roosters und die DEG nicht weit voneinander entfernt. „Natürlich habe ich auch mitbekommen, dass Düsseldorf nicht so stark eingeschätzt wird, wie es der Saisonstart vermuten lässt. Gerade weil Sie nur sechs Ausländerpositionen besetzt haben. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie dafür besonders gute deutsche Spieler im Kader haben, wie Barta, Fischbuch oder Eder. Darüber hinaus werden sie sehr stark gecoacht, weil Harold Kreis ein extrem guter Trainer ist, der immer für kleine Überraschungen gut ist“, lobt Manager Christian Hommel die Rheinländer. Ob Simon Sezemsky gegen die DEG in den Kader rücken wird, entscheidet sich erst kurzfristig.

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