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Roosters wollen Tigers die Zähne ziehen

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Von: André Günther

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Die Roosters wollen nach dem Sieg im Westderby am Dienstag in Straubing nachlegen. © Jonas Brockmann

Nach dem Heimsieg im Westderby gegen die Düsseldorfer EG am Sonntagabend geht es für die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga bereits am Dienstagabend weiter. Die Sauerländer gastieren dann bei den Straubing Tigers.

Iserlohn - Schaut man auf das letzte Aufeinandertreffen zwischen den Straubing Tigers und den Iserlohn Roosters in Bayern, dann muss man schon etwas weiter in die Vergangenheit zurückblicken. Da in der vergangenen Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das einzig mögliche Duell der Roosters in Straubing aufgrund eines vermeintlich positiven Corona-Tests ausfallen musste, liegt das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams auf Straubinger Eis über 19 Monate zurück. Genauer formuliert war es der 8. März 2020, der letzte Hauptrundenspieltag der Saison 2019/20. Im Anschluss wurde die Saison aufgrund der Pandemie abgebrochen.

Seinerzeit spielten Sena Acolatse und Sven Ziegler noch bei den Tigers. Heute tragen beide das Trikot der Roosters, doch gerade Sven Ziegler freut sich auf die Rückkehr in die alte Heimat. „Ich habe in Straubing viele Freunde. Auch meine Freundin stammt dort her. Für mich ergibt sich so die Gelegenheit, ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen und vielleicht den einen oder anderen zu treffen.“ Respekt hat der Stürmer aber dennoch vor der kniffligen Aufgabe, denn aus eigener Erfahrung weiß er, über welche Stärken die Tigers verfügen. „Straubing ist gerade zu Hause unheimlich stark, auch wenn sie am Sonntag verloren haben. Wir dürfen ihnen auf keinen Fall den Raum bieten, den sie sich wünschen. Es gilt für uns, fokussiert zu sein, hinten nichts anbrennen zu lassen und nach vorne zielstrebig zu agieren.“

Videoanalyse auf der Fahrt nach Straubing

Bereits am Montag sind die Sauerländer mit dem Bus nach Straubing aufgebrochen – und selbst die Fahrt hat Coach Brad Tapper genutzt, um sein Team auf den Gegner vorzubereiten. „Zwischen Düsseldorf und heute lag nicht viel Zeit. Deshalb haben wir unterwegs die Videoanalyse gemacht. Straubing hat drei starke Reihen und einen hervorragenden Torhüter, die es einem schwer machen, Punkte gegen sie zu holen“, sagt Tapper.

Aber auch den Roosters ist es nicht verborgen geblieben, dass neben Ingolstadt wohl auch die Straubing Tigers bislang zu den negativen Überraschungen in der Liga zählen. Mit nur 13 Punkten nach zwölf Partien liegen die Tigers auf Platz zwölf weit hinter den Erwartungen zurück. „Es gab bei ihnen einige Veränderungen – und anscheinend greift aktuell noch nicht ein Rad ins andere. Dennoch verfügen sie über individuelle Klasse, die es zu beachten gilt“, weiß Roosters-Torhüter Andy Jenike. Und auch sein ins Team zurückgekehrter Mannschaftskamerad Simon Sezemsky will die aktuelle Platzierung der Straubinger nicht als Maßstab nehmen. „Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass wir gar kein Team in irgendeiner Weise auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, unser Spiel durchzuziehen, um die Punkte mit ins Sauerland zu nehmen.“

Helfen will dabei wieder Center Luke Adam, der am Wochenende vorsichtshalber verletzungsbedingt pausierte. Wer für ihn auf der Tribüne Platz nehmen muss, will Brad Tapper erst vor Ort entscheiden. Wer im Tor beginnen wird, ist ebenfalls noch unklar. Erstes Bully in Straubing ist am Dienstagabend um 19.30 Uhr.

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