Roosters-Coach Pasanen bastelt an neuen Reihen

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Am vergangenen Freitag ließen es die Roosters im Tor der Augsburger Panther sieben Mal klingen.

Iserlohn - Wohl dem, der gut strukturiert ist. Karsten Mende war es.  Als der Manager der Iserlohn Roosters Verteidiger Michel Périard verpflichtete, führte das Gespräch auch zu der Frage, ob sich Pérard vorstellen könnte, neben seiner kanadischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen.

„Ich habe darüber schon in den vergangenen vier Jahren immer wieder mit meiner Frau gesprochen, letztlich aber hat es in Ingolstadt nie auf der Prioritätenliste gestanden“, sagt der gebürtige Franko-Kanadier.

Périard ist seit sechs Jahren mit seiner deutschen Ehefrau Sabine verheiratet, bestreitet aktuell seine elfte Saison in der Deutschen Eishockey Liga in unmittelbarer Folge. Damit hat er das Recht auf die deutsche Staatsbürgerschaft erworben und nimmt sie jetzt in Anspruch.

Périards Entscheidung löst großes Problem

Die Entscheidung von Périard ermöglicht es den Roosters, eines der ganz großen Probleme zur Seite zu schieben – die Frage nach dem Tribünen-Mann. Nach dem Ausfall von Dylan Wruck haben die Sauerländer den Kanadier Brodie Dupont verpflichtet, der seit Dienstag mit dem Team aufs Eis geht. Da die Roosters aber alle Ausländerpositionen bereits ohne Dupont in Anspruch nehmen, hätte einer der Importspieler auf die Tribüne gemusst. Jetzt ist das anders. Zwar ist die Lizenz, die man für Périard genutzt hat, verfallen, er zählt aber nicht mehr zu den Kontingentspielern, so dass niemand mehr am Freitagabend bei den Augsburger Panthern (19.30 Uhr, Curt-Frenzel-Stadion) pausieren muss.

Duponts Einsatz sehnt man denn am Seilersee auch herbei. Der Energie-Spieler soll gleich im ersten Match nach seiner Rückkehr einen Platz in der Formation mit York und Petersen einnehmen – einer Position, auf der Pasanen seit einigen Wochen herumprobiert, aber weder mit Friedrich, Sylvester oder Ross den richtigen Mann gefunden zu haben scheint. „Brodie soll die harte Arbeit machen, vor das Tor gehen“, so Pasanen.

Noch in Bezug auf eine andere Formation hat der Coach eine Entscheidung getroffen. Er reißt das über lange Zeit so erfolgreiche Trio Bassen, Connolly und Blank auseinander. Die beiden Erstgenannten bilden am Freitag eine Sturmformation mit Brad Ross. Blank geht, wie am vergangenen Wochenende erfolgreich probiert, mit Friedrich und Sylvester aufs Eis.

Orendorz fällt aus

Verzichten müssen die Sauerländer neben den an der Schulter verletzten Kahle und Wruck auch auf Dieter Orendorz, der sich einen schweren Magen-Darm-Infekt zugezogen hat. Im Tor steht Mathias Lange. In Augsburg dürften die Blau-Weißen auf einen hochmotivierten Gegner treffen, der Wiedergutmachung für die Niederlage vom vergangenen Freitagabend am Seilersee will.

Wenn am Sonntag auch das Westderby gegen die DEG (18.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) Geschichte ist, geht es für die Mannschaft in die erste Nationalmannschaftspause. „Fünf freie Tage haben sich die Jungs verdient, mit zwei weiteren Siegen kommen auch die Tage sechs und sieben hinzu“, so Pasanen. Der Anreiz ist groß.

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